Michelin mit neuem Winterreifen

Von Toni Hoffmann
WRC
Michelin X-Ice North

Michelin X-Ice North

Michelin, Reifenausrüster der Top-Teams in der Rallye-Weltmeisterschaft, bringt einen neu entwickelten Reifen zum schwedischen Winter-Klassiker.

Die Hauptakteure, Rekordweltmeister Loeb und seine Konkurrenten, verlassen sich bei ihren artistischen Manövern auf die mit jeweils 384 Spikes bestückten Pneus von Reifenpartner Michelin. Die französische Premiummarke rüstet die Top-Teams der Rallye-WM mit dem neuen Michelin X-Ice North 2 WRC aus – einer Weiterentwicklung des erfolgreichen Michelin X-Ice North, mit dem Jari-Matti Latvala im vergangenen Jahr die Rallye Schweden gewann. Der neue Spikereifen ist bei diesem Event extremen Belastungen ausgesetzt: Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius, mit Schnee und Eis bedeckte Schotterwege und sehr hohe Geschwindigkeiten.

Als Vorbereitung auf den anspruchsvollen WM-Lauf sowie zur Weiterentwicklung der Pneus absolvierte Michelin mit seinen Partnerteams im Vorfeld des zweiten Saisonlaufs ausgiebige Testfahrten in Schweden. Das Ergebnis: Im Vergleich zum Vorgänger bietet die aktuelle Evolutionsstufe des Michelin X-Ice North noch mehr Grip und zeichnet sich durch eine nochmals verbesserte Widerstandsfähigkeit aus. Denn gemäss der aktuellen WM-Regularien steht den Priority 1- und -2-Fahrern ein kleineres Reifenkontingent zur Verfügung als noch im vergangenen Jahr. Die Konsequenz: Die Pneus müssen noch robuster sein. Den Ingenieuren von Michelin gelang es, sowohl die Eigenschaften der Lauffläche als auch die Haltbarkeit der insgesamt 20 Millimeter langen Wolfram-Spikes zu optimieren. Während das Profil des Reifens dafür verantwortlich ist, den losen Schnee von der Lauffläche abzutransportieren, verbeissen sich die Spikes – die bei der aktuellen Generation 6,5 Millimeter aus dem Reifen herausragen – in den eisigen Untergrund.

«Bei der Entwicklung des Michelin X-Ice North 2 haben wir sowohl das Profil als auch die Spikes verändert», erklärt Nicolas Goubert, Technischer Direktor Motorsport bei Michelin. «Reifen mit einem eher offenen Profil können mehr Schnee beiseiteschaffen. Auf der anderen Seite sind die Profilblöcke dadurch anfälliger für Beschädigungen durch Steine und nutzen sich schneller ab. Ein sehr flexibles Profil beeinträchtigt ausserdem die Fahrstabilität der Autos.»

Die Entwicklungsmannschaft von Michelin tüftelte mehrere Monate, um das optimale Gesamtpaket zu schnüren. Ergebnis: Die neue Profilanordnung weist sowohl bei der Steifigkeit der einzelnen Profilblöcke als auch beim Verhältnis von Negativ- zu Positivprofil einige innovative Lösungen auf. «Darüber hinaus veränderten wir die Dimensionen», so Goubert. «Zum Vergleich: Bei der letztjährigen Ausgabe der Rallye-Schweden hatten unsere Spike-Reifen noch das Format 17/65-15, in diesem Jahr beträgt die Reifengrösse 15/65-15.»

Auch die Länge der Spikes sowie das verwendete Metall standen auf dem Prüfstand. Die Ausgangslage: Je weiter ein Spike aus dem Profilblock herausragt, umso mehr Grip erzeugt er auf Eis und festem Schnee. Im selben Mass steigt aber die Gefahr, dass der Metallstift aus dem Gummi herausgerissen wird. Denn jedes Mal, wenn ein Spike den Boden berührt, wird er mit der Masse der kompletten Radlast umgeknickt. „Stehen längere Schotterpassagen an, werden sehr lange oder sehr weiche Spikes schneller abgerissen oder beschädigt als kürzere aus härterem Metall“, beschreibt Nicolas Goubert die Herausforderung. «Beim Michelin X-Ice North 2 haben wir konsequent an dem herausstehenden Stück der Spikes und an ihrem Material gearbeitet. Sie sind jetzt haltbarer als zuvor, ohne dass wir dafür Grip opfern mussten.» Voriges Jahr ragten die Metallstifte noch sieben Millimeter aus den Pneus, jetzt sind es 6,5 Millimeter.

Der neue Michelin X-Ice North 2 steht den von Michelin ausgerüsteten WRC-Teams zur Verfügung, darunter auch die Werksmannschaften von Citroën und Newcomer Volkswagen. Jeder Fahrer kann sich dabei aus einem Kontingent von 32 Reifen bedienen. Insgesamt bringt Michelin 900 Exemplare für die WRC-Starter nach Schweden.

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