Wie es Thomas Gradinger in die Weltspitze schaffte

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Thomas Gradinger

Thomas Gradinger

Nach vier vierten Plätzen brauste Thomas Gradinger (Kallio Yamaha) bei der Supersport-WM in Assen zum ersten Mal aufs Podest. 2017 war der Oberösterreicher noch in der IDM unterwegs.

Mit sechs Siegen und zehn Podesplätzen in zwölf Rennen wurde Thomas Gradinger 2017 Deutscher Supersport-Meister.

Letztes Jahr startete der Youngster aus Sankt Marienkirchen erstmals Vollzeit in der Supersport-WM, im indischen Nerds Racing Team hatte er feinstes Yamaha-Material und durch Thomas Kubiak und Lothar Kraus beste technische Betreuung.

Gradinger preschte achtmal in die Top-10 und brillierte zum Saisonende mit drei vierten Plätzen.

Nach der Pleite von NRT wechselte der Österreicher zu Kallio Yamaha, wo er den Platz von Weltmeister Sandro Cortese übernahm. Die Saison 2019 begann mit Platz 5 in Australien, in Thailand war er auf Podestkurs, fiel aber wegen eines Öllecks an seiner R6 aus. Als Vierter in Aragon schrammte Gradinger knapp am Podest vorbei, in Assen gelang ihm das Kunststück als erstem Österreicher in dieser Klasse endlich.

Seit Thailand hat Gradinger den Speed der Weltspitze: In Aragon fehlten 0,732 sec zum Sieg, in Assen 0,223 sec.

Thomas hat einen erstaunlichen internationalen Aufstieg hingelegt, keinem anderen Supersport-WM-Einsteiger aus der IDM ist das in den letzten 15 Jahren gelungen.

«Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich mal in der WM fahre und jetzt dort stehe, wo ich bin», erzählte der 22-Jährige SPEEDWEEK.com. «In Aragon stand ich auf Pole-Position, in Assen wurde ich Dritter im Rennen. Ich kann schlecht beurteilen, wieso es bei mir läuft und es bei den anderen vielleicht auch materialmäßig gefuchst hat. Ich habe einen guten Background, meine Eltern und auch andere Gönner haben mich immer voll unterstützt. Ich glaube, der Kopf macht den größten Unterschied aus.»

«Wenn du für deine erste Saison in der WM ankommst und gegen Leute fährst, die du nur aus dem Fernseher kennst, dann hast du einen gewissen Respekt», gibt Gradinger zu. «Als ich 2017 mit Wildcard dabei fragte ich mich, wie man so schnell fahren kann – jetzt mache ich das selber. Mit der Zeit wird dann alles mehr Routine, für die laufende Saison hatte ich im Winter auch bessere Voraussetzungen, als im Jahr davor. Ich hatte mehr Training auf dem Motorrad und auch körperlich. Ich bin so in die Saison gestartet, wie man das normal tut. Das ging mir im Jahr davor ab. Ich genieße jetzt, dass ich hier bin – man weiß nie, wie lange es geht. Und natürlich ist mein Ehrgeiz groß.»

Nach vier von zwölf Rennen liegt der Yamaha-Pilot mit 40 Punkten auf Gesamtrang 4. Vor ihm sind Randy Krummenacher (90), Federico Caricasulo (73) und Jules Cluzel (69).

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