Stimmen der VW-Piloten vor der Rallye Portugal

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier

Sébastien Ogier

Die drei Volkswagen-Piloten Jari-Matti Latvala, Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen äußern sich zum vierten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2013.

Jari-Matti Latvala, Polo R WRC #7:
«Ich war in Portugal häufig schnell unterwegs, aber mein bestes Ergebnis ist der dritte Platz von 2011. Ich hoffe, dass es mir in diesem Jahr gelingt, sauber durchzukommen und um einen Platz auf dem Podium zu kämpfen. Das Potenzial dazu hat der Polo R WRC auf jeden Fall. Das haben Sébastiens Siege in Schweden und Mexiko gezeigt. Für mich waren die ersten drei WM-Läufe etwas schwierig, leider lief es noch nicht ganz rund. Ich habe einfach Zeit gebraucht, um mich an das Auto zu gewöhnen. Doch auf der Power Stage in Mexiko hatte ich das notwendige Vertrauen ins Auto – und dieses gute Gefühl hat sich bei den Testfahrten in Portugal gefestigt. Die Rallye Portugal ist für ihre ‚blinden Kuppen‘ bekannt, die wirklich etwas ganz Besonderes sind. Wenn man auf eine dieser Kuppen zufährt, muss man auf der Hut sein, denn man kann nicht sehen, ob danach eine Links- oder eine Rechtskurve folgt. Deshalb ist es auch so wichtig, bei der Recce vor der Rallye sehr präzise vorzugehen, damit der Aufschrieb absolut unmissverständlich ist.»

Sébastien Ogier, Polo R WRC #8:
«Mir geht’s schon besser, nachdem ich in der vergangenen Woche krankheitsbedingt geschwächt war. Den Fafe Rallye Sprint abzusagen ist mir gerade wegen der vielen begeisterten Fans schwergefallen, aber es war die richtige Entscheidung, um mich richtig erholen zu können. Ich bin zuversichtlich für die Rallye Portugal, denn in Mexiko haben wir gesehen, dass der Polo R WRC auch auf Schotter konkurrenzfähig ist – das ist wichtig. Die kommende Rallye ist als weitere Standortbestimmung besonders interessant, weil wir dort die Bedingungen vorfinden, die in der Rallye-Weltmeisterschaft am häufigsten vorkommen: harter Schotter und Etappen, die nicht weit über Meereshöhe ausgetragen werden. Doch die Rallye Portugal hat zwei Gesichter. Wenn es dort trocken ist, ist der Untergrund sehr hart und bietet viel Grip. Aber wenn es regnet, wird der Boden sehr weich und matschig und bietet nur sehr wenig Haftung. Das haben wir im vergangenen Jahr erlebt – und dann macht es nicht besonders viel Spaß, dort zu fahren. Mir ist es wesentlich lieber, wenn es trocken ist. Charakteristisch für die Wertungsprüfungen in Portugal sind die vielen Kuppen und Sprünge, auf die oft schnelle Kurven folgen, die man vorher nicht einsehen kann. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Portugal an unsere zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen können, denn ich mag die Rallye einfach sehr. Sie ist eine meiner Lieblingsrallyes. Dort habe ich 2010 meinen ersten Sieg in der Rallye-WM gefeiert und 2011 konnte ich dort erneut gewinnen. Es ist also die bislang einzige WM-Rallye, die ich schon zweimal in meiner Karriere gewonnen habe.»

Andreas Mikkelsen, Polo R WRC #9:
«Ich kann den Start der Rallye Portugal kaum erwarten. Das wird zwar meine erste Rallye mit dem Polo R WRC sein, aber ich habe bereits im vergangenen Jahr einige Einsätze mit Volkswagen bestritten und bin bereits vollständig ins Team integriert. So richtig neu wird für mich also nur der Wettbewerb mit einem aktuellen World Rally Car sein. Nach zwei erfolgreichen Jahren in der IRC fühle ich mich jedoch bereit für den Aufstieg in die Rallye-WM. Die Rallye Portugal gehört meiner Meinung nach zu den schwierigsten im Rennkalender. Es gibt dort viele ‚blinde‘ Passagen und das Gripniveau ist relativ niedrig. Zum letzten Mal bin ich dort 2007 gefahren, deshalb wird es für mich praktisch eine neue Veranstaltung sein. Ich hatte im vergangenen Jahr das große Glück, an der Recce teilnehmen zu dürfen. Von daher weiß ich schon ein wenig, was mich erwartet. Trotzdem wird es für mich sicherlich eine der schwierigsten Rallyes des Jahres. Da gilt es, keine Fehler zu machen und jeglichen Zwischenfällen aus dem Weg zu gehen. Wir wollen ins Ziel kommen und so viel wie möglich lernen. Bei den anschließenden Rallyes können wir uns dann darauf konzentrieren, schneller zu werden.»

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