Matteo Ferrari wie ein Chamäleon: Vom MotoE-Champion zum Supersport-Piloten
Über viele Jahre war die MotoE das sportliche Zuhause von Matteo Ferrari. Nach deren Abschaffung wandte sich der Italiener der Supersport-WM zu und hat bereits einen Vertrag für 2027 in der Tasche.
Bis auf kurze Abstecher in andere Rennserien wie die italienische Meisterschaft und die Moto2 fuhr Matteo Ferrari in den vergangenen sieben Jahren die MotoE, und das überaus erfolgreich. 2019 holte er den Titel, einmal wurde er Vizemeister und viermal beendete der Italiener die elektrische Rennserie als Dritter.
Als die MotoE-Saison ersatzlos gestrichen wurde, wechselte Ferrari in die Supersport-WM. Die Umstellung auf das neue Umfeld war zu Beginn schwierig. «Das Jahr 2026 markierte für mich den Beginn einer neuen Geschichte. Eine neue Klasse, ein neues Team, eine neue Herausforderung. Wie ein Chamäleon musste ich meine Haut wechseln, einen wichtigen Lebensabschnitt hinter mir lassen und mich an eine neue Umgebung anpassen, ohne dabei meine Identität zu verlieren», beschrieb der 29-Jährige aus Cesena diese Phase. «Was anfangs eine Veränderung war, ist mittlerweile ein Teil von mir geworden.»
Im Ducati-Team WRP Racing übernahm der Italiener das Motorrad von Marcel Schrötter und überraschte beim Saisonauftakt auf Phillip Island mit einem dritten Platz im zweiten Lauf. Über die Saison wechselten sich solide und weniger gute Ergebnisse ab. «Unsere erste gemeinsame Saison endete mit dem 9. Platz in der Gesamtwertung, drei Podiumsplätzen und vielen tollen Erinnerungen», stellte Ferrari zufrieden fest. «Wir sind ohne allzu große Erwartungen in die Saison gestartet, aber Rennen für Rennen, Training für Training haben wir uns verbessert und sind immer weiter nach vorn gekommen.»
Die gute Nachricht für den Ducati-Piloten: Wepol Racing Parts verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr. «Meine Verwandlung ist nun abgeschlossen, und die neue Haut wird mich auch im Jahr 2027 begleiten – in einem neuen Kapitel, das es noch zu schreiben gilt. Ich werde erneut für WRP Wepol Racing in der Supersport-Klasse an den Start gehen!»
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