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Berger verteidigt DTM-Teamorder: Vergleich mit Senna

Nach dem DTM-Finale am Norisring kochten vor allem in den sozialen Netzwerken die Emotionen hoch. DTM-Chef Gerhard Berger verteidigt die Teamorder.

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Maximilian Götz redete nicht lange um den heißen Brei herum, als er nach seinem Titelgewinn auf dem Norisring auf die Teamorder zu seinen Gunsten angesprochen wurde. "Es ist mir egal, was die anderen denken", sagte er. Punkt. Nein. Ausrufezeichen.

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Dabei führte er Pascal Wehrleins Triumph 2015 als ein Beispiel von vielen an, wo in der DTM im Titelkampf ein Fahrer von diversen Piloten einer Marke unterstützt wurde. In der DTM mit den involvierten Herstellern gehörten diese Spielchen dazu. Teamsport eben.

Den Pokal verschenkt

Deshalb hat Götz noch am Sonntagabend dem Winward-Duo Lucas Auer und Philip Ellis, die für seinen Titelgewinn verlangsamt und ihn vorbeigelassen hatten, seinen Siegerpokal geschenkt. Er will eine Trophäe für sich selbst neu anfertigen lassen. Die Stimmung im Fahrerlager am Norisring war am Sonntagabend sowieso gelassener als die draußen, denn die Fans taten ihren Unmut in den sozialen Medien kund.

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Ein wesentlicher Unterschied zu früher: Früher begann die Taktiererei oft sehr früh in der Saison, diesmal war das letzte Rennen, der große Showdown der Moment, wo es einen Rückfall in alte Zeiten gab.

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Die Teamorder wurde schon immer kontrovers diskutiert, viele Fans lehnen sie vehement ab. Viele Anhänger hatten gehofft, dass mit dem Rückzug der Hersteller und dem Philosophie-Wechsel hin zu Privatteams die breit gefächerten Marken-Spielchen der Vergangenheit angehören.

Doch natürlich sind die Hersteller im Hintergrund immer noch involviert. Wer glaubt, dass Mercedes-AMG tatenlos zuschaut, wie Liam Lawson im Ferrari Meister wird, weil sich die unterschiedlichen Mercedes-Teams nicht gegenseitig helfen, ist ein Motorsport-Romantiker. Das ist aller Ehren wert, aber leider hoffnungslos.

"Du kannst nur Meister werden, wenn du das ganze Jahr gute Ergebnisse einfährst. Liam und Kelvin haben sich aus dem Rennen genommen. Sie hätten nach Samstag und Sonntag den Titel nicht verdient. Sich so in die Karre zu fahren – das macht man nicht", sagte Götz.

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Thomas Jäger, der DTM-Verantwortliche bei Mercedes-AMG, erklärte die Teamorder aus Sicht der Marke. "Es ist immer ein Geben und Nehmen. Wir haben sieben Autos im Grid. Sie bekommen alle eine Unterstützung durch uns, und am Ende liegt es in ihren Händen", sagte er. Man teile Daten, Setups, Videos, so Jäger: "Deswegen haben wir bei uns dieses hohe Level zwischen den Autos gesehen. Jeder Fahrer profitiert davon, und jeder will dem Team-Ansatz helfen, um diese Erfolge möglich zu machen. Es war deshalb nicht nötig, jemanden zu überzeugen."

Berger will es nicht - eigentlich

Und was sagt der DTM-Chef dazu? Gerhard Berger versuchte, beide Seiten einzubeziehen. "Als Sportler und Promoter mag ich das nicht, das will ich nicht sehen. Aber es ist die Realität", so Berger, der sich an seine aktive Zeit erinnerte, als Teamkollege des großen Ayrton Senna.

"Wenn er um den Titel fuhr, und ich konnte ihn nicht mehr gewinnen, musste mir das Team nichts sagen, ich habe ihm geholfen, er war mein Teamkollege, meine Familie", so Berger.

In der DTM sei es ähnlich, so Berger: "Wenn man in dieser Situation ist, verstehe ich Mercedes, auch wenn ich es nicht mag. Es wäre falsch gewesen, es anders zu machen. Mercedes hat sich in eine starke Position gebracht mit sieben Autos, und das hat sich ausgezahlt." Dinge wie das Setup zu teilen, sei richtig aus Mercedes-Sicht, so Berger, "aber gehört es zur Philosophie der diversen Teams, das zu tun? Ich denke nicht."

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Er glaubt aber nicht, dass Spielchen über die Saison gesehen zurückkommen werden, "sie kommen erst am Ende. Wenn sie vorher kommen, werde ich etwas dagegen unternehmen."

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