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FIA WECKolumne
Was bringt uns das neue Jahr 2026 in der FIA WEC?
SPEEDWEEK.com schaut voraus auf die Saison 2026 in der Sportwagen-WM (FIA WEC). Ein neuer Hersteller kommt hinzu. Es gibt andere Reifen. Weiterhin besteht der Kalender aus acht Rennen.
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Erster Vorgeschmack auf die Optik des Toyota für die WEC-Saison 2026Erster Vorgeschmack auf die Optik des Toyota für die WEC-Saison 2026Foto: Toyota
Erster Vorgeschmack auf die Optik des Toyota für die WEC-Saison 2026© Toyota
Die FIA WEC ist aktuell der ganz klare Stern am Sportwagen-Himmel – und das zurecht. In der Top-Klasse (Hypercar genannt) fahren 2026 satte 17 Autos von acht Marken um die Gesamtsiege. Dazu kommen 18 Renner von neun Marken in der LMGT3-Klasse. Damit nicht genug: Bei den 24h Le Mans bereichern dann etliche LMP2 das Feld. All das verspricht Motorsport der Extra-Klasse. Aber natürlich ist nicht alles, was glänzt, auch tatsächlich Gold.
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Beispielsweise hat sich Porsche mit seinem 963 für 2026 aus der Hypercar-Klasse verabschiedet. Die Gründe dafür sind bekannt. Doch mit Porsche geht eben auch eine der beiden legendären Marken. Das tut jedem Motorsport-Herz weh. Neu hinzu kommt hingegen Genesis. Das ist eine Marke aus dem Hyundai-Konzern. Tatsächlich sind bei Genesis auch einige frühere Porsche-Jungs (sowohl Fahrer als auch Techniker) involviert. Das Genesis-Projekt wirkt auf den ersten Blick recht vielversprechend. Schauen wir mal, wie sich die Koreaner gegen die starke Konkurrenz behaupten. Grundsätzlich wurden die Hypercars für 2026 auch ein wenig überarbeitet. Das liegt daran, dass zuletzt alle Fahrzeuge nochmals neu vermessen werden mussten. Das geschah im Windkanal von WindShear in Concord/North Carolina. Einige Hypercars wurden nur minimal angepasst – wie beispielsweise der Ferrari 499P. Andere Exemplare haben tiefergehende aerodynamische Updates bekommen (so wie Alpine A424 oder Cadillac V-Series.R) für die auch sogenannte Entwicklungs-Joker eingesetzt wurden. Sogar komplett anders aussehen wird der Toyota. Der GR010 Hybrid ist seit 2021 im WEC-Einsatz und somit das am längsten aktive Fahrzeug. Man darf gespannt sein, wie sich das japanische Hypercar im neuen Gewand präsentiert. Neu sind 2026 auch die Reifen. Michelin hat lange Zeit an der neuen Pneu-Generation entwickelt. Die Reifen sollen zumindest nachhaltiger sein. Wie sich die Performance verändert, wird sich zeigen müssen – insbesondere dann, wenn ein Satz über mehrere Stint montiert bleiben soll.
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Die BoP bleibt auch 2026 Dauerthema Das große Zank-Thema ist in der WEC natürlich die BoP (Balance of Performance) – sprich jene Methode, wie die Fahrzeuge über Parameter wie Gewicht oder Motorleistung künstlich auf ein Niveau bei den Rundenzeiten gebracht werden sollen. In den letzten Jahren hatten sich die Regelhüter dabei recht schwer getan. Zudem wurde auch immer wieder die Berechnungsmethode angepasst. All das sorgte nicht nur bei den Herstellern für Unmut, sondern auch bei den Fans.
Im Sommer/Herbst gab es hinter verschlossenen Türen diverse Meetings zur BoP. Dabei wurde sogar diskutiert, die BoP gänzlich abzuschaffen. Doch letztendlich hatte sich nur ein Hersteller explizit dafür ausgesprochen (wir verraten an dieser Stelle aber nicht welcher). Somit ist klar, die BoP wird der WEC weiter erhalten bleiben – genauso wie das Lamentieren im Hintergrund darüber. Wenn eine Marke im Rennen schlecht aussieht, wird also weiterhin die BoP dafür verantwortlich gemacht. Ganz klar: Hier wurde die große Chance verpasst, reinen Tisch zu machen.
Wieder dieselben acht Rennen 2026 weiterhin stabil bleibt der Kalender. Mit Katar, Imola, Spa-Francorchamps, Le Mans, Interlagos, Austin, Fuji und Bahrain stehen dieselben acht Rennstrecken im Programm wie schon 2024 und 2025. Auf eine Ausweitung des Kalenders auf neun Events wurde verzichtet. Grundsätzlich sind die Rennplätze einigermaßen rund um den Globus verteilt. Bei einer möglichen zukünftigen Expansion sollte aber bedacht gehandelt werden. Der Kern des Sportwagen-Sports ist weiterhin Europa. Und der alte Kontinent hat genügend traditionsreiche Rennstrecken zu bieten, denen ein WEC-Rennen gut stehen würde. Neun LMGT3-Modelle fahren wieder mit Wenig Änderung gibt es im hinteren Feld. Mit Aston Martin Vantage AMR LMGT3, BMW M4 LMGT3 Evo, Corvette Z06 LMGT3.R, Ferrari 296 LMGT3 Evo, Ford Mustang LMGT3, Lexus RC F LMGT3, McLaren 720S LMGT3 Evo, Mercedes-AMG LMGT3 und Porsche 911 GT3 R LMGT3 sind dieselben neun Fahrzeuge vertreten wie schon 2025. Einige haben jedoch ein (mehr oder weniger großes) Update bekommen. Bislang standen die LMGT3 klar im Schatten der Hypercars. Daran dürfte sich auch 2026 wenig ändern. Die breite Masse der Zuschauer interessiert sich logischerweise für die Gesamtsiege. Dazu kommt der Fakt, dass die GT3-Autos auch auf nationaler Bühne vertreten sind und somit nicht den exklusiven Charakter der Hypercars besitzen.
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Die WEC steht also vor einer interessanten neuen Saison mit klasse Autos auf Strecken mit unterschiedlichem Charakter. Damit nicht genug: Für 2027 haben sich mit Ford und McLaren zwei weitere Marken für die Hypercar-Klasse angekündigt. Insgesamt wird die Serie also weiterhin attraktiv bleiben. Der Sportwagen-Sport blüht und wird 2026 (und darüber hinaus) weiter tolle Unterhaltung bieten. Darauf können wir aus uns alle freuen.
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