Ogier übernimmt mit Mexiko-Sieg WM-Tabelle

Von Toni Hoffmann
WRC
Mexiko-Sieger Sébastien Ogier

Mexiko-Sieger Sébastien Ogier

Mit dem dritten Saisonstreich in Folge hat Volkswagen seine Vorherrschaft in der Rallye-Weltmeisterschaft weiter gefestigt.

Die «Blauen» aus Wolfsburg feierten bei der Rallye Mexiko den zweiten Doppelsieg in diesem Jahr. Weltmeister Sébastien Ogier beendete im VW Polo R WRC die dritte WM-Runde mit einem Vorsprung von 1:12,6 Minuten auf seinen Stallgefährten Jari-Matti Latvala. Mit seinem 18. Gesamtsieg übernahm der 30 Jahre alte Saisonauftaktsieger mit 63 Punkten vor Latvala (60 Zähler) wieder die Tabellenspitze.

«Ich habe keine Angst, beim nächsten Lauf in Portugal vorne zu sein. Mein Auto war perfekt. Nun habe ich meinen Fehler von Schweden korrigiert», kommentierte Ogier seinen zweiten Saisonsieg. «Das war eine gute Rallye für uns. Ich war in Mexiko noch nie Zweiter», meinte der entthronte Tabellenführer Latvala. Ogier gewann auch vor Latvala und Mikko Hirvonen im Ford Fiesta RS WRC die Power Stage.  

Vize-Champion Thierry Neuville erzielte mit dem dritten Platz (5:28,6 Minuten zurück) bei der Schotter-Premiere des neuen Hyundai i20 WRC das bislang beste WM-Ergebnis des im fränkischen Alzenau ansässigen Teams. Damit erreichte der südkoreanische Automobilhersteller seine erste Podiumsplatzierung in der Rallye-WM. «Das ist unglaublich für unser Team, bei der ersten Schotter-Rallye aufs Podium, und das bei der dritten Rallye im ersten Jahr. Man kann mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden sein», freute sich Neuville, der wie im Vorjahr, damals im Ford Fiesta RS WRC von M-Sport, den letzten Podestplatz ergatterte.  

Ebenfalls sein bestes WM-Resultat freute sich der viertplazierte Elfyn Evans (6:49,3 Minuten zurück) im besten Ford Fiesta RS WRC von M-Sport. «Wir haben hier große Fortschritte gemacht. Das kann uns in Portugal nur helfen», merkte Evans an. Sein Teamkollege Mikko Hirvonen kam nach seinem Pech am Pech auf den achten Endrang (Rückstand: 17:06,8 Minuten).  

In der Hersteller-Wertung baute der Titelverteidiger Volkswagen mit seinem 14. Triumph seine Spitzenposition auf 115 Punkte und zu einem Vorsprung von 55 Zählern auf Citroën aus. Kris Meeke sorgte mit einem Unfall auf der letzten Prüfung für eine Unterbrechung der Power Stage, auf der er ausschied. Damit holte das in letzten Jahren bis 2012 so erfolgreiche Zwei-Zacken-Team in der Hersteller-Wertung nur vier Punkte für den neunten Platz von Mads Østberg.  

rotz des schadhaften Frontantriebs am Ford Fiesta R5 in der Schlussphase konnte der Tabellenführer Yurij Protasov den Sieg in der WRC2-Wertung vor Lorenzo Bertelli (Ford Fiesta RRC) und Max Rendina im Mitsubishi Lancer retten.  

Stand nach 22 Prüfungen:

1. Ogier/Ingrassia (F) VW Polo R WRC, 4:27:41,8 h.
2. Latvala/Antilla (FIN) VW Polo R WRC, + 1:12,6 min.
3. Neuville/Gilsoul (B) Hyundai i20 WRC, + 5:28,6
4. Evans/Barritt (GB) Ford Fiesta RS WRC, + 6:49.3
5. Prokop/Tomanek (CZ) Ford Fiesta RS WRC, + 9:54,4
6. Guerra/Rozada (MEX/E) Ford Fiesta RS WRC, + 12:57,6
7. Atkinson/Prévot (AUS/B) Hyundai i20 WRC, + 15:15,4
8. Hirvonen/Lehtinen (FIN) Ford Fiesta RS WRC, + 17:06,8
9. Østberg/Andersson (N/S) Citroën DS3 WRC, + 25:41,6
10. Protasov/Cherepin (UK) Ford Fiesta R5, + 28:18,2  

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