Kalender-Änderung beim Formel-1-Nachwuchs: Miami und Montreal neu dabei!
Wegen der zwei Grand-Prix-Absagen im Nahen Osten baut die F1-Nachwuchsserie Formel 2 den Rennkalender um und fügt zwei neue Rennen hinzu. Die Serie fährt erstmals in Nordamerika!
Die Formel 1 ist derzeit in einer fünfwöchigen Rennpause. Grund dafür ist der Krieg im Nahen Osten. Deswegen konnten der Bahrain-Grand-Prix (eigentlich wäre heute der Trainings-Freitag gewesen) und das Rennen in Jeddah in Saudi-Arabien nicht wie geplant im April stattfinden. Von den Absagen betroffen ist aber nicht nur die Königsklasse der Formel 1, sondern auch die Serie des Formel-1-Nachwuchses, die Formel 2.
Die Formel 2 hätte in Sakhir und Jeddah eigentlich im Rahmenprogramm der F1-Rennen fahren sollen. Weil eigentlich keine Formel-2-Rennen für die Runden in Miami und Montreal angedacht waren, entstand durch die beiden Event-Absagen eine noch größere Lücke im Kalender als bei der Formel 1: Das nächste reguläre F2-Event ist erst für Anfang Juni in Monaco angesetzt. Damit wären also plötzlich zwei Monate ohne Rennen mitten in der Saison gewesen.
Formel 2 erstmals in Miami und Montreal dabei
Deswegen plante man in der Nachwuchsserie kurzerhand um: Die Formel 2 wird nun in Miami (1.-3. Mai) und Montreal (22.-24. Mai) fahren und entsprechend die Runden 2 und 3 der Serie in Nordamerika statt am Persischen Golf fahren (Runde 1 war Melbourne). Logistisch ist das zwar eine Herausforderung, aber eine zweimonatige Rennpause wäre problematisch gewesen.
Formel-2-Geschäftsführer Bruno Michel erklärte: «Ich möchte Stefano Domenicali und der Formel 1 für ihre Unterstützung danken sowie der FIA, den Veranstaltern des Grand Prix von Miami und des Grand Prix von Kanada und natürlich meinem Team, das hart daran gearbeitet hat, zwei neue Rennen in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Das war keine leichte Aufgabe, aber die F2 zum ersten Mal nach Nordamerika zu bringen, ist wirklich fantastisch. Das ist etwas, was wir schon lange tun wollten, und es ermöglicht uns, sicherzustellen, dass wir so schnell wie möglich wieder Rennen fahren können.»
Formel-1-CEO Stefano Domenicali sagte: «Bruno und seine Rennfamilie haben großartige Arbeit geleistet und eng mit uns, der FIA und den Veranstaltern zusammengearbeitet, um die Lücke im Kalender möglichst klein zu halten.»
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem betonte, dass die Formel-2-Meisterschaft so stark und «in Balance» bleibe. Dazu erklärt er: «Die Meisterschaft erstmals in Nordamerika zu haben ist ein wichtiger Schritt für das weitere globale Wachstum der Serie und stärkt die Verbindung zur Formel 1 und erschließt neue Zielgruppen.»
Und der ehemalige Rallye-Pilot, der selbst aus den VAE und somit aus der betroffenen Region stammt, merkt außerdem an: «Unsere Gedanken sind weiterhin bei allen, die von den aktuellen Ereignissen im Nahen Osten betroffen sind, und wir hoffen weiterhin auf eine rasche Rückkehr zur Stabilität. Wir freuen uns darauf, schon bald in Bahrain und Saudi-Arabien Rennen zu fahren.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach