Sechster Argentinien-Sieg für Weltmeister Loeb

Von Toni Hoffmann
WRC
Loeb - mit Glück zum Sieg

Loeb - mit Glück zum Sieg

Sébastien Ogier verspielte in Lateinamerika mal wieder durch einen Fahrfehler den nahen Sieg, den am Ende Sébastien Loeb erbte.

Sébastien Loeb bleibt der Rallye-König von Argentinien. Trotz einer Strafminute hat der 37-jährige Weltmeister zum sechsten Mal die Rallye im Land der Gauchos gewonnen. Nach 19 Prüfungen konnte sich Loeb bei seinem dritten Saisonsieg und dem 65. Gesamttriumph im Citroën DS3 knapp um 2,3 Sekunden gegen den Ford-Piloten Mikko Hirvonen durchsetzen.

Der Titelverteidiger und Tabellenführer profitierte allerdings vom Pech seines führenden Teamkollegen Sébastien Ogier, der sich auf der zweiten Prüfung am Sonntag kurz überschlug und etwas später die Führung wegen einer defekten Servolenkung an Loeb abgeben musste. Der zweifache Saisonsieger Ogier rutschte mit einem Rückstand von 7,2 Sekunden auf den dritten Rang ab. Vierter wurde der Norweger Petter Solberg (32,5 Minuten zurück), der im privaten Citroën DS3 die «Powerstage» vor Hirvonen und Loeb gewann.

Der siebenfache Rekord-Champion Loeb baute seine Führung in der Gesamtwertung auf 126 Punkte und zu einem Vorsprung von 13 Zählern auf Hirvonen aus. Titelverteidiger Citroën erhöhte mit seinem 75. Gesamtsieg seine Markenführung auf 207 Punkte und lag nach dem sechsten WM-Lauf 35 Punkte vor Verfolger Ford.

«Das ist einfach unglaublich. Wir dachten, unsere Siegchancen seien dahin», freute sich Loeb im Ziel in Carlos Paz. «Unsere Rivalen bekamen Probleme und vielleicht haben wir deswegen die Rallye gewonen. Wir hatten einen harten Kampf mit Mikko, Jari-Matti und meinem Teamkollegen. Es ist sehr schwer, hier durchzukommen. Und das hier war etwas, was wir so nicht erwartet hatten.»

Hirvonen schrieb den verpassten zweiten Saisonsieg seinen eigenen Fehlern zu: «Ich machte zu Beginn einige Fehler. Ich wusste, dass es nicht reichen würde. Nun sind wir aber auf dem Podium. Es war wirklich ein schwieriges Wochenende.»

Frust statt Freude am Ende für Ogier. «Ich habe am Ende wirklich alles versucht, was ich noch machen konnte, aber es war einfach zu schwierig, das Auto zu fahren. Mein heutiger Fehler war, dass ich eine Kurve zu viel geschnitten habe, weswegen wir uns kurz überschlagen haben. Das hat uns den Sieg gekostet.»

Den dritten Lauf zur Produktionswagen-WM gewann mehr als eindeutig der junge Neuseeländer Hayden Paddon mit einem Vorsprung von 7:50,2 Minuten auf seinen schwedischen Subaru-Kollegen Patrik Flodin und bereits 13.26,9 Minuten auf den polnischen Mitsubishi-Fahrer Michal Kosciuszko.

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