Abbring holt für VW Klassensieg in Wales

Von Toni Hoffmann
WRC
Sepp Wiegand in Wales

Sepp Wiegand in Wales

Kevin Abbring holt beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft den Klassensieg, Sepp Wiegend muss wegen Erkrankung von Timo Gottschalk aufgegeben.

Bei der Rallye Grossbritannien in Wales beeindruckte der Niederländer Kevin Abbring mit Beifahrerin Lara Vanneste als Sieger in der S2000-Wertung und sorgte als Zwölfter der Gesamtwertung für das bisher beste Ergebnis des Volkswagen-Teams. Der deutsche Nachwuchsfahrer Sepp Wiegand mit Dakar-Sieger Timo Gottschalk als Co-Pilot musste den 13. Lauf zur FIA-Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) vorzeitig beenden, nachdem er lange Zeit auf dem dritten Platz in seiner Klasse gelegen hatte.

«Die Rallye Grossbritannien zählt mit schnellen Schotterpisten und dem unberechenbaren Wetter zu den grössten Herausforderungen der Rallye-WM. Kevin Abbring hat mit seiner Co-Pilotin Lara Vanneste unter diesen schwierigen Bedingungen einen sehr starken Eindruck hinterlassen», zeigte sich Volkswagen-Motorsport-Direktor Kris Nissen zufrieden. «Aber auch Sepp Wiegand hat uns überzeugt. Er hat sich im Lauf des Wochenendes kontinuierlich gesteigert und sein Talent unter Beweis gestellt. Wir werden beide Fahrer weiter beobachten.»

Beim vierten Testeinsatz über insgesamt 354 Kilometer Wertungsprüfung schickte das Volkswagen-Werksteam wieder zwei Fabia S2000 der Konzernmarke Škoda über die Startrampe, um die jungen Talente zu sichten. Ab 2013 wird Volkswagen mit dem Polo R WRC in der Königsklasse des Rallyesports antreten, der parallel entwickelt wird. Nissen: «Die ersten Rallye-Einsätze in Finnland, Deutschland, Spanien und Grossbritannien haben uns im Hinblick auf den WRC-Einstieg 2013 wichtige Erkenntnisse gebracht, was den Einsatz der Fahrzeuge, die Organisation des Teams und die damit verbundene Logistik angeht.»

Den 270 PS starken Fabia S2000 mit Allrad-Antrieb pilotierte Kevin Abbring (22) gemeinsam mit seiner belgischen Co-Pilotin Lara Vanneste (21) auf den ersten Platz in der S2000-Wertung. In der Gesamtwertung der Rallye Grossbritannien belegten beide einen hervorragenden zwölften Rang. Der junge Niederländer verlor lediglich nach der elften Etappe im starken Nebel kurzzeitig die Führung in der Klasse. «Ich bin sehr glücklich. Das Auto hat super funktioniert und eine sehr gute Balance, was auf dem rutschigen Untergrund wichtig war. Ich habe gespürt, dass mir das Team Vertrauen entgegenbringt, und ich hoffe, dass ich sie nicht enttäuscht habe. Es ist eine tolle Chance, in so einem professionellen Team wie Volkswagen zu fahren.»

Pech hatte die deutsche Paarung Sepp Wiegand (20) und Co-Pilot Timo Gottschalk (37). Fünf Wertungsetappen vor Schluss war die Rallye für das Auto mit Startnummer 57 am Sonntagmorgen vorzeitig beendet. Dakar-Sieger und Rallye-Routinier Timo Gottschalk musste mit schweren Magenkrämpfen nach der ersten Tagesetappe aufgeben. Trotz des vorzeitigen Endes war Wiegand, der erst vor einem Jahr von Motocross auf Rallye-Sport umgestiegen ist, mit seinem ersten Einsatz bei einer Schotter-Rallye zufrieden. «Für mich war es die schwerste Rallye, die ich bisher gefahren bin», gab der junge Deutsche hinterher zu. «Nebel, Matsch, dazu ständig wechselnde Bedingungen – die Strecke ist extrem anspruchsvoll.»

Lob gab es auch vom Dakar-Sieger und Co-Piloten Gottschalk: «Sepp muss natürlich noch viel lernen, aber er lernt sehr schnell. Am Ende waren wir von den Zeiten her nicht weit von den Top-Fahrern in der Klasse entfernt. Er besitzt viel Talent, das steht fest. Besonders wenn man berücksichtigt, dass er erst seit einem Jahr Rallye fährt. Schade bloss, dass wir das Ziel nicht erreicht haben.»

Als nächstes ist der Einsatz des Volkswagen-Werksteam mit zwei Fabia S2000 der Konzernmarke Škoda bei der legendären Rallye Monte Carlo (18.–22. Januar 2012) geplant, die nach 2009 erstmals wieder im WM-Kalender auftaucht.

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