Álvaro Bautista (Ducati) vor Karriereende: «Stolz, was ich erreicht habe»
Es wurde nicht offiziell bestätigt, doch Álvaro Bautista wird seinen Platz im Team Barni Ducati für die Superbike-WM 2027 verlieren. Der Spanier wusste, dass man bessere Ergebnisse erwartet hatte.
Mit 41 Jahren ist Álvaro Bautista der älteste Pilot der Superbike-WM 2026 und es scheint die letzte Saison des zweifachen Weltmeisters (2023 und 2024) zu werden.
Bautista war vorgewarnt, nachdem er sich kürzlich mit Teamchef Marco Barnabo für ein offenes Gespräch an einen Tisch gesetzt hatte. «Wir vertrauen einander, und am besten ist es, ehrlich zu sein. Ich habe ihm gesagt, was ich empfinde, und er hat mir die Situation geschildert, und nun ja… Für uns beide waren die Ergebnisse dieses Jahres eindeutig nicht das, was wir erwartet hatten», erzählte der Spanier SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Manuel Pecino. «Ich bin mit der Vorstellung gekommen, ganz vorn mitzufahren, und sie haben mich engagiert, um ganz vorn mitzufahren. Aber nun ja, wir sind in diese Situation geraten, doch keiner von uns beiden hat den Rückzieher gemacht, und wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, es nach vorn zu schaffen.»
Bautista hoffte, dass das Ducati-Kundenteam mit der Entscheidung bis September warten würde. Der Michelin-Test in Cremona sollte beiden Partien Klarheit bringen, ob eine weitere Zusammenarbeit Erfolg versprechend wäre. «Ich habe Barni gebeten, noch etwas abzuwarten, bis wir sehen, wie sich die Michelin-Reifen anfühlen, und danach entscheiden wir», erklärte der 41‑Jährige. «Man stelle sich vor, ich verstehe diese Reifen nicht oder sie gefallen mir nicht – oder genau das Gegenteil. Wenn wir den Test mit Michelin machen und es mir gefällt, dann sehen wir eben weiter. Es wäre nicht entscheidend, aber sehr wichtig. Denn es wird essenziell sein, zu verstehen, ob ich konkurrenzfähig sein kann oder nicht.»
Nun scheint die Entscheidung bereits gefallen zu sein. Bautista ist mit sich im Reinen. «Ich bin stolz und zufrieden mit allem, was ich in meiner sportlichen Laufbahn erreicht habe», betonte der 63-fache Superbike-Sieger. «Ich muss mich nicht, wie man gerne sagt, über die Rennstrecken schleppen. Ich bin der Erste, der das nicht will.»
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