Rallye Polen: Vorteil Andreas Mikkelsen

Von Toni Hoffmann
WRC
Andreas Mikkelsen führt in Polen

Andreas Mikkelsen führt in Polen

Andreas Mikkelsen hat die Vormittagsschleife am Freitag beim siebten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Polen als Spitzenreiter beendet, Kampf um die Spitze leicht entschärft.

Im VW Polo R WRC lag der Tabellendritte 2,6 Sekunden vor dem Argentinien-Sieger Hayden Paddon im Hyundai i20 WRC und 6,0 Sekunden vor Ott Tänak im Ford Fiesta RS WRC, gefolgt mit 3,3 Sekunden Abstand vom dreifachen Champion Sébastien Ogier im VW Polo R WRC.

Die Masurischen Seenplatte scheint ein gutes Terrain für Mikkelsen zu sein. In den beiden letzten Jahren kämpfte er mit seinem VW-Kollegen Sébastien Ogier um den Sieg. Nun lief er nach fünf von 21 Schotterprüfungen in die Servicepause am Freitag als Spitzenreiter ein. Zuvor hatte er sich einen Kampf um die Führung mit Tänak geliefert.

«Die letzte Prüfung war nicht ganz perfekt», übte der Polen-Leader leichte Selbstkritik. «Aber der Vormittag war insgesamt nicht schlecht.»

«Von den Zeiten her ist es okay, wir sind an der Spitze dran», führte Paddon an. «Wir hatten die ganze Zeit ein starkes Untersteuern. Es gibt viele Dinge, dir wir für den Nachmittag verbessern müssen.»

Mit einem Lächeln im Gesicht kam Tänak in den Service. Nach der zweiten Entscheidung lag der Este beim polnischen Nachbarn kurz vorne. «Ich bin mit dem Vormittag ziemlich zufrieden. Am Ende war die Strecke sehr trocken und wir hatten nur wenig Grip. Für den Nachmittag müssen wir bei der Reifenwahl ein gutes Händchen haben», erklärte Tänak.

Wie üblich bei den Schotterrallyes musste der Titelverteidiger Ogier in seiner Funktion als Tabellenführer im VW Polo R WRC als erstes Fahrzeug auf die Piste und wieder einmal den Straßenfeger spielen und die Spur legen. «Die Pisten sind richtig trocken, wir rutschen ganz schön. Es war ziemlich schwierig. Wir hatten keine Chance, obwohl wir so wir konnten gekämpft hatten», sagte der frischgebackene Vater von Tim.

5,4 Sekunden hinter ihm reihte sich der Italien-Sieger und Auftaktleader Thierry Neuville im Hyundai im i20 WRC auf dem fünften Platz ein. «Alles okay so weit, aber wir müssen unsere vorderen Stossdämpfer checken. Ich hatte den Eindruck, das Auto fährt nicht richtig in einer Linie. Das müssen wir überprüfen», meinte Neuville.

Sein Teamkollege, der aktuelle Tabellenzweite Dani Sordo, der in Polen für das B-Team von Hyundai startet, fand noch nicht den richtigen Bezug zum i20 WRC. «Es läuft nicht rund. Wir kämpfen, aber wir kommen nicht auf gute Zeiten», merkte Sordo an, der mit einem Rückstand von 50,5 Sekunden auf dem elften Platz rangierte.

Stand nach der 5. von 21 Prüfungen:

1.    Mikkelsen/Jaeger (N), VW Polo R WRC, 30:55,1 min.
2.    Paddon/Kennard (NZ), Hyundai i20 WRC, + 2,6 sec.
3.    Tänak/Mölder (EE), Ford Fiesta RS WRC, + 6,0
4.    Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, + 9,3
5.    Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 WRC, + 14,7
6.    Latvala/Antilla (FIN), VW Polo R WRC, + 20,1
7.    Lefebvre/Moreau (F), Citroën DS3 WRC, + 20,2
8.    Breen/Martin (IRL/GB), Citroën DS3 WRC, + 23,8
9.    Camilli/Veillas (F), Ford Fiesta RS WRC, + 30,0
10.  Östberg/Floene (N), Ford Fiesta RS WRC, + 38,8

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