Steckbrief

Nico Hülkenberg

Rennfahrer

Vorname: Nico
Nachname: Hülkenberg
Spitzname: The Hulk
Webseite: www.nicohulkenberg.net
Twitter: HulkHulkenberg
Nationalität: Deutschland
Geburtsdatum: 19.08.1987 in Emmerich, Deutschland (31 Jahre, 3 Monate und 21 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Monte Carlo
Größe: 184 cm
Gewicht: 74 kg
Hobbys: Montainbike, Lesen, Kart, Klettern
Lieblingssportart(en): Tennis
Lieblingsstrecke: Spa-Francorchamps, Monaco
Lieblingsspeise(n): Sushi
Lieblingsmusik: House

Nicolas «Nico» Hülkenberg begann seine Rennkarriere als Neunjähriger im Kartsport und wurde 2002 mit zehn Saisonsiegen Deutscher Juniorenmeister. Ein Jahr später sicherte er sich den Titel in der Deutschen Kartmeisterschaft (DKM).

2005 stieg Hülkenberg in den Formelsport auf und wurde mit acht Siegen bereits in seinem Debütjahr Meister der deutschen Formel BMW. 2006 fuhr er im deutschen Formel-3-Cup und feierte in seinem erst vierten Rennen den ersten Sieg. Im Winter 2006/2007 startete Nico Hülkenberg für das deutsche Team in der A1GP-Serie, in der er mit insgesamt neun Siegen ebenfalls den Meistertitel holte.

2007 ging es weiter in die Formel-3-Euroserie, in der er neben Romain Grosjean für das französische Meisterteam ASM startete und am Ende der Saison mit vier Siegen hinter seinem Teamkollegen Grosjean und Sébastien Buemi als bester Neuling Dritter wurde. Nach seinem Sieg beim Formel-3-Masters in Zolder durfte der Emmericher für Williams einen Formel-1-Boliden testen und wurde für 2008 als Testfahrer engagiert.

Neben seiner Tätigkeit als Ersatzfahrer bei Williams fuhr Nico Hülkenberg ein weiteres Jahr in der Formel-3-Euroserie und war nach sechs Siegen schon vor dem letzten Rennwochenende Meister, bevor er in Hockenheim Saisonsieg Nummer 7 herausfuhr.

2009 stieg Hülkenberg mit ART Grand Prix, jenem Team, mit welchem er in den beiden Jahren zuvor in der Formel 3 und bei vier Rennen der GP2-Asia-Serie gestartet war, in die GP2-Meisterschaft ein. Sein Teamkollege war der Venezolaner Pastor Maldonado. Nach zwei Podestplätzen in Monaco und Silverstone übernahm Hülkenberg am Nürburgring mit zwei Siegen die Führung in der Meisterschaft. Nach weiteren Siegen in Ungarn, Valencia und Portugal und drei Platzierungen auf dem Podium war er nach 20 Rennen mit 100 Punkten GP2-Champion.

Haben Sie es bemerkt? Hülkenberg ist in jeder Autosportkategorie, in welcher er angetreten ist, Champion geworden. Diese Serie sollte nun abreissen.

2010 nahm Williams Hülkenberg als Stammfahrer neben Rubens Barrichello unter Vertrag. In Malaysia, beim dritten Formel-1-Rennen, holte der Emmericher als Zehnter seinen ersten WM-Punkt. Bis zum nächsten Zähler musste er dann allerdings sieben Rennen warten. In Silverstone wurde Hülkenberg abermals Zehnter, zwei Rennen später, in Ungarn, erzielte er mit Platz 6 sein bestes Ergebnis der Saison. In Brasilien sorgte Nico Hülkenberg für eine Sensation, als er den Williams auf abtrocknender Strecke auf die Pole-Position stellte. Schon beim Start wurde er dann allerdings von Sebastian Vettel überholt und kam am Ende als Achter ins Ziel. Seine erste Saison in der Königsklasse beendete er als 14. der Fahrerwertung.

2011 übernahm Nico Hülkenberg bei Force India die Rolle des Testfahrers, nachdem Williams Pastor Maldonado engagiert hatte: Frank Williams musste ans Überleben seines Rennstalls denken und Mitgift dem puren Talent vorziehen.

