Offiziell: Randy Krummenacher 2020 mit MV Agusta

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Weltmeister Randy Krummenacher

Weltmeister Randy Krummenacher

Seit einer Woche wissen regelmäßige Besucher von SPEEDWEEK.com, dass Weltmeister Randy Krummenacher für die Supersport-WM 2020 von Yamaha zu MV Agusta wechselt. Jetzt wurde es verlautbart.

Donnerstag letzte Woche sickerte in Katar durch, dass sich MV-Agusta-Teamchef Andrea Quadranti und Randy Krummenacher für 2020 einig sind, vergangenes Wochenende setzten sie ihre Unterschrift unter den Vertrag.

Quadranti gelingt damit ein Sensationstransfer, erstmals tritt MV Agusta in der Supersport-WM mit dem aktuellen Weltmeister und der Startnummer 1 auf der F3 675 an.

«Ich freue mich, Randy in unserem Team begrüßen zu dürfen», so Quadranti. «Einen Landsmann und Menschen, den ich sehr schätze. Ich habe die Karriere von Randy jahrelang interessiert verfolgt, jetzt haben wir die richtige Gelegenheit, eine gemeinsame Reise anzutreten. Die Saison 2019 ist gerade erst zu Ende gegangen, aber wir arbeiten bereits daran, unser technisches Paket zu verbessern und Krummenacher die Chance zu geben, nächstes Jahr mit den besten Fahrern an der Spitze mitzuhalten.»

«Es wird eine große Herausforderung für MV Agusta, aber mit der Professionalität von Andrea Quadranti und seinem Team bin ich sicher, dass wir einen guten Job machen können, um in der nächsten Saison die Meisterschaft wieder zu gewinnen», kommentierte Krummi den Deal. «Ich danke Andrea Quadranti für die Gelegenheit, die er mir bietet und für das Vertrauen, das er mir entgegenbringt. Jetzt kann ich es kaum erwarten, das Motorrad Ende November in Jerez zu testen.»

Als Teamkollege bekommt Krummenacher den 24-jährigen Federico Fuligni, der eine zweite Saison eine F3 steuern wird. Es wird sogar darüber gesprochen, 2020 mit drei Fahrern anzutreten. Krummi bringt von seinem diesjährigen Team Bardahl Evan Bros Yamaha seinen Crew-Cief Manuel Cappelletti sowie seinen Elektroniker mit.

Die MV Agusta glänzte in den letzten Jahren neben ihrem bildschönen Aussehen immer mit Speed, aber auch durch Unzuverlässigkeit. Dieses Jahr war das Motorrad standfest, Raffaele De Rosa brauste zweimal aufs Podest und beendete die Weltmeisterschaft auf Gesamtrang 6.

MV Agusta hat in der Supersport-WM bislang neun Siege, 43 Podestplätze, 16 Pole-Positions und 11 schnellste Rennrunden vorzuweisen. Erfolgreichster Fahrer ist der Franzose Jules Cluzel, der 2014 und 2016 Vizeweltmeister wurde. MV Agusta wartet seit Phil Read 1974 in der 500er-Klasse auf einen Titelgewinn in einer Motorrad-Weltmeisterschaft – Randy Krummenacher soll das 2020 ändern.

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