Charles Leclerc warnt vor Ferrari-Heimspiel: «Das ist unsere Schwachstelle»
Für Charles Leclerc verlief der Trainingsfreitag zum Ferrari-Heimspiel in Monza vielversprechend. Dennoch fällt seine Prognose vorsichtig aus. Der Monegasse kennt die Schwächen seines roten Renners.
Der Druck, der auf den Schultern der Formel-1-Piloten von Ferrari lastet, ist immer gross. In Monza ist er aber noch ein bisschen grösser, schliesslich säumen besonders viele Tifosi die Strecke für das Heimspiel der Scuderia im Königlichen Park. Das weiss auch Charles Leclerc, der seine achte Saison mit dem Team aus Maranello bestreitet.
Der Auftakt verlief vielversprechend. Im ersten Training gab er den Ton an, mit 1:23,008 min stellte er die Bestzeit auf, nachdem er 29 Runden auf dem Autódromo Nazionale di Monza gedreht hatte. Im zweiten Training musste er sich mit der zweiten Position begnügen, denn mit seiner persönlichen Bestzeit von 1:22,679 min blieb er 0,120 sec langsamer als der Tagesschnellste George Russell.
Strecke bietet Überholchancen
Leclerc erklärt: «Auf einer Strecke wie dieser ist das Überholen sicher ein grosses Thema, wir werden wahrscheinlich auch etwas Jojo-Racing sehen, darauf müssen wir uns vorbereiten. Aber es ist eine Strecke, auf der ich mit Überholmöglichkeiten rechne. Deshalb können wir es uns hier eher leisten, das Qualifying etwas zu kompromittieren, um im Rennen einen grösseren Vorteil zu haben.»
Der 28-Jährige warnt aber auch: «Nichtsdestotrotz ist es unser Job, das Auto schneller zu machen, und das nützt uns sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Und wir erwarten hier eine etwas schwierigere Zeit, denn diese Strecke umfasst viele Geraden, und unser Speed auf den Geraden fällt im Vergleich zur Konkurrenz nicht überragend aus. Das ist unsere Schwachstelle.»
Hoffen lässt der Blick in die jüngere Vergangenheit: «Ich bleibe optimistisch, denn Spa und Silverstone waren auf dem Papier auch nicht die besten Pflaster für uns, und wir hatten da gute Rennwochenenden, weil wir alles perfekt umsetzen konnten. Das muss auch hier das Ziel sein, und wir treten mit einem neuen Motor und neuen Teilen an. Das sollte uns hoffentlich helfen, die Gegner etwas mehr unter Druck zu setzen.»
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