Ziel von Ilka Minor in Polen: Bestes Privatteam

Von Toni Hoffmann
WRC
Henning Solberg/Ilka Minor auf Sardinien

Henning Solberg/Ilka Minor auf Sardinien

Beim Comeback der Rallye-Weltmeisterschaft in Polen warten viele neue Schotterprüfungen auf Henning Solberg und Ilka Minor.

Am kommenden Wochenende werden Henning Solberg und Ilka Minor wieder versuchen, als bestplatziertes Privatteam möglichst viele WM-Punkte einzuheimsen - heuer sind die beiden bei jeder ihrer absolvierten WM-Rallyes in den Punkterängen ins Ziel gekommen. Zuletzt, auf der Insel Sardinien, musste das norwegisch-österreichische Duo sogar vier Kilometer lang ohne Bremse auskommen. Ilka Minor schätzt, dass man dabei knapp eine Minute verloren hat. Etwas mehr als eine Minute hat am Ende auf Martin Prokop gefehlt, der auf Sardinien als bester Privatier direkt vor Solberg/Minor Platz sechs belegen konnte.

Recce-Videos  

Bei der bevorstehenden Rallye Polen werden die Karten wieder neu gemischt. Die Rallye war zuletzt im Jahr 2009 im WRC-Kalender zu finden. Viele Rallyefans werden sich an jene dramatischen Momente erinnern, als Jari-Matti Latvala auf der abschließenden Zuschauerprüfung all seine Chancen zunichte machte.  

Diesmal werden zu einem großen Teil neue Schotter-Sonderprüfungen in Angriff genommen, zwei der neuen Sonderprüfungen werden in Litauen gefahren, die restlichen Prüfungen stehen in Polen auf dem Programm. Von allen Streckenteilen gibt es für die Piloten Besichtigungs-Videos, Ilka Minor hat diese bereits studiert und erklärt: «Die Prüfungen in Polen sind breit, schnell und sandig – jene in Litauen hingegen sind schmal und führen durch Waldgebiete.»  

Minor über Robert Kubica: «Ein lockerer Typ»  

Dass Polen wieder in den WM-Kalender zurückkehrt, hat wohl auch etwas mit dem großen Nationalhelden zu tun, mit Robert Kubica. 2009 galt er noch als große Formel 1-Hoffnung – doch dann kam der schwere Rallye-Unfall Anfang 2011. Damals musste Kubica rund 20 Operationen durchstehen, die Rehabilitation dauerte länger als ein Jahr.  

2012 erklärte Formel 1-Pilot Fernando Alonso, ein guter Freund von Kubica, dass der Pole noch nicht in der Lage sei, mit seiner verletzten Hand ein Glas Milch auszutrinken. Am gleichen Tag hieß es aber auch, Kubica habe bereits wieder sein privates World Rally Car pilotiert. Welche der beiden News sei nun richtig, rätselte man damals. Bezeichnend: Beide haben gestimmt.  

Ilka Minor sagt: «Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hart so eine Reha sein kann – nach meinen Wirbelbrüchen musste ich die Rückenmuskulatur wieder aufbauen, nur: Das ging in drei Monaten – was Robert durchmachen musste, kann also selbst ich nur erahnen. Ich mag Robert als Mensch und Pilot sehr – er ist ein lockerer Typ, wir plaudern immer wieder. Er hat gelernt, mit seinem Handicap umzugehen, er lenkt mit einer Hand und ist dabei auch noch sagenhaft schnell unterwegs.»  

Im Rallycross-Fieber  

Schnell unterwegs war auch Henning Solberg am vorigen Wochenende, als der Norweger wieder bei einem Lauf zur Rallycross-Weltmeisterschaft sein Glück versuchte – bei seinem Heim-Event im norwegischen Hell pilotierte Solberg einen Saab des Teams von Per Eklund.  

Ilka lacht: «Nicht unbedingt das schönste Auto im Feld – aber Henning ist wieder sehr gut gefahren, ich habe über einen Livestream mitgefiebert. Henning hätte sogar Dritter werden können, doch dann ist leider etwas im Auto gebrochen, so wurde es Platz fünf. Für uns ist es wichtig, dass Henning in Schuss bleibt. Auf Sardinien war er topfit, wir freuen uns beide schon sehr auf die Rallye Polen.» Erneut werden Henning Solberg und Ilka Minor ein Ford Fiesta World Rally Car pilotieren.

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