NW200: Alastair Seeley (Kawasaki) setzt sich durch

Von Helmut Ohner
Tourist Trophy
Sieg Nr. 19 für Alastair Seeley im Supersport-Rennen

Sieg Nr. 19 für Alastair Seeley im Supersport-Rennen

Die tausenden Zuseher sahen ein spannendes Supersport-Rennen, das letztendlich Alastair Seeley Kawasaki) vor William und Michael Dunlop (beide Yamaha) für sich entscheiden konnte. Horst Saiger (Kawasaki) wird Elfter.

Nach einem nächtlichen Regenschauer ist die fast 14,5 Kilometer lange Strecke an einigen Stellen noch nicht aufgetrocknet. Trotzdem entscheiden sich die meisten der Favoriten nach der Einführungsrunde gegen Regenreifen, weil sie laut Aussagen vom Sieger des ersten Rennens, des Briten Martin Jessopp, nicht eine einzige Runden überstehen würden.

Rennleiter Mervyn White entschließt nach Rücksprache mit den Fahrern in der Hoffnung, dass die nassen Flecken vor allem im Bereich der Schikanen rasch auftrocknen, zu einer zehnminütigen Verschiebung des Starts zum Supersport-Rennen und zu einer zusätzlichen Besichtigungsrunde, damit sich die Piloten ein Bild vom Straßenzustand machen können.

Der Polesetter Alastair Seeley biegt als Erster in die erste Kurve ein und kann sich sofort von seinen Verfolgern absetzen. Ian Hutchinson schafft es nicht einmal im Windschatten seinen Rückstand zu verringern. Dahinter liefern sich Bruce Anstey, Lee Johnston und Martin Jessopp eine unterhaltsame Windschattenschlacht.

In der zweiten Runde rückt das Feld wieder eng zusammen. Hutchinson kann sich kurz an die Spitze setzen, doch Seeley kontert umgehend. Am Ende der zweiten Runde lautet die Reihenfolge Seeley vor Jessopp, Anstey, Hutchinson, Johnston und Newcomer Adam McLean. Die ersten 16 Fahrer liegen innerhalb von nur fünf Sekunden.

Während sich William Dunlop in Stellung bringt und nach kurzer Führung an der zweiten Stelle Start und Ziel passiert, geht Johnston eingangs der Juniper-Schikane nach einer Kollision zu Boden. Durch diesen Zwischenfall entsteht eine kleine Lücke zwischen dem Fünften McLean und Anstey, der an der sechsten Position liegt.

Nach der vierten Runde setzt Regen ein und die Fahrer fordern den Abbruch des Rennens, doch der Veranstalter kann sich nicht zu dieser Entscheidung durchringen. Weil einige der Top-Fahrer ihre Geschwindigkeit verringern, übernimmt Seeley kurz wieder die erste Stell. Dunlop kontert sofort und McLean hat vor Michael Dunlop die beste Ausgangsposition für einen Schlussangriff.

Seeley geht mit einem kleinen Vorsprung in die letzte der sechs Runden und schafft es, seinen Verfolgern zu enteilen. Dahinter balgen sich William und Michael Dunlop um die Familienehre. Der junge McLean liefert bei seiner North-West-200-Premiere eine fehlerlose Vorstellung und lässt sich von den Dunlop-Brüdern nicht abschütteln.

Nach seinem Ausfall im ersten Supersport-Rennen gewinnt Seeley überlegen das zweite Rennen, insgesamt ist es sein 19. Erfolg beim North West 200. Den zweiten Platz schnappt sich William Dunlop, der den Geschwindigkeitsüberschuss seines Motorrades geschickt ausnützt und seinen jüngeren Bruder auf Rang 3 verdrängt.

Horst Saiger ist mit Peter Hickman, Martin Jessopp und James Cowton in einen Vierkampf verwickelt. Der österreichische Kawasaki-Pilot muss sich nach sechs Runden seinen britischen Gegnern knapp geschlagen geben.

Resultat
1. Alastair Seeley (Kawasaki), 6 Runden. 2. William Dunlop (Yamaha), 4,078 sec. zur. 3. Michael Dunlop (Yamaha), + 4,552 sec. 4. Adam McLean (Kawasaki). 5. Ian Hutchinson (Yamaha). 6. James Hillier (Kawasaki). 7. Jamie Coward (Honda). 8. Peter Hickman (Triumph). 9. Martin Jessopp (Triumph). 10. James Cowton (Kawasaki). 11. Horst Saiger (Kawasaki).

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