Böse Überraschung in Monza: Düstere Qualifying-Prognose von Lando Norris
F1-Weltmeister Lando Norris konnte die jüngsten beiden Grands Prix in Budapest und Zandvoort für sich entscheiden. In Monza rechnet sich der Brite aus dem McLaren-Team deutlich weniger Chancen aus.
Die jüngsten Kräftemessen der Formel 1 liefen für Champion Lando Norris ganz nach Wunsch. Der McLaren-Star schaffte es sowohl auf dem Hungaroring als auch auf dem Dünenkurs von Zandvoort im GP jeweils als Erster über die Ziellinie und bescherte seinem Team damit die ersten beiden GP-Triumphe in diesem Jahr. Beim Auftakt im Königlichen Park von Monza war von der guten Form in den vergangenen beiden WM-Runden aber nicht viel zu sehen.
In beiden freien Trainings am Freitag war er zwar jeweils der schnellere der beiden McLaren-Piloten. Doch die Abstände zur Spitze fielen deutlich aus. In der ersten Session fehlten ihm mehr als sieben Zehntel auf die Bestzeit von Ferrari-Star Charles Leclerc, am Ende belegte er den sechsten Platz. Im zweiten Training verkürzte er den Rückstand auf die Tagesbestzeit von Mercedes-Routinier George Russell auf 0,384 sec, womit er den vierten Platz auf der Zeitenliste belegte.
Danach offenbarte der Brite, dass er eine böse Überraschung erlebte: «Das lief nicht so gut, ich habe sehr viel mehr Mühe, auf Touren zu kommen. Ehrlich gesagt waren wir in jenen Kurven langsam, in denen wir ein gutes Tempo erwartet haben. Und in jenen Ecken, in denen wir erwartet hatten, Mühe zu haben, waren wir dann nicht ganz so schlecht. Aber wir sind nicht bei der Musik. Derzeit ist unser Tempo nicht berauschend.»
Zeitverlust sorgt für Kopfzerbrechen
«Es war sehr viel kniffliger als die vergangenen Trainingsfreitage. Mal schauen, was wir über Nacht verändern und erreichen können. Aber die Ausgangslage ist nicht so gut wie in den jüngsten Wochenenden. Das wird also kein Kinderspiel. Es fehlt ehrlich gesagt überall ein bisschen. Es gibt keine Kurve, in der wir schneller als irgendeiner unserer Vordermänner sind», schilderte Norris.
Und der 26-Jährige analysierte: «Auf den geraden verlieren wir im Vergleich zu Mercedes etwas Zeit, was wir auch erwartet hatten. Aber den grössten Zeitverlust verbuchen wir in den Highspeed-Passagen, in denen wir normalerweise schnell sind. Wir müssen also etwas finden und einiges ausprobieren, denn derzeit sind wir überall zu langsam.»
Entsprechend düster fiel seine Prognose fürs Qualifying aus: «Ich habe keine Ahnung, was möglich ist, die Jungs an der Spitze liegen leistungsmässig nah beieinander. Und die Jungs hinter uns sind auch nicht weit weg. Sie könnten uns also locker überraschen. Ich weiss es nicht, aber ich habe ganz sicher nicht das Gefühl, dass wir im Kampf um die Pole dabei sein werden. Wir müssen uns darauf konzentrieren, ein anständiges Ergebnis zu erzielen.»
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