Christian Horner: So reagiert Adrian Newey auf den Vorwurf des Ex-Teamchefs
Das Formel-1-Comeback ist Christian Horner noch nicht gelungen, dafür sorgt der frühere Teamchef von Red Bull Racing mit seiner Biografie «Drive» für Schlagzeilen. Nun hat auch Adrian Newey reagiert.
Seit Christian Horner im vergangenen Jahr gefeuert wurde, keimen immer wieder Gerüchte über dessen Rückkehr ins Formel-1-Fahrerlager auf. Der Brite wurde bereits mit mehreren Teams in Verbindung gebracht, zuletzt wurde sogar über eine mögliche Verpflichtung von Ferrari spekuliert. Dafür sorgte nicht zuletzt der ehemalige Red Bull Racing-Teamchef selbst mit einigen Aussagen, die er später dann aber als Missverständnis abtat.
Derzeit ist Horner wieder ein Thema in Formel-1-Kreisen, allerdings nicht wegen eines vermeintlichen Comebacks, sondern wegen der Biografie «Drive» die er kürzlich veröffentlicht hat. Darin spricht er auch über den Abgang des langjährigen Red Bull Racing-Technikchefs Adrian Newey, der mittlerweile in Diensten von Aston Martin steht.
Newey liebäugelte schon Jahre zuvor mit einem Abgang, damals versuchte Ferrari, den Fahrzeug-Designer an Bord zu locken. Auf diese Phase geht Horner in seinem Buch ein, und er erklärt, dass er in der Saison 2014 enttäuscht war, als Newey nach einigen Monaten mit der neuen Hybrid-Antriebseinheit einen Team-Wechsel in Erwägung zog.
Damals wurde klar, dass die Renault-Antriebseinheit im Red Bull Racing-Renner alles andere als konkurrenzfähig war. «Ich stand hinter ihm und glaubte, dass er ebenfalls hinter mir stand. Doch beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten wollte Adrian von Bord gehen. Das hat mich sehr traurig gemacht», schreibt Horner. Das habe die Zusammenarbeit beeinflusst. «Ich konnte mich nicht mehr auf ihn verlassen. Unsere Partnerschaft war nicht so solide, wie ich zuvor geglaubt hatte», wirft der 52-Jährige Newey vor.
Adrian Newey betont: Der Frust war gross
In Austin darauf angesprochen erklärte Newey, dass er Horners Buch noch nicht gelesen habe. Und er ergänzte: «2014 lief das so: Wenn der Motorenhersteller ein schlechtes Jahr hat, dann ist es eben so, man akzeptiert es. Aber wenn der Power-Unit-Hersteller dann offenbar nicht die Absicht hat, das Problem anzugehen, ist das eine ganz andere Geschichte, denn dann sieht es ziemlich düster aus.»
«Genau diese Situation hatten wir 2014 leider. Und wie sich herausstellte, änderte sich diese auch erst, als wir 2019 zu Honda wechselten. Man kann sich also vorstellen, wie schmerzhaft und frustrierend das für mich war. Ich glaube, Christian hat das vielleicht nicht ganz verstanden», fuhr der 67-Jährige fort.
Schliesslich entschied sich Newey, seinen Vertrag zu verlängern, nachdem Red Bull Racing ihm die Freiheit einräumte, auch andere Projekte zu verwirklichen, wie etwa den Supersportwagen Red Bull RB17. Newey beteuerte, dass er und Horner «Freunde bleiben». Und er ergänzte: «Wie viele wissen, bin ich auch der Pate seiner Tochter Olivia.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





