Doppelführung für Hyundai auf Sardinien

Von Toni Hoffmann
WRC
Andreas Mikkelsen flog auf Sardinien an die Spitze

Andreas Mikkelsen flog auf Sardinien an die Spitze

Hyundai scheint in der diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft für Schotter gut vorbereitet zu sein, nach dem ersten Durchgang der ersten Etappe des siebten WM-Laufes liegen auf Sardinien zwei Hyundai vorne.

Die teils sehr rauen Schotterpisten auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien waren bislang ein gutes Terrain für Hyundai, siehe Portugal-Sieg. Auch in diesem Jahr gibt der südkoreanische Automobilhersteller nach der ersten Freitagsschleife rund um Alghero den Ton an der Spitze an. Nach fünf der 20 Prüfungen lag Andreas Mikkelsen, der schon gleich am Freitagmorgen die Führung im Hyundai i20 Coupé WRC übernahm, 14,0 Sekunden vor seinem in der WM führenden Teampartner Thierry Neuville, der 2016 auf der Ferieninsel gewonnen hatte.

«Durch den gestrigen Regen waren heute Morgen die Strecken noch ziemlich schmierig. Später wurde es aber besser. Ich hoffe, es bleibt so auch am Nachmittag», meinte Mikkelsen. «Im Augenblick fühle ich mich gut. Ich denke, ich kann auch meinen Speed halten.»

Während für Mikkelsen keine unmittelbare Gefahr drohte, kämpften Neuville und der Ott Tänak (Toyota Yaris WRC), der im letzten Jahr im Ford Fiesta WRC auf Sardinien seinen ersten Sieg erzielt hatte, um die Jägerrolle. Auf der vierten Entscheidung löste Tänak Neuville als Mikkelsen-Verfolger ab, musste aber eine Entscheidung zurückstecken und Neuville den Ehrenrang um 2,4 Sekunden überlassen.

«Ich pushe hier wirklich hart. Es gab heute Vormittag für mich einige Momente, wo ich mir sagen musste, bleib ruhig. Wir müssen uns voll konzentrieren», erklärte der zweimalige Saisonsieger Neuville.

«Was soll ich viel sagen? Es ist vorne sehr eng und gewiss nicht leicht. Ich bin nicht wirklich zufrieden. Wäre ich das, würde ich mich besser fühlen», äußerte sich der WM-Dritte Tänak.

Als bester M-Sport-Pilot präsentierte sich der Youngster und Portugal-Dritte Teemu Suninen auf dem vierten Rang (+ 22,9). «Ich bin zufrieden. Wir hatten einen guten Morgen. Ich hoffe, ich kann mich noch etwas steigern», führte Suninen an, hinter dem sich um nur eine Zehntelsekunde sein Teamkollege Sébastien Ogier auf dem fünften Platz einreihte. «Ich mache, was ich kann. Die Reifenwahl stimmt», war der kurze Kommentar des fünffachen Champions und des dreimaligen Saisonsiegers Ogier, der auf Sardinien hinter Neuville als zweites Fahrzeug auf den sardischen Schotter musste.

Der beste Citroën in der «Nach-Meeke-Ära» war Mads Östberg, der im C3 WRC auf dem siebten Rang, 28,6 Sekunden hinter Mikkelsen, lag.

Rallye Sardinien/Italien – Stand nach der 5. von 20 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Mikkelsen/Jaeger (N), Hyundai

48:31,0 min.

2.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

+ 14,0

3.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

+ 16,4

4.

Suninen/Markkula (FIN), Ford

+ 22,9

5.

Ogier/Ingrassia (F), Ford

+ 23,0

6.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

+ 26,0

7.

Östberg/Eriksen (N), Citroën

+ 28,6

8.

Paddon/Marshall (NZ/GB), Hyundai

+ 36,4

9.

Breen/Martin (IRL/GB), Citroën

+ 39,0

10.

Lappi/Ferm (FIN), Toyota

+ 41,3

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