KTM: Supercross-Erfolge als Verkaufsargument

Von Matthias Dubach
Supercross-WM
Ken Roczen: Meister auf KTM in der Westküstenserie der 250-ccm-Supercross-Serie

Ken Roczen: Meister auf KTM in der Westküstenserie der 250-ccm-Supercross-Serie

Mit grossen Investitionen mischte KTM die amerikanische Super- und Motocross-Szene auf. Die Sorgen von CEO Stefan Pierer über ausbleibende Auswirkungen im Verkauf waren unbegründet.

Als KTM erstmals in der amerikanischen Motocross-Szene auftauchte, wurden die orangen Exoten aus Österreich belächelt. Aber der Hersteller aus Mattighofen verstärkte die Investitionen und trat entschlossen gegen die japanische Übermacht an. Das Resultat: 2012 holte Ryan Dungey den Titel in der prestigeträchtigen 450-ccm-Motocross-Meisterschaft, 2013 doppelte Ken Roczen als Champion in der 250-ccm-Supercross-Serie nach.

Aktuell belegen Dungey und Roczen in den Outdoor-Meisterschaften jeweils Rang 2, bei den 250ern ergänzt Marvin Musquin den starken Auftritt von KTM mit der dritten Tabellenposition. Jeder der drei Werksfahrer gewann sowohl in den Supercross-Stadien im Frühjahr als auch in der momentan laufenden MX-Meisterschaft Rennläufe.

Aus Sicht von KTM-CEO Stefan Pierer stellt sich aber die Frage, ob sich der sportliche Erfolg in die Investitionen auch an den Ladentischen Amerikas bemerbar macht. «Ich selbst war jahrelang skeptisch, ob sich ein derartig hohes Investment am Ende auszahlt», schildert Pierer gegenüber dem KTM-Blog. «Es war dann so, dass unsere Leute in Amerika und Pit (Anm.: KTM-Motorsportchef Pit Beirer) es geschafft haben, Roger (Roger de Coster, Ex-Weltmeister und legendärer Teammanager, jahrzehntelang bei Suzuki) zu überzeugen, bei KTM an Bord zu kommen. Danach haben wir beschlossen, okay, wir engagieren uns mit Haut und Haaren im Supercross.»

Beim KTM-Chef setzte ein Lerneffekt ein: «Inzwischen hat uns der Erfolg Recht gegeben und ich muss gestehen, dass ich positiv überrascht wurde. Die Auswirkungen sind ziemlich unglaublich. Supercross ist DIE Bühne in den Vereinigten Staaten, überhaupt kein Zweifel. Ich habe also wieder etwas gelernt. Ich war anfänglich besorgt über das notwendige Investment, falls es sportlich nicht geklappt hätte. Aber dank professioneller Arbeit, perfekter Teamführung und sehr guter Fahrer ist alles gut gegangen und der Erfolg hat sich eingestellt. Wir haben beachtliche Zuwächse in Amerika erzielt. Letztes Jahr 20 Prozent Plus, und dieses Jahr 15 Prozent, und das trotz schwächelndem Markt. Diese Erfolge sind eindeutig auf das Supercross-Engagement zurückzuführen.»

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