Porsche-Star Thomas Preining: Ist der Ex-Champion DTM-müde?
Thomas Preining gibt nach einem schwierigen Wochenende auf dem Norisring an, dass er derzeit keinen Spaß an der DTM hat und sich nach neuen Programmen umschaut.
Der Auftakt mit dem Heimsieg auf dem Red Bull Ring war für Thomas Preining noch vielversprechend. Doch seither musste der Meister von 2023 mühsam seine Pünktchen zusammenkratzen, sieht derzeit für sich und Manthey-Porsche keine Titelchancen mehr. Der Norisring, wo Preining fast sieggewohnt ist, war für ihn ernüchternd, selbst nach veränderter BoP-Einstufung für Sonntag ging nichts weiter. Zwei Mal Neunter, das entspricht nicht Preinings und Mantheys Ansprüchen.
«Ich habe aktuell in der DTM keinen Spaß mehr. Das macht keinen Sinn mehr», gab er zu Protokoll. Wie es dann für ihn weitergehen wird? «Mein Vertrag mit Porsche läuft zum Saisonende aus. Wir sprechen natürlich über die Zukunft, aber ich habe auch andere Optionen. Klar ist meine erste Absicht, mit Porsche weiterzumachen. Und vor allem fühle ich mich bei Manthey sehr wohl. Das ist schließlich die Referenz, das mit Riesenabstand beste Team. Daher ist es doppelt und dreifach bitter, wenn nichts weitergeht – obwohl wir alles geben, sind wir weit weg von der Spitze.»
Der 27-jährige Linzer sagt weiters: «Ich habe keine Timeline für die Fixierung meiner sportlichen Zukunft, aber klar, je früher, desto besser. Ich muss mir das alles noch genau anschauen, vor allem, ob DTM noch Sinn macht. Grundsätzlich ist alles interessant, was Manthey macht, auch WEC oder Amerika. Zuerst muss ich einmal schauen, ob ich bei Porsche bleibe.»
Eine Woche vor Nürnberg war Preining noch in Hochstimmung nach dem Sieg mit seinen Porsche- und DTM-Kollegen Riccardo Feller und Bastian Buus in den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Rückblickend sagt er zum Husarenstück – von der Boxengasse zum Sieg - , dass «in Spa doch auch einige Amateure mitfahren. Wir wussten, dass wir ein starkes Line-up hatten und rechneten damit, nach und nach vorzukommen. So gesehen war der Start aus der Boxengasse nicht dramatisch. Wichtig war, in der Führungsrunde zu bleiben. Wir rechneten damit, in die Top 15 zu fahren, wenn es keine Probleme gäbe. Wenn die Pace stimmt und du keine Strafen bekommst, kann man schon auf einen Spitzenplatz spekulieren.» Die Besetzung mit den drei DTM-Fahrern war lang geplant.
«Das ist schon ein cooler Erfolg, der mir richtig getaugt hat. Es war schließlich mein erster Sieg in einem 24-Stunden-Rennen. Aber ich lernte dabei, wie viele Faktoren zusammenpassen müssen. Diesmal hat alles gestimmt», ergänzt Preining. Und er gibt auch zu: «In den Endurance-Rennen in der IMSA habe ich wirklich Spaß.» Da wird er Anfang August in Road America und im Oktober in Road Atlanta am Start sein. Auch in der GT World Challenge stehen noch zwei Einsätze auf dem Nürburgring und in Portimao bevor.
Die Langstrecke als Preinings neue Berufung? Man wird sehen…
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