Alain Prost: «Formel 1 hat derzeit schlechtes Image»
Der vierfache Formel-1-Champion Alain Prost war nicht beim GP-Saisonbeginn in Australien, sondern bei der Formel E in Miami: «Da bekommst du eine andere Sichtweise.»
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
Weiterlesen
Werbung
Sauber mit Giedo van der Garde vor Gericht, nur 15 Autos am Start zum Australien-GP, stinklangweiliges Rennen, Red Bull Racing schimpft über die Überlegenheit von Mercedes und fordert vom Autoverband FIA Massnahmen, Deutschland-GP abgesagt – die Formel 1 macht derzeit viele Schlagzeilen aus den falschen Gründen. Einer, der das ebenfalls mit Sorge verfolgt, ist der vierfache Formel-1-Champion Alain Prost.
Werbung
Werbung
Der Weltmeister von 1985, 1986, 1989 und 1993 hat den Saisonbeginn in Australien aus der Ferne beobachtet: der 60-Jährige weilte in Miami (Florida) beim Rennen seines Sohnes Nicolas in der Formel E. Prost – der in der Formel 1 von seinen 199 Rennen 51 gewinnen konnte – meint: "Aus der Ferne bekommst du eine ganz andere Perspektive auf die Dinge. Ich habe schon vielen Insidern aus dem GP-Sport gesagt: Wenn ihr eine Situation wirklich analysieren wollt, dann müsst ihr zwischendurch mal einen Schritt zurück machen, um das grössere Bild zu erkennen."
"Aus meiner Sicht oder aus etwas Distanz muss ich leider festhalten: die gegenwärtige Wahrnehmung der Formel 1 ist negativ. Das ist unserem Sport abträglich, und dagegen müssen schleunigst Schritte ergriffen werden. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem gewisse Probleme der Formel 1 endlich in Angriff genommen werden müssen, dies nach einer objektiven, gründlichen Analyse."
Werbung
Werbung
Prost über die Dominanz von Mercedes: "Es macht den Anschein, als ob die Menschen es nicht mehr akzeptieren, wenn jemand eine überragende Arbeit macht. Aber das so ist doch Teil der Formel 1, das ist doch Wettbewerb!"
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
Weiterlesen
"Mercedes hat sich jahrelang auf die neue Turbo-Ära vorbereitet und ist daher überlegen. Sie haben ihre Hausaufgaben besser gemacht, und damit sind sie auf Jahre hinaus überlegen. Solche Zyklen sind ein Teil der Formel 1, ich sehe daran nichts Aussergewöhnliches und auch nichts zu kritisieren. Das gehört eben zum Geschäft."
"Alles was im Hintergrund passiert, beispielsweise mit den Schwierigkeiten der kleineren Rennställe, ist ebenfalls nichts Ungewöhnliches für die Formel 1. Das gab es schon immer." ? Als Renault-Botschafter wird Rennlegende Prost natürlich auch auf den erneut schwierigen Saisonstart des französischen Autoherstellers mit Partner Red Bull Racing angesprochen.
Werbung
Werbung
Alain Prost sagt dazu: "Wir wussten, dass es schwierig wird, wenn auch vielleicht nicht ganz soo schwierig. Wie konkurrenzfähig ein Formel-1-Renner ist, hängt eben vom Zusammenspiel zwischen Chassis und Motor ab, man kann das nicht voneinander trennen. Ich bin voller Hoffnung, dass Renault diese Situation korrigieren kann im Laufe der nächsten Rennen. Beide Partner verdienen Besseres. Und es ist ganz sicher nichts gewonnen, wenn sich die beiden Partner in der Öffentlichkeit über einander beklagen. Probleme werden gelöst, in dem man zusammenhält und zusammenarbeitet."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.