Speedway

Kai Huckenbeck fährt auch 2016 in Australien

Von - 18.11.2015 12:26

Kai Huckenbeck ist aus Australien zurück gekehrt. Der 22-jährige Werlter wurde Dritter beim «Darcy Ward Benefit Meeting» auf dem Gillman Speedway und erhielt auch für das Rennen Ende 2016 eine Einladung.

«Ich wäre gerne noch länger dort geblieben», gestand Kai Huckenbeck im Gespräch mit SPEEDWEEK.com, «das schöne Wetter, die sehr freundlichen Menschen und das ganze Urlaubsfeeling in Australien waren schon beeindruckend. Während bei uns in Deutschland Winter ist, kann man dort bei frühlingshaften Bedingungen Rennen fahren, besser geht es doch gar nicht.»

Ursprünglich wollte Kai Huckenbeck mit einem seiner Sponsoren und Freunden nur drei Wochen Urlaub in Australien machen und dabei auch bei der U21 Team-WM in Mildura zuschauen. «Als wir dann erfuhren, dass auf dem Gillman Speedway ein Benefiz-Meeting für den schwer verunglückten Darcy Ward stattfinden soll, haben wir den Veranstalter angeschrieben, ob noch ein Platz frei wäre. Die positive Antwort von Promoter Dave Parker kam prompt einen Tag später per E-Mail. So war ich drin im Feld.»

Mit auf die 25 Stunden lange Flugreise mit Zwischenstop in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, nahm Kai Huckenbeck außer seinen privaten Sachen nur seine persönliche Rennbekleidung. «Alles andere wurde mir dort gestellt», lobte der 22-Jährige die Bemühungen der Australier, «der Veranstalter sorgte für einen Mechaniker und von Leigh Adams bekam ich das Motorrad.»

Von Leigh Adams, der seit einem Unfall im Jahre 2011 mit einer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, war Huckenbeck besonders angetan: «Das ist ein absolut freundlicher, ruhiger und vor allem hilfsbereiter Mensch, einfach bewundernswert.»

Nach dem Rennen in Mildura waren für Kai Huckenbeck und seine Begleitung erstmal Ferien angesagt. «Wir haben uns Land und Leute rund um Adelaide angesehen, bei Sonnenschein und durchweg Temperaturen zwischen 30 bis 35 Grad und nur einem Regentag innerhalb von drei Wochen eine Klassezeit.»

Einen Tag vor dem Rennen sah sich die kleine deutsche Delegation aus dem Emsland auf dem Gillman Speedway um und sagte dem Promotor hallo. «Am Renntag stand dann alles bereit», erklärte Huckenbeck, der der einzige Deutsche im 16er-Feld war, «nach drei Runden Training eine halbe Stunde vor Rennbeginn ging es los. Anfangs war es schon komisch für mich, denn ich musste mich mit einem fremden Motorrad zurecht finden.»

Es klappte dann aber ziemlich gut, denn Kai Huckenbeck, vom Sprecher durchweg «Hackenbeck» genannt, qualifizierte sich mit drei Laufsiegen und elf Punkten direkt für das Finale. Hier fuhr der Australier Justin Sedgmen vor zirka 3500 Zuschauern erstmal ins Band, so dass der Werlter schon hier Platz 3 sicher hatte. So kam es dann auch im Rerun: Chris Holder gewann vor Troy Batchelor und dem Deutschen.

«Es hat Spaß gemacht dort zu fahren», so Huckenbeck im Nachhinein, «die Bahn war ziemlich griffig mit einer schönen runden Form. Und vor allem haben wir ziemlich gut für Darcy Ward gesammelt.»

Das Schicksal des zweifachen U21-Weltmeisters, der am 23. August im polnischen Grünberg schwer gestürzt war und seitdem querschnittsgelähmt ist, berührt auch Kai Huckenbeck. «Wenn man das sieht und hört, so ist das schon ein Schock und man denkt darüber nach. Aber im Rennen blende ich das aus, sonst könnte ich ja gar nicht fahren. Ich wünsche Darcy alles Gute.»

Auf jeden Fall hat Kai Huckenbeck für 2016 die Einladung vom Veranstalter, zur gleichen Jahreszeit am selben Ort wieder an den Start zu fahren. «Wenn es geht, bin ich wieder dabei.»

Nach der langen Flugreise über Malaysia nach Amsterdam kam Kai Huckenbeck recht gut erholt im heimischen Werlte an. «Der Flug hat mir nicht viel ausgemacht», lachte der Sunnyboy, «denn ich habe bestimmt zehn Stunden geschlafen.»

Am vergangenen Wochenende war Kai Huckenbeck bei der NBM-Feier in Vechta dabei und besuchte am Montag seinen Freund Josef Hukelmann am Krankenbett, der sich von den Folgen eines operativen Eingriffs erholt. «Jetzt bereite ich meine Motorräder für 2016 vor und kümmere mich um Verträge», blickt Kai Huckenbeck voraus.

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