F1-Urgestein Fernando Alonso: Was ist die 3-Sekunden-Verbesserung wert?
Fernando Alonso freute sich nach dem Qualifying in Zandvoort über den geringen Rückstand auf die Spitze. Er sprach von einer 3-sec-Verbesserung seit Spa. Doch die Zahl ist mit Vorsicht zu geniessen.
Für Fernando Alonso und sein Aston Martin Team zeigt die Formkurve endlich in die richtige Richtung. Das umfangreiche Upgrade, das die Mannschaft aus Silverstone in Budapest auf die Strecke gebracht hat, bescherte dem Spanier den ersten Q2-Einzug in diesem Jahr. Dann folgte die Sommerpause, in der die Honda-Ingenieure am Motor-Upgrade arbeiteten, das in Zandvoort zum Einsatz kommt.
Auf dem Dünenkurs konnte der Spanier zwar weder im Sprint- noch im GP-Qualifying das zweite Segment erreichen. Dennoch sprach er von einer Überragenden Verbesserung und erklärte nach der Zeitenjagd um die Startplätze für das zwölfte Sonntagsrennen des Jahres: «In Budapest haben wir es ins Q2 geschafft, hier fehlte uns eine Zehntel oder so, um es weiter zu schaffen.»
Ein trügerisches Bild
Der 32-fache GP-Sieger rechnete vor: «Der Rückstand auf die Q1-Bestzeit von Oscar Piastri betrug im GP-Qualifying 1,040 sec. Wir hatten noch vor kurzer Zeit im Schnitt 4,5 sec Rückstand auf de Leader, das bedeutet, dass wir uns in zwei Rennen um drei Sekunden verbessern konnten. Das ist überwältigend, denn alles funktioniert wie erwartet. Es ist aber ein harter Sport, hier musst du dich immer weiter verbessern.»
Tatsächlich war Alonso in Spa deutlich weiter von der Spitze entfernt, auf dem belgischen Traditionskurs war er 4,137 sec langsamer als Lando Norris, der die Q1-Bestzeit aufgestellt hatte. Doch das war nicht zuletzt auch der länge der Runde geschuldet, denn in Spa beträgt diese knapp sieben Kilometer, während Zandvoort nur 4,259 km lang ist.
Änderungen müssen aus Japan kommen
Der zweifache Champion erklärte allerdings auch: «Hier an der Strecke können wir nicht viel tun, um die Fahreigenschaften zu verbessern, wir müssen uns auf ein paar grosse Veränderungen im Werk und bei der Software verlassen, und das kommt dann aus Japan, deshalb lässt sich das nicht einfach von einem Tag auf den anderen Umsetzen. Es wird wohl eher in Monza so sein, dass wir den nächsten Fortschritt schaffen.»
Entsprechend gering schätzt Alonso die Wahrscheinlichkeit für Punkte im Rennen ein: «Normalerweise sind wir im Rennen etwas stärker, denn unser Chassis ist sehr gut, und wenn die Reifen gebraucht sind, verlassen wir uns mehr auf den Grip des Chassis, und nicht auf jenen der Reifen. Wir können da also einen besseren Job machen. Gleichzeitig wird es aber schwierig, auf den Geraden zu überholen, deshalb sind wir da in einer kniffligen Lage.»
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