M-Sport bereit für den skandinavischen Klassiker

Von Toni Hoffmann
WRC
Thierry Neuville

Thierry Neuville

Die drei Teams von Qatar M-Sport sind für den skandinavischen Klassiker beim achten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Finnland gut gerüstet.

finnische Rallye-Grand Prix über die Schotterpisten mit Waschbrett-Charakter ist der WM-Lauf mit höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den Prüfungen. Er stellt für Mensch und Material eine hohe Herausforderung dar. Die diesjährige Route über die welligen Schotterstrecken rund um Jyväskylä hat sich mit den Prüfungen «Torittu» und «Himos» etwas geändert.  

169 Kuppen in einer Prüfung

Der Schotter-Knaller ist und bleibt die berühmte Prüfung «Ouninpohja» mit der bekannten Rekord-Sprungkuppe. Das ist aber ist auf der 33 km langen Prüfung nicht die einzige Kuppe. Insgesamt geht es mit Höchstgeschwindigkeit auf der letzten Etappe am Samstag dort gleich zweimal über 169 Kuppen, eine einzige Herausforderung für die Piloten, die aber jeder gerne annimmt.  

Der allgemein bekannte «Schotter-Grand Prix» hat bislang ziemlich die Schotter gewohnten Skandinavier favorisiert. Das soll auch für Mads Östberg vom Team Qatar M-Sport in seinem Ford Fiesta RS WRC gelten. Bislang blieb aber dem Norweger ein Platz auf dem Podium verwehrt. Das aber soll sich in diesem Jahr ändern.  

Östberg nutzte die Sommerpause, um am schwedischen Lauf zur Rallycross-Europameisterschaft nähe der norwegischen Grenze zu starten. Danach ging es für ihn zum Testen nach Finnland. «Finnland ist eine ganz besondere Rallye, mit keiner anderen vergleichbar», meint Östberg. «Der Reiz der Geschwindigkeit und die Sprünge über die Kuppen ziehen jeden Fahren in ihren Bann. Während die anderen Schotterrallyes auf ziemlich engen Pisten ausgefahren werden, sind die Strecken in Finnland weit und man kann dort wirklich mit Höchstgeschwindigkeit pushen. In Norwegen haben wir einige Rallyes mit ähnlichen Eigenschaften. Daher hoffe ich, dass diese Kenntnis für mich ein Vorteil ist. Nach einem guten Test fühle ich mich gut vorbereitet.»  

Die sehr schnellen Prüfungen kommen dem eher furchtlosen Stil von Evgeny Novikov sehr entgegen. Er weiß, dass in Finnland die sehr präzisen Streckennoten, die ihm Ilka Minor vorbetet, ein wichtiger Faktor für ein gutes Ergebnis sind. «Ich mag diese Rallye mit den sehr vielen Zuschauern», führt Novikov an. «Dort ist die Streckenkenntnis ein äußerst wichtiger Faktor. Die Prüfungen sind sehr schnell. Man muss genau wissen, wie man in die Kurven kommt und auch wieder heraus. Daher müssen die Streckennoten und die Zusammenarbeit mit dem Beifahrer absolut stimmen.»  

Neuville - bester M-Sport-Pilot

Der Beste bei M-Sport ist Thierry Neuville. Mit seinen bislang drei Podiumsplatzierungen hat er den Sprung auf den dritten Tabellenplatz geschafft. Neuville nutzte die Pause zwischen Sardinien und Finnland, um mit dem neuen Ford Fiesta R5 als Vorausfahrzeug bei seinem belgischen Heimspiel in der Rallye-Europameisterschaft zu starten. «Letzte Woche hatten wir einen guten Test. Die zwei Tage zusammen mit Mads Östberg waren für mich sehr hilfreich», merkt Neuville an. «Ich gehe mit großer Zuversicht in Finnland an den Start. Das ist ein sehr schnelle Rallye mit den schönsten Kuppen und sehr vielen Zuschauern. Dort macht es richtig Spaß. Die Streckennoten sind dort extrem wichtig. Wir haben uns ein neues System ausgedacht. Inwieweit dies gut funktioniert, werden wir erst nach dem zweiten Durchgang der Prüfungen sehen können. Ich bin mir aber sicher, dass wir eine gute Pace zeigen werden.»  

In Finnland wird Elfyn Evans in der WRC2-Wertung mit dem neuen Ford Fiesta RS in der WM debütieren. Diesen hatte Evans zuvor in seiner walisischen Heimat bei der Rallye «Nicky Grist Stages» und in Estland zusammen mit dem Markko Märtin, dem Finnland-Sieger von 2003, getestet.      

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