US-Motocross 450

Ken Roczen (Honda): Immer wieder 'Armpump'

Von - 30.06.2019 14:28

Das gefürchtete 'Armpump' kann viele verschiedene Ursachen haben. Ken Roczen (Honda) kämpft seit 3 Rennen mit diesem Problem. Beim letzten Meisterschaftslauf in Southwick brachen seine Leistungen ein.

Jeder Motocrossfahrer kennt das Problem der festen, verkrampften Arme: Durch das Durchfahren von Bodenwellen und Löchern sowie durch das Festhalten des Lenkers bei Sprüngen und Unebenheiten verhärten sich die Unterarme. Sie werden fest wie Beton. Das eigentliche Problem: Der Fahrer kann den Lenker nicht mehr richtig festhalten, und das kann gefährlich werden.

Die Ursache für das gefürchtete «Armpump» ist eine zu geringe Durchblutung der Armmuskulatur.

Der Speed, den Ken Roczen (Honda) in den letzten Rennen hatte, war absolut konkurrenzfähig. Auch in Southwick war er in jeder Trainingssession top.

In beiden Rennen von Southwick war das gleiche Szenario zu beobachten: Zu Beginn des Rennens wirkte Roczen stark wie eh und je. Nach der Hälfte der Renndistanz rutschten seine Rundenzeiten in den Keller und er wurde durchgereicht, in Southwick bis auf die Plätze 12 und 10.

Roczen fiel nach der Halbzeit der Saison mit 28 Punkten Rückstand auf die Spitze auf Gesamtrang 3 zurück.

Die Ursachen von Armpump sind komplex. Sie haben sowohl mit der Physis des Fahrers und seinem Fahrstil als auch mit dem Bike-Setup zu tun. Kleinste Veränderungen am Fahrwerk, dem Anstellwinkel des Lenkers oder des Brems- und Kupplungshebels und natürlich die Dämpfungseinstellungen der Gabel können große Auswirkungen haben.

Ein gezieltes Armtraining gehört zum Standardrepertoire eines jeden Motocrossers. Schon als kleiner Junge hielt Vater Heiko Klepka Ken Roczen vor jedem Rennen zu Liegestützen an, um die Armmuskulatur vor dem Wettkampf ausreichend aufzuwärmen. Ist der Stoffwechsel erst einmal in Gang gekommen, ist die akute Gefahr einer Unterversorgung während des Rennens gebannt.

Auch die Anwendung durchblutungsfördernder Wärmesalben kann helfen, ist aber keine nachhaltige Lösung.

Häufig zu beobachten sind Anweisungen auf der Boxentafel an die Fahrer. Wird dort das Wort «breath» angezeigt, so kämpft der Pilot wahrscheinlich gerade mit dem gefürchteten 'Armpump': Eine gute Atemtechnik, vor allem das tiefe Ausatmen, ist wichtig für die Durchblutung des gesamten Körpers und kann die Verkrampfung der Muskulatur verhindern.

Haben die vielen Operationen, die Ken Roczen nach seinen schweren Verletzungen im Bereich der Arme über sich ergehen lassen musste, am Ende doch ihre Spuren hinterlassen? Warum treten diese Probleme dann aber erst jetzt auf? In der ersten Saisonhälfte wirkte der Deutsche von Anfang bis Ende fit.

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Ken Roczen kämpft seit drei Rennen mit 'Armpump' © Honda Ken Roczen kämpft seit drei Rennen mit 'Armpump'
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