Bye Bye Mikko Hirvonen

Von Toni Hoffmann
WRC
Beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft nächste Woche in Wales bestreitet Mikko Hirvonen seinen letzten WM-Lauf.

«Näkemiin Mikko» - Hirvonen dankt am 16. November 2014 in walisischen Llandudno nach 13 Jahren in der Königsklasse ab. Dann hat er bei der Zielankunft der Rally Wales/GB im Ford Fiesta RS WRC seine letzte WM-Rallye bestritten. Vor dem Finale liegt er mit 108 Punkten auf dem vierten WM-Rang. In Frankreich hat er Anfang Oktober einen Abschied in diesem Jahr noch dementiert.

«Der Rallyesport war immer ein Teil meines Lebens», sagte der 34-Jährige. «Ich habe in diesem Sport wirklich jede Minute genossen. Mein Kalender war immer voller Termine. Ich bin mehrmals um die ganze Welt gereist, mit sehr vielen Erinnerungen. Nun aber möchte ich mich aber auf andere wichtige Dinge in meinem Leben wie auf meine Kinder, auf meine Familie konzentrieren und mehr Zeit mit ihnen verbringen. Außerdem gibt es noch viele andere Dinge, die ich auch einmal machen möchte.»  

Hirvonen war in der WM bei 162 Rallyes am Start, erzielte dabei 15 Siege, 68 Podiumsplatzierungen, fuhr 1192 WM-Punkte ein und gewann 257 Prüfungen. Ein Ziel hat aber nicht erreicht, die WM-Krone. Dafür stand ihm fast immer der übermächtige Sébastien Loeb im Weg. Er hält aber mit vier Vize-Weltmeisterschaften einen Rekord.  

Hirvonen begann seine Motorsport im Rallycross. Dann wechselte er auf die Rallyepisten und 2002 Finnischer Meister. Sein WM-Debüt erfolgte, wo auch sonst, beim WM-Heimspiel in Finnland 2002, wo er den 21. Gesamtrang belegte. Ein Jahr später saß er im Werks-Ford Focus WRC. Mit dem Ford-WM-Team von M-Sport unter Malcolm Wilson hatte er eine sehr enge Verbindung. Von 2003 bis 2011 saß er in einem Werks-Ford. Dann wechselte für zwei Jahre zum Konkurrenten Citroën, allerdings noch stark im Schatten von Sébastien Loeb. 2012 gewann er im Citroën DS3 WRC nach dem Ausfall von Loeb auf Sardinen seine einzige Rallye in einem Nicht-Ford-Auto. Es war auch der letzte seiner 15 Erfolge. Bei Citroën wurde er nie richtig glücklich. Daher ging er in diesem Jahr wieder zurück zu M-Sport, konnte aber an die frühere erfolgreiche Zeit dort nicht mehr anknüpfen. Sein ständiger Begleiter auf dem Beifahrersitz war seit Beginn Jarmo Lehtinen, mit dem ihn eine sehr innige Freundschaft verbindet.  

Was er nach seinem WM-Abschied machen wird, steht noch nicht fest. «Es gibt noch so viele Bereiche, die ich noch nicht kenne, die aber gerne einmal ausprobieren möchte. Ich liebe den Motorsport und der Rallyesport ist nicht alles für mich», erklärte er. «Ich werde mich auch einmal bei anderen Motorsport umschauen. Und falls da etwas für mich dabei ist, werde ich zugreifen, dann aber mehr aus Spaß am Fahren».  

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