So funktioniert die Balance-Regel der Supersport 300

Kolumne von Kay Hettich
Supersport-WM 300
Die Supersport-WM 300 wird ab 2017 die Superbike-Serie bereichern

Die Supersport-WM 300 wird ab 2017 die Superbike-Serie bereichern

Das Reglement der neuen Supersport-WM 300 ist an die italienische Meisterschaft angelehnt. Wie gut die Balanceregelung funktioniert und welches Bike sich dort durchgesetzt hat, erfahren Sie bei SPEEDWEEK.com.

Um das Reglement der neuen Supersport-WM 300 zu gestalten, nahmen sich Dorna und FIM die italienische 'Sport 4T' Serie zum Vorbild. Nun soll die neue Einstiegsklasse über die Weltmeisterschaft in weitere nationale Meisterschaften implentiert werden – so zumindest die Hoffnung der obersten Sportbehörde.

«Diese neue Plattform wird die perfekte Umgebung für die Entwicklung zukünftiger Talente», sagte FIM-Präsident Vito Ippolito. «Ziel der Supersport-WM 300 ist es, dass nationale Meisterschaften diesem Vorbild folgen Wir wollen eine Umgebung liefern, die reguliert und relativ gleich ist, in der zukünftiges Talent wachsen kann und wo die Hersteller junge Fahrer bereits begleiten können, wenn sie ihre ersten Schritte in Richtung Ruhm machen.»

Es gibt kleine Unterschiede zwischen dem Reglement der Supersport-WM 300 und der 'Sport 4T' genannten Serie in Italien, die relevanten Eckdaten sind jedoch identisch. Die bisher vier erlaubten Motorräder ebenso, und die unterscheiden sich in ihrer Konstruktion deutlich.

Die Honda CBR500R kommt als eher biederes Motorrad her. Der Motor hat 471 ccm, verteilt auf zwei Zylinder, die Leistung wird mit 48 PS angegeben. Fahrfertig nähert sich das Bike mit 194 kg der 200-kg-Marke.

Optisch sportlicher kommen die Gegner daher. Yamaha hat der R3 einen Hubraum von 321 ccm verpasst, der mit 42 PS gut im Futter steht. Mit einem Gewicht von nur 169 kg fahrbereit bringt der kleine Sportler deutlich weniger auf die Waage als die Honda.

Der Einzylindermotor der KTM RC390 verfügt über einen Hubraum von 373 ccm und leistet üppige 44 PS. Auffällig ist der aufwändig gestaltete Gitterrohrrahmen. Bei einem Trockengewicht von 147 kg dürfte die KTM noch einmal deutlich leichter sein als die Yamaha.

Eine echte 300er schickt nur Kawasaki ins Rennen – die Ninja 300 hat sogar nur 296 ccm. Der Zweizylindermotor soll 39 PS leisten. Mit 177 kg liegt die Bonsai-Ninja auf dem Niveau der Yamaha R3.

Um die Konkurrenzfähigkeit der verschiedenen Konzepte zu gewährleisten, gibt es eine Balanceregelung, die per Gewichts- und Drehzahllimit wirkt. Wie in Italien muss die Honda bei Saisonstart mindestens 150 kg wiegen, Kawasaki und Yamaha 140 kg und KTM 136 kg. Hinsichtlich der Drehzahl müssen sich Honda und KTM mit 10.500 U/min begnügen, Kawasaki und Yamaha sind 13.000 U/min erlaubt.

Und wie gut funktioniert die Balanceregelung in Italien? Erstaunlich gut!

Das Fahrerfeld der 'Sport 4T' ist gewaltig: 17 Teilnehmer setzten auf Yamaha, 14 auf KTM, sechs auf Kawasaki und nur vier auf Honda.

Nach drei Meetings mit sechs Rennen der 'Sport 4T' liegt Yamaha mit 164 Punkten vor Kawasaki (152) und Honda (127). KTM jedoch abgeschlagen mit nur 29 Punkten. Alle drei japanischen Werke erreichten Siege, zweite und dritte Plätze.

In der Fahrerwertung führen mit Illan Castano (E/132 P) und Luigi Montella (I/113 P) zwei Yamaha-Piloten, der drittplatzierte Lorenzo Segoni (I/107 P) ist ein Honda-Pilot.

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