Nach einigen Freitagseinsätzen beförderte ihn das Team aus Silverstone für 2012 zum Stammpiloten. Von den 20 Saisonrennen beendete er elf in den Punkterängen und verpasste in Belgien des Podium als Vierter nur knapp. Beim letzten Saisonrennen in Interlagos lag der Force-India-Pilot im Regen sogar rundenlang in Führung, bekam nach einer Kollision mit Lewis Hamilton aber eine Durchfahrtstrafe und wurde schließlich Fünfter. Im internen Duell schlug er seinen Teamkollegen Paul di Resta mit 63 zu 46 Punkten.

2013 wechselte Nico Hülkenberg zu Sauber, musste aber gleich beim ersten Rennen in Melbourne wegen technischer Probleme am C32 zuschauen. In Malaysia holte er als Achter seine ersten WM-Zähler der Saison und beendete auch den Grand Prix von China in den Punkten. Danach folgte eine Durststrecke, in der Hülkenberg die Punkte meist nur knapp verpasste, erst in Großbritannien und Deutschland landete er wieder auf Rang 10. Nach der Sommerpause ging es mit Nico Hülkenberg und Sauber steil bergauf und in Italien überquerte er die Ziellinie als Fünfter, ein Ergebnis, das er mit Rang 4 in Südkorea noch übertraf. Insgesamt beendete Hülkenberg sechs der letzten acht Saisonrennen in den Punkten und schloss das Jahr als WM-Zehnter ab. Mit 51 zu 6 Punkten ließ er seinem Teamkollegen Esteban Gutiérrez im internen Duell keine Chance.

2014 kehrt Nico Hülkenberg wieder zu Force India zurück. Er glaubte nicht an das Potenzial der Schweizer, und auch mit den Gehaltszahlungen war nicht alles nach Plan verlaufen. Sein neuer Teamkollege bei Force India war ein anderer früherer Sauber-Fahrer: Sergio Pérez.

In der ersten Saisonhälfte 2014 fuhr niemand regelmässiger als Nico Hülkenberg (zehn Punktefahrten in Folge, davon vier fünfte Ränge), dann kam der Emmericher ein wenig ausser Tritt. Dennoch wurde er WM-Neunter (sein bestes Gesamtergebnis in der Formel 1), unmittelbar vor seinem Stallgefährten Sergio Pérez. Es stand nie in Zweifel, dass Force India ihn behalten würde.

2015 blieb Hülkenberg unter den besten Zehn der Formel 1 (WM-Zehnter), doch der Mexikaner Pérez drehte den Spiess um und hatte dieses Mal mit 78:58 Punkten die Nase vorne. In Russland wurde Pérez sogar Dritter, Nico Hülkenberg rannte seinem ersten Podestplatz weiter hinterher. Das sollte sich 2016 ändern: «Ich will einfach meine beste Formel-1-Saison zeigen», sagte der Deutsche über sein Ziele für 2016.

Das hat geklappt oder auch nicht, je nach Sichtweise. Denn wie 2014 ist Nico Hülkenberg 2016 WM-Neunter geworden, sein bestes Gesamtergebnis in der Formel 1. Aber er konnte erneut keinen Podestplatz erringen. Dafür half er Force India zum besten Team-Ergebnis des Rennstalls aus Silverstone – toller vierter Platz in der Markenwertung!

Der wahre Knaller in Sachen Hülkenberg kam abseits der Rennstrecke: Im Herbst wurde sein Wechsel zu Renault bestätigt. Force India liess ihn vorzeitig aus dem Vertrag. Als Renault-Werksfahrer will Hülkenberg mit dem Team wachsen. Spätestens 2020 will Renault ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden.

Nico Hülkenberg ist gelernter Speditionskaufmann und machte seine Ausbildung in der Hülkenberg Spedition KG seines Vaters Klaus Dieter im heimischen Emmerich.

Seine Fans haben sich für Nico Hülkenberg im Laufe der Jahre die verschiedensten Spitznamen einfallen lassen. So gab es «Hülki», in Anlehnung an Michael «Schumi» Schumacher oder «Hülkinator», in Anlehnung auf den Filmcharakter Terminator. Durchgesetzt hat sich «Hulk», als Anspielung an die gleichnamige Comicfigur.

