Kimi Antonelli (Mercedes/1.): Wieso er George Russell erneut im Griff hat
WM-Leader Kimi Antonelli hat einen starken Freitag gezeigt auf dem Red Bull Ring: Schnellster im ersten Training, Schnellster im zweiten. Der Italiener holt mehr aus dem Mercedes als George Russell.
Bärenstarke Vorstellung von Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli am ersten Trainingstag auf dem Red Bull Ring. Der 19-jährige Italiener hat in beiden ersten Trainings zum Grossen Preis von Österreich Bestzeit erzielt.
Auch in der Steiermark fällt auf, wie scheinbar mühelos der Teenager seinen erfahrenen Stallgefährten George Russell distanziert – der Brite im ersten Training noch Zweiter, in den zweiten 60 Minuten aber nur noch Sechster. Das ist ernüchternd.
Es erhärtet sich der Eindruck: Kimi wirft seinen Mercedes wie ein übergrosser Go-Kart um den Kurs, mit einem aggressiven Fahrstil samt knackigem Einlenken und lebhaftem Heck, mit dem der Bologneser gut leben kann.
Russell hingegen fährt einen viel feineren Strich, aber zur neuen Modellgeneration scheint das weniger zu passen als zu den bis Ende 2025 verwendeten Flügelautos.
Wo steht Mercedes nach dem ersten Tag? Der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord sagt: «Ein solider Tag, wir sind üppig zum Fahren gekommen, ohne nennenswerte Probleme. Wir müssen an der Fahrzeugbalance auf eine schnelle Runde arbeiten. Und auch die Abstimmung für das Rennen ist noch nicht ideal.»
«Ich glaube, wir haben von den Gegnern noch nicht alles gesehen. McLaren wird stark sein, Ferrari wird ohne Zweifel zulegen, und das erwarte ich auch von Red Bull Racing.»
«Alle Teams haben hier das gleiche Problem. Die Temperaturen sind hoch, die Reifen überhitzen ratz-fatz. Es wird entscheidend sein, die Hinterreifen so lange als möglich am Leben zu erhalten im Grand Prix. Bei einer flotten Runde gilt – du musst die Reifen so einfahren, dass sie in der ersten Kurve schon den vollen Grip bieten, du darfst sie aber nicht so überfordern, dass sie dann im letzten Teil der Runde einknicken.»
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