David Coulthard: Kimi Antonelli (Mercedes) wird sich verändern!
Kimi Antonelli ist der jüngste WM-Leader der Formel 1. Mit seiner nahbaren und bodenständigen Art begeistert er die Fans. David Coulthard meint aber: So wird der Mercedes-Pilot nicht immer bleiben.
Es wirkt alles wie ein kleines Formel-1-Wunder. Kimi Antonelli führt mit nur 19 Jahren nach drei GP-Wochenenden die WM-Wertung an, ist damit der jüngste Fahrer jemals in dieser Position. Der junge Italiener wirkt bodenständig, enthusiastisch und nahbar. Ein sympathischer junger Bursche, der so wirkt, als hätte er Spaß an jedem Interview, und offen ins Mikrofon plaudert.
Coulthard: «Merkt euch meine Worte»
Der frühere F1-Pilot David Coulthard gibt allerdings zu bedenken, dass diese natürliche und unbekümmerte Art mit der Zeit verschwinden könnte. Im Podcast «Up to Speed» warnt der Brite: «Merkt euch meine Worte. Das wird sich ändern.»
Warum das? Der 13-fache Grand-Prix-Sieger Coulthard erklärt: «Er wird im Auge der Öffentlichkeit aufwachsen. Er wird sich wandeln: Von ‹Das ist alles neu und aufregend› und ‹Ich bin eingeladen, Courtside beim Basketball zu sein› oder wohin auch immer es ihn zieht. Und dann wird es irgendwann ein bisschen ermüdend werden, weil die Leute ständig etwas von ihm wollen.»
Für Antonelli ist gerade alles neu. Vor nur ungefähr 13 Monaten, also etwas über einem Jahr, startete er seine Formel-1-Karriere. Ein Jahr Eingewöhnungszeit mit einem gewissen Rummel, den ein Top-Team wie Mercedes mit sich bringt, aber als einer von einer Handvoll Rookies. Dazu der besondere Blick auf ihn als Hamilton-Nachfolger. Aber das ganz große Rampenlicht kommt erst jetzt. Noch ist diese riesige Aufmerksamkeit, die ein WM-Leader bekommt, neu und spannend für ihn. Noch sieht er nur die Sonnenseite, könnte man mutmaßen, wenn man Coulthards Gedanken weiterspinnt.
Antonelli wird kampfesmüde werden
Coulthard mahnt deshalb: «Lasst uns also einen Moment innehalten. Seht euch dieses fröhliche Lächeln an. Spulen wir ein wenig vor. Vielleicht nicht in diesem Jahr, aber sicherlich im Laufe seiner Karriere wird er ein wenig kampfesmüde werden. Wir wollen nicht, dass er diese Begeisterung jetzt verliert.»
Allerdings gibt Coulthard auch zu bedenken: Teamkollege George Russell wird nun erst richtig angreifen. «Wenn ich George Russell wäre, dann wäre das jetzt eine Kampfzone. Nichts mehr mit Mister Nice Guy.»
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