Weltmeister Loeb weiter auf Erfolgsspur

Von Toni Hoffmann
WRC
Der «Rallye-Titan» Loeb blieb in der Erfolgsspur

Der «Rallye-Titan» Loeb blieb in der Erfolgsspur

Der «Rallye-Titan» pariert gekonnt die Attacken seines Titelrivalen Hirvonen.

Der «Super-Champ» Sébastien Loeb hat am Samstag seine erfolgreiche Winterfahrt beim zweiten Lauf zur Rallye-WM im tief verschneiten Norwegen fortgesetzt. Der fünfmalige Rekord-Weltmeister baute im Citroën C4 seine Führung aus und lag nach 17 von 23 Prüfungen 15,0 Sekunden vor seinem Titelherausforderer Mikko Hirvonen (Ford Focus). «Das war ein großer Kampf mit Mikko Hirvonen. Ich bin richtig glücklich», sagte der Titelverteidiger. Jari-Matti Latvala behauptete im zweiten Ford Focus mit einem Rückstand von 43,2 Sekunden ungefährdet seinen dritten Rang.

«Ich denke, dass Hirvonen und ich heute den ganzen Tag am Limit gefahren sind. Ich konnte meine Führung nicht nur verteidigen, sondern auch etwas ausbauen», führte der Rekordhalter Loeb (48 Siege) weiter aus. Am Nachmittag seien die Streckenbedingungen beim zweiten Durchgang der morgendlichen Prüfungen etwas schlechter gewesen. Für ihn als erstes Fahrzeug auf der Piste war dies «ein Nachteil, der etwas Zeit gekostet hat».

«Sébastien ist unglaublich schnell. Ich habe heute mit maximalem Einsatz attackiert, aber ohne Erfolg», erklärte der Vize-Champion Hirvonen. Es sei manchmal ziemlich gefährlich gewesen, ein solch hohes Risiko einzugehen. Das sei aber notwendig gewesen, um dem «Rallye-Titan» Loeb folgen zu können.

Licht und Schatten in der Familie Solberg. Henning Solberg verbesserte sich bei seinem WM-Heimspiel im aktuellen Ford Focus vom siebten auf den vierten Platz (Rückstand: 2:41,3 Minuten). 12 Sekunden hinter ihm lauert jedoch Dani Sordo, der im zweiten Werks-Citroën C4 seinen vierten Platz zurückerobern möchte. Sein bekannterer und jüngerer Bruder Petter fiel auf den sechsten Rang mit 4:50,9 Minuten Rückstand ab. Der Weltmeister von 2003 startet jedoch in einem etwas betagten Citroën Xsara, mit dem Loeb 2003 seine erste Rallye Monte Carlo gewonnen hatte. «Wir hatten heute Nachmittag Probleme mit dem Motor. Er brachte nicht die volle Leistung», berichtete der 13fache Laufsieger. «Außerdem blieb am Morgen manchmal das Gaspedal hängen. Da hatten wir einige haarige Momente.» Der erstmals seit 2001 wieder als Privatier startende Petter Solberg rutschte zwar wegen seines Motorproblems auf den siebten Rang ab, kurz vor dem Ziel verdrängte er aber Matthew Wilson im Ford Focus seines Vaters Malcolm um 2,3 Sekunden vom fünften auf den sechsten Rang.

Patrik Sandell vom Red Bull Rallye-Teams hat bei der WM-Premiere des Skoda Fabia S2000 auch nach Zweidritteln auf dem 13. Gesamtrang (Rückstand: 13:12,3 Minuten) seine vom Start weg übernommene Führung in der Wertung der Produktionswagen-WM und als bester Gruppe N-Pilot verteidigt. Neuer Verfolger in dieser Disziplin ist Eyvind Brynildsen, der im seriennahen Mitsubishi Lancer sich bis auf 1:01,7 Minuten an den Junioren-Weltmeister von 2006 herankämpfte. «Auch heute hatten wir mit dem Skoda keine Probleme. Alles lief ziemlich fehlerlos», sagte Sandell. «Ich werde morgen meine Zeiten nach Brynildsen richten und jedes Risiko vermeiden. Aber wenn es sein muss, werde ich auch mein Tempo steigern.»

Stand nach 2 von 3 Etappen, 17 von 23 Prüfungen (= 248,20 von 375,04 km):

1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën C4 WRC, 2:22:11,1 h.

2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lethinen (FIN/FIN), Ford Focus WRC, + 15,0 sec.

3. Jari-Matti Latvala/Miikka Antilla (FIN/FIN), Ford Focus WRC, + 43,2sec.

4. Henning Solberg/Cato Menkerud (N/N), Ford Focus WRC, + 2:41,3 min.

5. Dani Sordo/Marc Marti (E/E), Citroën C4 WRC, + 2:53,3 min.

6. Petter Solberg/Philip Mills (N/GB), Citroën Xsara WRC, + 4:50,9 min.

7. Matthew Wilson/Scott Martin (GB/GB), Ford Focus WRC, + 4:53,2 min.

8. Urmo Aava/Kuldar Sikk (EE/EE), Ford Focus WRC, + 5:18,5 min.

9. Mads Östberg/Ole Kristian Unnerud (N/N), Subaru Impreza WRC, + 6:57,8 min.

10. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F), Citroën C4 WRC, + 9:10,2 min.

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