Charles Leclerc nach Spielberg-Auftakt: Düstere Prognose für Österreich-GP
Charles Leclerc musste sich im ersten Training auf dem Red Bull Ring mit der Zuschauerrolle begnügen, die zweite Session schloss er als Achtschnellster ab. Er weiss, wo Ferrari nachlegen muss.
Nachdem Lewis Hamilton auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya seinen ersten GP-Sieg in Rot feiern durfte, war die Hoffnung gross, dass Ferrari auch in Spielberg eine gute Figur machen würde. Doch der Auftakt ins achte Rennwochenende fiel für die Scuderia aus Maranello vergleichsweise verhalten aus.
Im ersten Training landeten die roten GP-Renner auf den Plätzen 5 und 9, wobei Hamilton der Schnellere war und im zweiten Auto mit Dino Beganovic die schwedisch-bosnische Nachwuchshoffnung Dino Beganovic seine Runden drehte. Erst zum zweiten Training übernahm Charles Leclerc das Steuer und war nach 35 Runden der Achtschnellste. Hamilton landete wiederum auf dem fünften Platz.
Grosser Schritt nach vorn nötig
Leclerc betonte nach getaner Arbeit, dass sein verspäteter Start nicht der Grund für sein bescheidenes Abschneiden war: «Das war kein einfacher Freitag, und das trifft ganz besonders auf mich zu. Natürlich habe ich das erste Training verpasst, das ist auch nie gut, aber man kann den Rückstand, der dadurch entsteht, eigentlich auch gut wieder wettmachen.»
Vielmehr fehle der Speed, um mit den Spitzenreitern mitzuhalten: «Als Team sind wir derzeit nicht sehr konkurrenzfähig, wir müssen also noch viel Arbeit leisten, um wieder ein vernünftigeres Tempo fahren zu können», seufzte der Monegasse, und fügte hoffnungsvoll an: «Aber wir werden jetzt alle Daten analysieren und hart arbeiten, um hoffentlich einen grossen Schritt nach vorne machen zu können.»
Düstere Prognose für den Österreich-GP
Vor allem auf den Geraden müsse man mehr Speed finden, präzisierte Leclerc: «Es gibt hier ziemlich viele Geraden und wir verlieren auf diesen Abschnitten der Strecke so viel Zeit.» Aber auch beim Kurvenspeed müsse man zulegen, gestand er: «Ich glaube, wir wurden in dieser Hinsicht böse überrascht, denn normalerweise sind wir in den Kurven konkurrenzfähig. Aber hier ist das nicht der Fall, da müssen wir also nachlegen.»
Das Problem mit dem Tempo auf den Geraden sei wohl nicht kurzfristig lösbar, dämpfte Leclerc daraufhin die Erwartungen. «Deshalb denke ich, dass wir an diesem Wochenende Mühe haben werden. Weder Lewis noch ich sind derzeit mit dem Auto wirklich glücklich. aber wir werden nicht aufgeben und ich hoffe, dass wir am Samstag einen besseren Tag haben werden.»
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