SX Anaheim: Chad Reed siegt, Ken Roczen Gesamtleader!

Von Matthias Dubach
Supercross-WM

Beim 40-Jahre-Jubiläum der US-Supercross-Serie stand Ken Roczen (KTM) im dritten Rennen zum zweiten Mal auf dem Podest. Chad Reed mit erstem Sieg auf Kawasaki, Stürze von Dungey und Villopoto. Mit Video.

Die dritte Runde in der Supercross-WM bedeutete die Rückkehr nach Anaheim, wo Ken Roczen beim Auftaktrennen vor zwei Wochen den Sieg einfahren konnte. «Anaheim 2» stand im Zeichen des 40-Jahre-Jubiläums der AMA-Supercross-Serie, diverse Teams und Fahrer gingen deshalb mit Retro-Designs am Motorrad oder der Bekleidung an den Start.

Das Jubiläumsrennen kriegte das erhoffte Spektakel im Finallauf der 450-ccm-Klasse: Mit Chad Reed, James Stewart, Ryan Villopoto und Ryan Dungey brannten die vier Superstars ein Feuerwerk ab, bei dem nur Rookie Ken Roczen und Yamaha-Hoffnung Justin Brayton mithalten konnte. Der Thüringer stand am Ende zum zweiten Mal im dritten Rennen auf dem Podest und konnte sich mit dem dritten Rang die Gesamtführung zurückerobern. Der KTM-Werkspilot geht damit nächstes Wochenende in Oakland wieder mit der «Red Plate» an den Start.

Zunächst sah es im Angel-Stadion allerdings so aus, als ob Roczens KTM-Teamkollege Dungey das Zepter übernehmen würde. Der zweifache Weltmeister ergatterte beim Start den Holeshot und konnte sich fast bis zur Hälfte der 20 Runden an der Spitze behaupten. Aber ein Sturz warf Dungey zurück, danach übernahm Stewart auf seiner Suzuki Rang 1.

Ken Roczen: Grosses Duell mit Ryan Villopoto

Dahinter geriet Roczen in ein hochklassiges Duell mit Kawasaki-Superstar Villopoto – das Duo, das wegen Trainer Aldon Baker auch gemeinsam trainiert – schenkte sich nichts, die beiden überholten sich mehrfach. Aber der 19-Jährige konnte sich gegen den dreifachen Weltmeister zunächst durchsetzen und hielt Rang 2. Nach einigen Runden attackierte Villopoto aber wieder, ging an Roczen vorbei und begann einen Zweikampf mit Stewart um die Führung. In einer Kurve blieb der Weltmeister mit seinem rechten Fuss an der Suzuki des Gegners hängen und musste zu Boden.

Danach schlug die Stunde von Chad Reed: In einer atemberaubenden Aufholjagd ging der Australier an Roczen und vier Runden vor Schluss auch an Stewart vorbei. Der Routinier beendete mit dem Sieg eine Durststrecke. 2012 verletzte er sich mitten im Titelkampf mit Villopoto schwer, 2013 kam er mit der Honda in seinem Privatteam TwoTwo Motorsports nicht auf Touren. Nun gelang dem Aussie schon im dritten Rennen nach dem Wechsel auf Kawasaki wieder ein SX-Triumph.

Reed rückte in der Gesamtwertung auf Rang 3 nach vorne, während Roczen mit Rang 3 wieder die Tabellenführung an sich riss. «Da war grossartiger Rennsport», meinte Roczen. «Es hätte noch ein bisschen besser herauskommen können, aber ich bin super glücklich, wieder auf dem Podest zu sein.» Der Deutsche führt mit einem Punkt Vorsprung auf Villopoto, der wenige Meter vor Schluss noch im Kampf gegen Dungey mit dem KTM-Pilot zu Boden ging. Für die beiden Stars blieben die Ränge 5 und 6.

Supercross-WM Anaheim/USA, 450 ccm

1. Chad Reed (AUS), Kawasaki
2. James Stewart (USA), Suzuki
3. Ken Roczen (D), KTM
4. Justin Brayton (USA), Yamaha
5. Ryan Villopoto (USA), Kawasaki
6. Ryan Dungey (USA), KTM
7. Weston Peick (USA), Suzuki
8. Josh Hill (USA), Suzuki
9. Andrew Short (USA), KTM
10. Jake Weimer (USA), Kawasaki

Stand nach 3 von 17 Rennen

1. Roczen, 60 Punkte
2. Villopoto 59
3. Reed 57
4. Dungey 57
5. Brayton 55
6. Stewart 44
7. Justin Barcia (USA), Honda, 42
8. Short 38
9. Wil Hahn (USA), Honda, 30
10. Broc Tickle (USA), Suzuki, 26

US-250-ccm-Supercross-Meisterschaft, Westküstenserie

1. Cole Seely (USA), Honda
2. Jason Anderson (USA), KTM
3. Cooper Webb (USA), Yamaha
4. Malcolm Stewart (USA), Honda
5. Justin Hill (USA), Kawasaki

11. Dean Ferris (AUS), KTM

Stand nach 3 von 9 Rennen

1. Anderson, 72 Punkte
2. Seely 69
3. Zach Osborne (USA), Honda, 53
4. Webb 51
5. Dean Wilson (GB), Kawasaki, 50

9. Ferris 31

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