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Letztes Update 17.01.18 22:33:40
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Racing-Raritäten - Unser Foto-Spiel
Aus dem Archiv der Agentur LAT stellen wir jeden Dienstag-Morgen ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis.

Bitte Name, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der gleichen Woche, 24.00 Uhr.

Das Bild der Vorwoche (9. bis 14. Januar 2018):

Die richtige Lösung: Zu sehen ist der Ferrari 512BB LM der beiden Franzosen Jean-Claude Andruet und Claude Ballot-Léna, die zusammen mit dem ebenfalls für den Wagen genannten Belgier Hervé Regout beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1981 Gesamtfünfte wurden und die Klasse IMSA GTX gewannen.

73 Fahrzeuge waren damals gemeldet, 55 nahmen das Rennen auf, 20 kamen ins Ziel. Vor 170.000 Zuschauern wurde das Feld vom FIA-Präsidenten Jean-Marie Balestre auf die 24-Stunden-Reise geschickt. Bei heissem Sommerwetter hatte der Porsche 936 von Jacky Ickx und Derek Bell die Nase vorn.

Das Rennen wurde von tödlichen Unfällen überschattet. Thierry Boutsen verlor die Kontrolle über sein Auto und krachte bei Mulsanne in die Leitschienen. Durch wegfliegende Teile wurden vier Streckenposten verletzt, zwei davon starben noch auf der Unfallstelle. Als das Rennen wieder freigegeben war, prallte der Rondeau von Jean-Louis Lafosse in die Leitplanken und war auf der Stelle tot. Zwei weitere Streckenposten wurden schwer verletzt. Vermutlich war am Rondeau die linke vordere Radaufhängung gebrochen.

Der abgebildete Ferrari, ein Sondermodell auf Basis des Serien-Ferrari 512 Berlinetta Boxe (daher BB), wurde schon beim 1978er Le-Mans-Rennen von Ferrari Frankreich (Pozzi) eingesetzt. Mit Werksunterstützung aus Maranello setzten auch die Generalimporteure aus Belgien (Ecurie Francorchamps) und Nordamerika (NART) Rennversionen des 512BB ein. Keiner dieser Wagen kam jedoch ins Ziel.

Daraufhin wurde bei Pininfarina eine Spezialkarosserie in Auftrag gegeben, dank welcher der Wagen auf den Le-Mans-Geraden bis zu 350 km/h erreichte. Die Erfolge der Wagen waren rar, der fünfte Platz von Andruet/Ballot-Lena/Regout war die beste Darbietung.

Claude Ballot-Léna (1936–1999) war ein Le-Mans-Urgestein. Als er 1989 zum 23. Mal in der Sarthe antrat, nahm er sich selber auf die Schippe: «Ich gehöre hier zum Inventar wie ein alter Werkzeugkasten.» Der französische Rennfahrer war ein echter Allrounder – Rallyes, Bergrennen, Langstrecke, Monoposti, sogar beim Daytona 500 trat der Haudegen an. Vier Mal gewann er die französische GT-Meisterschaft, einmal die GT-EM, mit Guy Chasseuil eroberte er 1969 den Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. 1983 holte er den Sieg in Daytona, in einem Porsche 935 zusammen mit Bob Wollek, A.J. Foyt und Preston Henn.

In Le Mans schaffte es Ballot-Léna nur einmal aufs Treppchen: 1977 als Dritter, zusammen mit dem US-Amerikaner Peter Gregg.

Jean-Claude Andruet, Jahrganz 1942, war ebenfalls vielseitig, mit Erfolgen auf der Rallyepiste und der Rundstrecke. 1973 gewann Andruet mit einer Alpine A110 die Rallye Monte Carlo, 1974 mit einem Lancia Stratos die Korsika-Rallye, 1977 triumphierte er bei der Rallye San Remo. 1970 wurde er Rallye-Europameister.

Hervé Regout aus Lüttich schaffte es im Einsitzer bis in die Aurora-Formel-1-Serie, das war Ende der 70er Jahre. Erfolgreicher war der Belgier im Sportwagen. 1987 wurde er mit Courage Gesamtdritter in Le Mans. Noch heute ist er bei historischen Rennen anzutreffen, wobei der 63jährige einen Porsche 962 bändigt.

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Hier das neue Fotospiel (16. bis 21. Januar 2018)
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