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12h Sebring: Peugeot-Doppelsieg

Von - 21.03.2010 03:33

Alex Wurz, Anthony Davidson und Marc Gené holen ersten Peugeot-Sieg in Sebring, Cytosport-Porsche RS Spyder in der LMP2 vorne, Risi-Ferrari gewinnt GT2.

Zu einem ungefährdeten Sieg in einem abgesehen von der Startphase sehr spannungsarmen Rennen fuhren Alex Wurz, Anthony Davidson und Marc Gené bei den 12h Sebring und sicherten Peugeot damit den ersten Triumph bei dem Langstreckenklassiker in Florida. Die befürchteten vielen Gelbphasen aufgrund der neuen Challenge-Klassen mit vielen unerfahrenen Fahrern blieben weitestgehend aus, nur vier Mal musste das Rennen mit dem Safety-Car unterbrochen werden.

Aufgrund einer unterschiedlichen Boxenstrategie wechselte die Führung zwischen den beiden Peugeot mehrfach, das bessere Ende hatten schliesslich Wurz/Davidson/Gené für sich, Bourdias/Minassian/Lamy wurden Zweite. Die Vorentscheidung kam 40 Minuten vor dem Rennende, als sich Sebastien Bourdais nach dem letzten Stopp auf kalten Reifen drehte, Wurz konnte seinen Vorsprung dadurch auf 20 Sekunden ausbauen.

Der Dreher von Bourdais und ein Kreisel von Davidson zu Rennbeginn waren die beiden einzigen aussergewöhnlichen Ereignisse im Peugeot-Lager, ansonsten liefen beide 908 über die 12h wie Uhrwerke.

Stefan Mücke wurde gemeinsam mit Adrian Fernandez und Harold Primat im Lola-Aston Martin mit drei Runden Rückstand auf das Diesel-Duo Dritter.

Zwei Jahre nach dem Gesamtsieg des Porsche RS Spyder gewannen Klaus Graf, Sascha Maassen und Greg Pickett im Cytosport-Porsche als Gesamtvierte die LMP2-Klasse. Der Highcroft-Honda von David Brabham, Simon Pagenaud und Marino Franchitti war zwar schneller als der Spyder, wurde allerdings durch Elektronikprobleme zurückgeworfen.

In der GT2-Klasse ging der Sieg an den Risi-Ferrari mit Pierre Kaffer, Jaime Melo und Gianmaria Bruni, der insgesamt vierte Triumph von Risi in Folge bei einem Langstreckenklassiker. Nach den frühen Rückschlägen der beiden Werks-Corvette (Kollision) und dem Flying Lizard-Porsche von Bergmeister/Long/Lieb (Reifenschaden) setzten die RLR-BMW den führenden Ferrari unter Druck. Das Risi-Trio konterte die BMW-Attacken jedoch in jeder Situation und fuhr kontrolliert zum Sieg. Dirk Werner/Bill Auberlen/Tom Milner zogen in der letzten Runde an ihren Teamkollegen Dirk Müller/Joey Hand/Andy Priaulx vorbei und wurden Zweite. Einen heissen Moment erlebte Scott Sharp zwei Stunden vor Rennende, als sein Extreme Speed-Ferrari auf der Gegengeraden Feuer fing und abfackelte, Sharp konnte dem Feuer unverletzt entkommen.

Der Sieg in den neuen Challenge-Klassen ging an Christophe Bouchut/Scott Tucker/Mark Wilkens (Level 5-Formula Le Mans) und an Butch Leitzinger /Leh Keen/ Juan Gonzales (Alex Job Racing-Porsche 997 GT3 Cup).
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