Hulk verändert sich bekanntlich nur, wenn ihn etwas auf die Palmer bringt, und dazu hätte es 2017 reichlich Gelegenheit gegeben. Fazit der Saison: Zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht. Am Fahrer lag es dabei selten. Cyril Abiteboul, Geschäftsleiter von Renault Sport: «Nico ist eine Führungspersönlichkeit. Als echter Leader reisst er uns mit. Er hat Charisma und zu Recht einen guten Ruf. Aber gleichzeitig hat er wie wir in der Formel 1 etwas zu beweisen: Er hat einen guten Namen, aber er will nach vorne. Innerhalb der kommenden Jahre wollen wir gemeinsam in die Position kommen, Rennen zu gewinnen und Weltmeister zu werden. Nico Hülkenberg setzt Prioritäten und gibt eine Entwicklungsrichtung vor. Genau so einen Fahrer haben wir gebraucht.»

Nur waren die aerodynamische Entwicklung zu zäh und der Motor zu schwach und zu wenig standfest, um alle Chancen zu nutzen. Hülkenberg schloss die WM als Gesamtzehnter ab. Acht Punktefahrten waren zu wenig, um weiter vorzustossen. Highlight: die sechsten Ränge von Spanien, England, Belgien und Abu Dhabi.

Nico findet: «In diesem Jahr ging es um Fortschritt und Entwicklung. Ich musste ein neues Team kennenlernen, das sich über das Jahr stark entwickelt hat. Wir haben Fortschritte mit dem Auto und unserer Performance gemacht. Natürlich wollten mir mehr, was die Ergebnisse betrifft, aber wir haben viele Dinge in Stellung gebracht, die es uns erlauben werden, in Zukunft um bessere Ergebnisse zu kämpfen.»

«Ich denke, die Saison war alles in allem okay, aber der Start war etwas langsam. Wir haben es dann geschafft, das Blatt zu wenden und waren in einigen Rennen vierte Kraft. Auch was mich persönlich angeht, bin ich zufrieden – mit meiner Leistung genauso wie mit uns als Team. Wir konnten uns zusammen weiterentwickeln und ich denke, das war insgesamt ganz gut», erklärt der Deutsche, räumt aber auch unumwunden ein: «In den letzten Rennen sind uns einige gute Ergebnisse durch die Finger geronnen, weil wir Probleme mit der Standfestigkeit hatten. Da haben wir einige Punkte liegen lassen.»

Hülkenberg weiss, dass sich diese Sorgen nicht über Nacht aus der Welt schaffen lassen. Dennoch blickt er zuversichtlich in die Zukunft: «Das langfristige Ziel lautet, eines der Top-Teams zu werden. In zwei, drei Jahren sollten wir soweit sein. Wir sind auf dem Weg und müssen die Lücke zur Spitze jedes Jahr ein bisschen mehr schliessen. Derzeit sind die Top-Teams noch weit weg, wir müssen also näher kommen.»

Zuversichtlich stimmt ihn einerseits die Entwicklung des Teams. Hülkenberg erzählt: «Es wird viel unternommen, man investiert, holt neue Leute an Bord, baut das Team aus und lässt die ganze Organisation wachsen. Das ist natürlich keine Garantie für Erfolg, es ist unser Job dafür zu sorgen, dass wir nach vorne kommen. Aber das ist unser Anspruch und darauf arbeiten wir hin.»

Andererseits ist auch sein neuer Teamkollege ein wichtiger Erfolgsfaktor, wie der Le-Mans-Sieger von 2015 klarstellt: «Ich denke, wir haben jetzt mit Carlos Sainz und mir eine gute Fahrer-Paarung, um so viel Leistung wie nur möglich aus unserem Paket zu holen. Wir kommen gut miteinander aus, Carlos ist ein netter Kerl, ziemlich entspannt. Und wir haben auch eine gute Arbeitsatmosphäre, denn er macht auch sehr viel Druck und treibt das Team an. Er ist genau das, was Renault braucht.»


Nico Hülkenberg © Renault Sport Nico Hülkenberg

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