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Letztes Update 29.05.17 20:34:52
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Racing-Raritäten - Unser Foto-Spiel
Aus dem Archiv der Agentur LAT stellen wir jeden Dienstag-Morgen ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis.

Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der gleichen Woche, 24.00 Uhr.

Das Bild der Vorwoche (16. bis 21. Mai 2017):

Am Rätsel der Vorwoche haben sich zahlreiche Teilnehmer die Zähne ausgebissen: Zu sehen war der Monegasse Olivier Beretta bei der «Mount Stuart Classic» vom September 2003, auf der schottischen Insel Bute. Daher unser Hinweis «vom sonnigen Fürstentum Monaco sind wir sehr weit entfernt».

Der andere Hinweis bezog sich auf den Piloten: «Dieser Fahrer hat aus einem ganz bestimmten Grund beim Grossen Preis von Monaco Geschichte geschrieben.» Und zwar deshalb, weil Beretta der vorderhand letzte Monegasse ist, der bei seinem Heimrennen an den Start gegangen ist – Beretta wurde 1994 in einem Larrousse-Ford Achter, leider gab es damals nur für die ersten Sechs Punkte.

Beretta sass nur sechs Jahre nach seinem Kartdebüt 1983 schon im Formel-3-Renner, 1990 bestritt er die Formel-3-EM. Beim Formel-3-Klassiker in seiner Heimat Monaco liess er mit Rang 3 aufhorchen, doch ein Jahr später zog er sich beim gleichen Rennen einen Armbruch zu – längere Pause.

Für 1992 stieg Beretta in die Formel 3000 auf (heute Formel 2). Zählbare Ergebnisse blieben aus, die Fehlerquote im Auto von Piquet Racing war hoch. 1993 bei Forti Corse lief es besser: Pole-Position beim ersten Saisonrennen in Donington und Sieg. Am Ende des Jahres schaute Rang 6 heraus.

In der Formel 1 1994 fuhr Beretta solide, aber nicht auf dem Niveau seines Larrousse-Stallgefährten Érik Comas. Nach Ungern war das Sponsorgeld alle, und damit ging die Formel-1-Karriere des Monegasse punktelos zu Ende.

Im Sportwagen war Beretta weitaus erfolgreicher: Klassensieger 1999 und 2000 in Le Mans für ORECA, GT2-Meister im Team ORECA 1998 mit der Chrysler Viper, Gewinn der American Le Mans Series 1999 und 2000 mit Karl Wendlinger. Später folgten zahlreiche weitere Klassensiege als Corvette-Werksfahrer. Seit 2012 ist er Ferrari-Pilot  für AF Corse mit dem Ferrari 458 Italia GT2. Längst ist Beretta im GT-Sport ein verlässlicher Wert.

Das Mount Stuart Classic wurde vom früheren Formel-1-Fahrer Johnny Dumfries veranstaltet – in adeligen Kreisen besser bekannt als John Colum Crichton-Stuart, siebter Marquis von Bute. Seine Veranstaltung erhielt viel Kritik wegen mangelhafer Organisation und wurde nach zwei Ausgaben für 2004 gestrichen, wegen Streitigkeiten mit den Fährbetreibern. Weil die logistischen Probleme blieben, liegt die Veranstaltung von Dumfries seither auf Eis.

Als Johnny Dumfries bleibt der Edelmann auf der Rennpiste aus zwei Gründen in Erinnerung: Er fuhr 1986 in einem John Player Special-Lotus neben Ayrton Senna, weil sich der Brasilianer geweigert hatte, Derek Warwick als Stallgefährten zu akzeptieren.  Rang 5 in Ungarn war das beste Ergebnis von Dumfries, der WM-13. wurde. Dumfries gewann darüber hinaus 1991 mit Andy Wallace und Jan Lammers in einem Silk Cut-Jaguar das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Danach hängte er den Helm an den Nagel.

Ein Formel-1-Buch gewinnt Silvya Schnayder aus Böblingen, wir gratulieren!

Hier das neue Fotospiel (23. bis 28. Mai 2017):
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