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Auf die DTM wartet «das Jahr der Wahrheit»

Ja, die Verantwortlichen sind sich einig: Das neue Reglement ist ein Schritt in die richtige Richtung. Eine dringend notwenige Verbesserung.

DTM

Im Artikel erwähnt


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Mehr Fahrzeit, mehr Rennen gleich mehr Zuschauer, so die Rechnung, die auf den ersten Blick so simpel erscheint. Doch im Motorsport ist schon länger nichts mehr so simpel wie es früher einmal war.

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Die Formel 1 kämpft mit sinkendem Interesse und sinkenden Quoten, die DTM hält die Quoten zwar konstant bei rund einer Million TV-Zuschauer. Doch das ist ein Niveau, mit dem die Tourenwagen-Serie nicht zufrieden ist. Und auch nicht zufrieden sein kann. Deshalb nun das neue Gewand, das mehr Attraktivität bringen soll (Zum Bericht: Was ist alles neu?). DTM-Chef Hans Werner Aufrecht erwartet deshalb auch eine Steigerung der Quote von zwölf Prozent (Zum Bericht).

"Das ist sicher ein entscheidendes Jahr, keine Frage", sagte DTM-Chef Hans Werner Aufrecht. "Aber die DTM gibt es seit 30 Jahren, wir arbeiten am Reglement für 2017. Ich bin sehr zuversichtlich, was die DTM angeht."

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Neuerungen bei drei Herstellern nicht mal eben kurz abgenickt werden müssen. Intensive Gespräche waren ebenso notwendig wie Zugeständnisse und die Aufgabe eigener Vorteile. "Wenn man ein Reglement weitergestalten will, ist es zwangsläufig notwendig, dass die einzelnen Parteien Vorteile aufgeben. Um der Sache zu dienen. Wenn man einen Vorteil beim Optionsreifen hat und dann dafür stimmen muss, dass dieser Reifen verschwindet, dann ist das ein großes Opfer", betonte er.

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Dieses Opfer gab es auch im Hinblick auf die Vergangenheit. "Die Hersteller haben erkannt, dass das, was 1996 passiert ist, nicht wieder passieren darf", sagte Aufrecht. Damals musste die Serie aus finanziellen Gründen eine vierjährige Pause einlegen, weil das Hochrüsten einen Kollaps zur Folge hatte. "Damals hatten die Hersteller nicht die Kraft, sich zu einigen. Dieses Mal hatten sie die."

Alles in der Hoffnung, dass es eine Trendwende gibt. Auch an der Strecke hatte es zuletzt oft einen Zuschauerschwund gegeben. Die Kritik der Fans hat man angenommen, um sie zurückzugewinnen. Und natürlich ist wie immer bei solchen Neuerungen die Skepsis da, ob denn nun alles so läuft wie gewünscht.

"Es werden nie alle zu 100 Prozent zufrieden sein. Von dem Gedanken muss man sich verabschieden. Es kommt ja schon wieder der eine oder andere um die Ecke und sucht negative Punkte", sagte der zweimalige Champion Timo Scheider. Für ihn ist das neue Reglement "ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist an der Zeit, nicht immer alles schlecht zu reden. Sondern das anzupacken, was wir haben, das Beste daraus zu machen und den Sport zu genießen".

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Serie gegeben. Ob die Rennen nun zu unübersichtlich waren oder aber, und das war einer der Hauptpunkte, zu wenig Fahrzeit geboten wurde. "Es ist eine ganz wichtige Entscheidung, einen anderen Schritt zu machen, nachdem die Vergangenheit ein wenig holprig war. Die Kritik hat man angenommen und die Fans mit involviert", sagte Scheider.

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Das Vorgeplänkel ist aber nun endgültig vorbei, am Wochenende wird es ernst. Wer den Titel holt? Wie immer eine Frage, die nur schwer zu beantworten ist. "Es gibt mindestens ein Dutzend Favoriten", sagte ARD-Experte Norbert Haug. "In der vergangenen Saison ist Marco Wittmann Meister geworden. Es war ein sehr verdienter, aber ein überraschender Sieger. Er wird jetzt der Gejagte sein. Es würde mich nicht wundern, wenn er wieder mit vorne fährt. Ich kenne aber mindestens zwei Hände voll, die das gleiche vorhaben", sagte Haug.

Auch der ARD-Experte sieht in den Neuerungen den notwendigen Schritt nach vorne. "Man ist auf den Zuschauer zugegangen. Das wird dem Fernsehen gut tun und der Veranstaltung vor Ort. Das bringt eine sehr hohe Dramatik mit sich. Die ITR hat sich Gedanken gemacht. Man muss nun richtig etwas daraus machen. Es ist das Jahr der Wahrheit."

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