FP2 Monaco: Norris bleibt liegen, Ferrari mit Doppelspitze Hamilton/Leclerc
Auch im zweiten freien Training vor dem F1-GP in Monaco hat Ferrari die Nase vorn: Lewis Hamilton vor Charles Leclerc. McLaren-Pilot Lando Norris fällt mit einem Problem am Auto aus. Feuer bei Perez.
Auch im zweiten Training vor dem Formel-1-GP von Monaco war Ferrari das schnellste Team. FP2 kommt einem Probelauf fürs in Monaco so wichtige Qualifying zeitlich recht nah: Am Freitag ging’s um 17 Uhr los, die Quali beginnt am Samstag eine Stunde früher um 16 Uhr. Bei 23,1 Grad Celsius Lufttemperatur, 30,6 Grad Streckentemperatur, schon recht tiefstehender Sonne und nur wenigen Wolken in den Bergen über Monaco ging’s am Freitag los in die zweiten 60 Trainings-Minuten.
Hadjar startet mit Verspätung
Früher am Tag im FP1 zur Mittagszeit war gleich zweimal die rote Flagge geschwenkt worden: Einmal wegen Isack Hadjar und kurz vor Ende der Session wegen Fernando Alonso. Hadjar war am Ausgang der Schwimmbadschikane heftig eingeschlagen. Die Arbeiten an seinem Red Bull Racing-Boliden dauerten bis zum Beginn des zweiten freien Trainings an. Teamchef Laurent Mekies kündigte aber an: Hadjar würde an der zweiten Trainingssession teilnehmen, allerdings erst etwas verspätet. Um 17:12 Uhr war es dann auch tatsächlich so weit: Hadjar fuhr raus, bedankte sich am Funk bei seinem Team. Fernando Alonso touchierte bei der Einfahrt in die Hafenschikane die Wand, konnte aber pünktlich ins FP2 starten.
Die Spitzenzeit im FP1 hatte Charles Leclerc mit 1:13,978 min. gesetzt, dahinter sein Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton. Auch in der zweiten Session etablierten sich die beiden Ferrari schnell als Team, das den Ton angab. Mit 1:14,192 min war Leclerc auf seinem Heimkurs nach zehn Minuten Schnellster. Doch auch die Mercedes wollten mitmischen – und Max Verstappen, der mit 1:14,008 ein Ausrufezeichen setzte. Hamilton eroberte mit der ersten 1:13er-Zeit (1:13,729) die Spitze zurück – allesamt auf Mediumreifen.
Norris strandet mit Problem
Dann nach der ersten Viertelstunde der McLaren-Schreck: Vorjahres-Monaco-Sieger Lando Norris kam in der Anfahrt zur Hafenschikane auf der Strecke plötzlich zum Stehen, stieg aus. Virtuelles Safety-Car, während Streckenposten mit viel Mühe seinen Boliden weiter in Richtung Notausgang schoben. Erste Diagnose von CEO Zak Brown: möglicherweise batteriebezogen. Nach gut fünf Minuten ging’s im gewohnten Tempo weiter – ohne Norris. Und auch sein Teamkollege Oscar Piastri kam erst mal in die Garage.
Leclerc eroberte nach der VSC-Phase mit 1:13,613 die Spitze zurück, dahinter Hamilton. Das Bild vom starken Ferrari auf dem Straßenkurs verfestigte sich. Unterdessen setzte sich knapp zur Halbzeit Nico Hülkenberg auf einen starken fünften Platz – allerdings auf den schnelleren weichen Reifen.
Ferrari stark!
Immer mehr Fahrer kamen dann auf Softs wieder raus. Die Spitze zur Halbzeit: Max Verstappen (1:13,467 min) vor George Russell. Als dann auch die Ferrari auf Weich wechselten, hüpfte das Ferrari-Pferdchen aber wieder an die Spitze der Zeitenliste zum vertrauten Bild mit zweimal Rot ganz vorne: Lewis Hamilton (1:13,026 min) vor Charles Leclerc (1:13,137).
Ein paar Kleinigkeiten rumpelten im Rest des Feldes: Franco Colapinto erwischte in Kurve 1 die Streckenbegrenzung. Gasly meldete, dass ein Kabel an seinem Arm ihn störe. Hamilton hatte Probleme mit seinem Sitz. Arvid Lindblad meldete, über «etwas» in der Schwimmbadschikane gefahren zu sein. Bei Carlos Sainz bewegte sich um Raum um die Pedale etwas.
Fünf Minuten vor Ende der Session dann noch ein Schreckmoment: Sergio Perez musste seinen Cadillac parken, nachdem er Rauch im Cockpit bemerkt hatte. Am Casino kam er zum Stehen, Flammen schlugen aus dem Bereich der Bremse seines rechten Vorderrads. Rote Flagge! Zwei Minuten vor Ende der Session fuhren die Autos dann noch mal raus, es passierte aber nichts Weltbewegendes mehr. Ferrari blieb knapp vor Max Verstappen (Red Bull Racing).
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