Nur 35 Teams bei der Rallye Zypern

Von Toni Hoffmann
WRC
Loeb auf dem Sprung zum Zypern-Sieg 2006

Loeb auf dem Sprung zum Zypern-Sieg 2006

Dritter WM-Lauf mehr unter dem Motto «Klasse statt Masse»

Nach 2006 zählt die Rallye Zypern wieder zur Rallye-Weltmeisterschaft. Bereits vor dem Show-Start am Donnerstag, 12. März, kann diese Veranstaltung einen im gewissen Sinne traurigen Saisonrekord melden. Nur 35 Teams haben genannt, obwohl diese Rallye neben der Fahrer- und Hersteller-WM auch zur Produktions- und zur Junior-WM, in beiden Wertungen jeweils der zweite Lauf, zählt. Was aber die Präsenz der Nationen betrifft, sind in Limassol diesmal mit 23 vertretenen Ländern bislang die meisten Nationalitäten am Start.

Nur 1997 gab es bei der Rallye Monte Carlo mit 23 Teams weniger Starter. Allerdings fanden damals zwei separat gewertete Rallyes in Monaco statt. Einerseits die Rallye mit nur 23 WM-Teams, die in Monte Carlo gestartet waren. Andererseits die «Challenge Prince Albert», in der die Amateure aus verschiedenen europäischen Städten mit dem zentralen Sammelort Monte Carlo gestartet waren. Ab Monte Carlo waren zwar dann die Streckenführung und die Prüfungen für beide Veranstaltungen gleich, es erfolgte aber eine getrennte Wertung.

Die Qualität des Starterfeldes ist dennoch einer WM würdig. Neben den beiden offiziellen Werksteams von Titelverteidiger Citroën mit Sébastien Loeb und Daniel Sordo sowie Herausforderer Ford mit dem Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala treten auch deren «B-Teams» an. Das Citroën Junior-Team tritt mit dem gleichen Kader wie in Norwegen an, mit Conrad Rautenbach und Evgeny Novokov. Das Stobart-Team nominierte Henning Solberg und Matthew Wilson. Für den «Super-Champ» Loeb, Sieger der letzten drei letzten WM-Rallyes in Zypern, könnte der dritte WM-Lauf ein weiterer Meilenstein in seiner bislang einzigartigen Karriere sein. Er könnte auf der Mittelmeerinsel sein goldenes Jubiläum mit dem 50. Laufsieg feiern.

Die Hersteller-WM hat für Zypern Zuwachs bekommen. Nach den gelockerten Registrierungsbestimmungen, das ab sofort den Hersteller-Teams (früher M2-Teams) auch die WM-Teilnahme nur eines Fahrzeugs erlaubt, bislang waren wie bei den Werksteams zwei Fahrzeuge bei mindestens acht Läufen für die WM-Nominierung vorgeschrieben, geht erstmals in dieser Saison das argentinische Munchi’s Team mit einem Ford Focus WRC an den Start. Pilot ist der siebenmalige argentinische Meister Federico Villagra, schon 2008 für dieses Team in der WM am Start, mit seinem Beifahrer Jorge Perez Companc, dem Bruder des millionenschweren Teameigner Luis Perez Companc. Dies bedeutet, dass ab Zypern für die Hersteller-WM nun fünf statt bisher Teams punkteberechtigt sind.

Neben den für die Hersteller-WM genannten Teams wird der WRC-Kader mit Petter Solberg bei seinem zweiten privaten Einsatz nach Norwegen im von seinem eigenen Team eingesetzten schon etwas betagten Citroën Xsara WRC, den übrigens Loeb bei seinem letzten Zypern-Sieg 2006 pilotierte, ergänzt, wie auch durch Sébastien Ogier im aktuellen Citroën C4 und Al Qassimi im dritten Ford Focus des englischen WM-Teams. Damit haben zwölf World Rally Cars genannt.

Um drei Teams stärker ist das Aufgebot beim zweiten Lauf zur Produktionswagen-WM (PWRC). Als Auftaktsieger und damit als Tabellenführer bestreitet der Red Bull-Junior Patrik Sandell seinen zweiten Rallyestart im Skoda Fabia S2000. Seine Chancen auf die Verteidigung der WM-Führung stehen gut, weil der Tabellenzweite Eyvind Brynildsen auf Zyern nicht startet. Der WM-Dritte Martin Prokop sucht hingegen in der Junior-WM seine Chance. Direkter Kontrahent im der PWRC ist damit der portugiesische WM-Vierte Armindo Araujo im seriennahen Mitsubishi Lancer.

Einem Armutszeugnis gleich ist das Aufgebot beim zweiten Lauf zur Junior-WM. Nur drei der acht eingeschriebenen Piloten sind auf Zypern am Start. Der letztjährige Vize-Champion Aaron Burkart, Auftaktsieger in Irland, bestreitet auf Zypern seinen zweiten Start im Suzuki Swift S1600. Im Kampf um die WM-Führung muss er sich auch diesmal mit dem WM-Zweiten Martin Prokop im Citroën C2 S1600 messen. Erstmals in diesem Jahr tritt der Pole Michal Kosciuszko, 2008 WM-Fünfter, in einem weiteren Suzuki Swift S1600 an.

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