Di Giannantonio vor MotoGP-Start ohne Hole-Shot-Device noch «mit Bedenken»
VR46-Ass Fabio Di Giannantonio sicherte sich als Siebter souverän den direkten Aufstieg ins MotoGP-Q2. «Diggia» ließ durchblicken, wo die Ducati-Fahrer in Assen gegenüber Aprilia das Nachsehen haben.
Fabio Di Giannantonio beendete den ersten Trainingstag auf dem TT-Circuit von Assen auf Platz 7. Der gebürtige Römer aus der VR46-Ducati-Einheit aus Tavullia büßte auf die Bestzeit seines Landsmannes Marco Bezzecchi 0,34 Sekunden ein. Zur außergewöhnlichen Hitze in Assen sagt der WM-Dritte. «Das war ein sehr heißer Tag. Man spürt die Hitze natürlich, es nimmt einem sehr viel Energie. Am Ende ist es aber das Gleiche für alle Fahrer hier. Man muss als Fahrer einfach versuchen, auf dem Motorrad trotzdem alles zu investieren.»
Di Giannantonio gestand: «Die wirklich schnelle Runde – speziell mit den weichen Reifen – fehlt mir hier noch. Mit den Medium-Reifen war ich schon etwas näher dran. Gesamt gesehen ist das Motorrad aber auf der instabilen Seite. Wir haben noch etwas zu wenig Grip – und im Moment noch nicht das Paket für die Piste bei diesen Bedingungen ausgetüftelt. Ich hoffe, dass es morgen etwas besser aussieht.»
«Diggia» wechselte in Assen zwischen den 2024er- und 2026er-Aero-Paketen der Ducati Desmosedici hin und her. «Wir wollten verstehen, ob mir diese Versionen in den schnellen und langen Kurven hier eine Hilfe sein können. Es war dann aber mit beiden Bikes relativ ähnlich – und das bedeutet, dass die Aero nicht wirklich Vorteile bringt. Der in der WM-Tabelle als Dritter bestplatzierte Ducati-Athlet bekräftigte: «Wir arbeiten mit Ducati intensiv, um zu verstehen, wo wir das Bike verbessern können. Auf diesen Strecken ist die Aprilia sehr gut, daher haben ich und auch Pecco verschiedene Dinge versucht, um die Lage zu verstehen. Das sind die Dinge, die man als Werksfahrer oft tut und in den Sessions einen Zeitverlust in Kauf nehmen muss.»
Zu den erneuten Startversuchen ohne Hole-Shot-Device sagte der VR46-Mann: «Ich kann euch die Zeiten nicht sagen. Aber klar ist es viel langsamer als mit den Devices. Am Morgen war es mit dem Start schon recht gut. Wir arbeiten daran – es ist neu für alle Beteiligten. Wir müssen das jetzt laufend verbessern. Ich hoffe, dass alles gut läuft morgen.»
Di Giannantonio abschließend zum Assen-Auftakt: «Das einzige Problem, das wir jetzt haben könnten – man kommt nun eventuell zur ersten Kurve, bevor das Vorderrad noch den Asphalt ordentlich berührt hat und es deswegen vielleicht wegschmiert. Ich denke, da sollte man ein Auge darauf haben. Aus meiner Sicht war das Device eigentlich ganz gut – auch hinsichtlich der Sicherheit. Wenn die Analyse ergibt, dass dies der beste Weg ist, dann ist es so. Im Moment habe ich etwas Bedenken, aber das ist meine persönliche Meinung. Aber das Ziel ist es, die Stürze in der ersten Kurve zu verhindern.»
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