FP1 Monaco: Rote Flaggen wegen Hadjar und Alonso, Bestzeit von Leclerc
Beim ersten Training auf dem Monaco-Strassenkurs blieb Charles Leclerc im Ferrari der Schnellste. Die Session wurde zweimal unterbrochen, einmal wegen Isack Hadjar und am Ende wegen Fernando Alonso.
Die Formel-1-Stars erwarteten das erste freie Training auf dem Monaco-Rundkurs mit Spannung, denn da konnten sie erstmals in der neuen Fahrzeuggeneration auf dem berühmten Strassenkurs ausrücken. Die meisten Fans auf den Tribünen hatten einen Fahrer besonders im Visier: Lokalmatador Charles Leclerc, der das Rennen im Fürstentum 2024 für sich entschieden hatte.
Der Monegasse sorgte auch gleich für Aufregung, weil er sich in der Mirabeau verbremste und den Rückwärtsgang nutzen musste, um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Später verbremste er sich auch in der Hafenschikane, blieb den Leitplanken aber fern
Der 28-Jährige belegte in den ersten Minuten den zweiten Platz hinter Red Bull Racing-Star Max Verstappen, wurde aber durchgereicht, als sich sein Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton in der siebten Minute an die Spitze setzte. Der Rekord-GP-Sieger hielt sich in der ersten Viertelstunde an der Spitze der Zeitenliste, bis Leclerc nachlegte und mit 1:15,060 min die Top-Position übernahm.
Kurz darauf wurde Hamilton auch von WM-Leader Kimi Antonelli durchgereicht, der seine Monaco-GP-Premiere im Vorjahr mit drei Runden Rückstand auf dem bescheidenen 18. und somit letzten Platz beendet hatte (Fernando Alonso und Pierre Gasly waren ausgefallen und wurden nicht gewertet).
Der siebenfache Champion liess das nicht auf sich sitzen und schaffte es noch vor Halbzeit wieder auf die zweite Position, sein Rückstand auf seinen Teamkollegen an der Spitze betrug nur 0,182 sec. Der 105-fache GP-Sieger gab alles, um sich zu verbessern – und ging dabei übers Limit hinaus. Er musste den Notausgang der Sainte-Devote-Kurve nutzen, blieb aber den Leitplanken fern.
Rote Flaggen wegen Isack Hadjar und Fernando Alonso
Zur Halbzeit lautete die Reihenfolge deshalb Leclerc vor Hamilton, Antonelli und Verstappen. Dahinter folgte Weltmeister Lando Norris vor Nico Hülkenberg, Oscar Piastri, Isack Hadjar, George Russell, Pierre Gasly, Oliver Bearman, Gabriel Bortoleto, Liam Lawson, Sergio Pérez, Arvid Lindblad, Lance Stroll, Esteban Ocon, Alex Albon, Carlos Sainz, Franco Colapinto, Fernando Alonso und Valtteri Bottas
Fünf Minuten nach Halbzeit wurden die roten Flaggen geschwenkt, nachdem das Feld zuvor kurz mittels virtuellem Safety-Car eingebremst worden war, weil Teile auf der Strecke lagen, die ein Alpine verloren hatte. Was war passiert? Isack Hadjar hatte ausgangs der Schwimmbad-Passage die Kontrolle über seinen RB22 verloren und war in die TecPro-Barriere gekracht. «Ich verstehe nicht, warum das Heck ausgebrochen ist»˛ erklärte der Red Bull Racing-Pilot.
Die Uhr lief weiter und das Feld verlor durch die achtminütige Zwangspause, in der das Auto von Hadjar von der Piste geschoben wurde, wertvolle Streckenzeit. Entsprechend schnell füllte sich der 3,337 km lange Kurs, als es weiterging. Kurz vor der Unterbrechung hatte sich Antonelli mit 1:14,537 min an die Spitze der Zeitenliste gesetzt, und daran änderte sich vorerst auch nichts.
Elf Minuten vor dem Ende kündigte die Rennleitung an, sich eine Szene zwischen Leclerc und Lawson anzuschauen, und wenig später wurde beschlossen, die entsprechende Untersuchung nach der Session durchzuführen. Besser lief es für seinen Teamkollegen Hamilton, der sich mit 1:14,204 min an die Spitze setzte.
In den letzten zehn Minuten gab es die zweite Unterbrechung. Diese löste nicht Lawson aus, der in der Schwimmbad-Passage mit dem rechten Vorderrad anschlug, wie er kleinlaut am Funk beichtete. Sondern Altmeister Fernando Alonso, der beim Anbremsen der Hafenschikane der Streckenbegrenzung zu nahe kam und mit dem rechten Hinterrad anschlug.
Freuen durften sich die heimischen Fans und Leclerc, der am Ende mit 1:13,978 min die Nase vorn hatte. Sein Teamkollege Lewis Hamilton blieb 0,226 sec langsamer und reihte sich hinter dem Lokalhelden auf Platz 2 ein. Damit bestätigte Ferrari, was die Konkurrenz bereits erwartet hatte – die rote Göttin ist auf dem berühmt-berüchtigten Strassenkurs der grosse Favorit.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach