Carlos Sainz über Regelanpassungen: «Nicht gut genug für die Formel 1»
Die neuen Formel-1-Regeln sind auch nach den jüngsten Anpassungen nicht das Gelbe vom Ei, sagen viele GP-Stars. Carlos Sainz will keine öffentliche Kritik mehr üben, spricht aber dennoch Klartext.
Die Kritik der GP-Piloten an der neuen Formel 1 wurde von den Verantwortlichen des Sports gehört – und sie reagierten in der rennfreien Zeit zwischen dem Japan-GP und der WM-Runde in Miami mit mehreren Diskussionen mit allen Beteiligten darauf. Die Hersteller, Teams, FIA- und FOM-Vertreter einigten sich auf einige Anpassungen am Reglement , die den GP-Stars speziell im Qualifying wieder ein Fahren am Limit ermöglichen sollen.
Im Fahrerlager von Miami waren sich Teamchefs, Fahrer und Beobachter einig – die Anpassungen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reichen die Verbesserungen gerade mit Blick auf das Abschlusstraining noch nicht aus, findet Carlos Sainz.
Der Williams-Routinier, der einer der lautesten Kritiker des neuen Formel-1-Reglements ist, will aber nicht mehr so viele negative Statements abgeben, wie er in Miami betonte: «Beim Qualifying liegt noch ein weiter Weg vor uns», stellt der Spanier klar, «aber ich werde es nicht mehr kritisieren.»
Im gleichen Atemzug erklärte der 31-Jährige aus Madrid aber auch entschlossen: «Ich versuche einfach produktiv zu sein, indem ich darauf bestehe, dass das nicht gut genug für die Formel 1 ist. Aber das Racing im Rennen war zumindest etwas besser. Ich bin zufrieden mit den Fortschritten, die erzielt wurden – und auch mit der Entscheidung, den Rennstart wegen der Wettervorhersage vorzuverlegen.»
«Die FIA-Verantwortlichen haben das ganze Wochenende fantastische Arbeit geleistet und auch auf die Bedenken bezüglich der Intermediate-Reifen gehört. Nun scheinen alle am gleichen Strang zu ziehen, ich denke, wir müssen jetzt einfach noch ein paar Motorenhersteller überzeugen, dass dies noch nicht der Standard sein kann, was das Qualifying angeht, und dass wir das weiter verbessern müssen», ergänzte der vierfache GP-Sieger.
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