Götterdämmerung bei Citroën

Von Toni Hoffmann
WRC
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Der Marken-Weltmeister und Tabellenführer Citroën muss zur Halbzeit der Rallye Akropolis einen Totalausfall melden.

Im Land der Götter herrschte zur Halbzeit der Rallye Akropolis im Citroën-Lager tiefste Götterdämmerung. Der Titelverteidiger und Tabellenführer in der Hersteller-WM musste den ersten Totalausfall seit dem offiziellen WM-Einstieg melden. Nach «Rock and Roll» von «Super-Champ» Sébastien Loeb, der nun wirklich nicht super war, auf der ersten Samstag-Prüfung, blieb sein auf Rang zwei liegender Teampartner Dani Sordo zwei Entscheidungen später mit einem Aufhängungsschaden liegen.

Der Ausspruch der Konkurrenz «Loeb kann sich nur selbst schlagen» wurde am Samstagmorgen für den 52fachen Rekordsieger, der 2005 und 2008 den griechischen Schotterklassiker gewonnen hatte, bittere Wahrheit. Als Gesamtdritter traf er acht Kilometer nach dem Start der Prüfung einen dicken Stein und rollte sich mit mehreren Überschlägen aus der Rallye. «Es war mein Fehler. Es passierte, als wir mit grosser Geschwindigkeit in eine Rechtskurve bogen», erklärte Loeb sein Missgeschick. «Wir waren zu weit draußen und trafen in einer Linkskurve mit dem Vorderrad einen dicken Stein. Wir flogen durch die Luft. Das Auto überschlug fünf bis sechs Mal. Das Auto ist zerstört. Keine Chance auf einen Re-Start morgen. Die Rallye ist vorbei. Wir sind okay, das nun das Wichtigste.» Für Loeb, der die ersten fünf Rallyes der Saison gewonnen hatte, war dies sein erster Ausfall seit Schweden 2008.

An der Spitze konnte der Vize-Champion und WM-Zweite Mikko Hirvonen im Ford Focus seine Führung stärker ausbauen. Sein neuer Verfolger ist der letztjährige Junior-Weltmeister Sébastien Ogier im Citroën C4 mit einem Rückstand von 1:26,8 Minuten. Allerdings ist dieser Platz nicht bestätigt. Petter Solberg, der als Dritter Sordo in der neunten Prüfung folgte, erhielt am Sordo-«Parkplatz» die gelbe Flagge gezeigt und soll von den Streckenfunktionären angewiesen worden sein, mit normalen Tempo die Prüfung zu beenden. Dieser Anweisung folgend verlor Solberg dort 3.57,6 Minuten auf die zweite Bestmarke von Hirvonen. Er fiel vorerst mit einem Rückstand von 4:22,4 Minuten auf den neunten Platz zurück. Hinter Sordo reihte sich der Subaru-Privatfahrer Mads Östberg mit einem Rückstand von 2:44,5 Minuten auf dem dritten Platz im vorläufigen Zwischenklassement ein, bei dem sich Jari-Matti Latvala im Ford Focus inzwischen auf den vierten Platz (2:58,8 Minuten zurück) verbesserte. Nicht im griechischen Schotterrennen ist der zuvor auf Platz fünf liegende Henning Solberg. Er «parkte» in der neunten Prüfung seinen Stobart-Ford Focus mit der gleichen Diagnose wie bei Sordo.

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