Teamchef Fred Vasseur: Das wird die grosse Herausforderung für Ferrari
Das Ferrari-Duo hat sich im GP-Qualifying in Zandvoort die Startplätze in der dritten Reihe gesichert. Was Lewis Hamilton und Charles Leclerc zu schaffen machen wird, erklärt Teamchef Fred Vasseur.
Im Sprint von Zandvoort hatte Charles Leclerc noch den zweiten Platz erobert, nachdem der Ferrari-Star das fünfte Mini-Rennen des Jahres von Startplatz 3 hatte in Angriff nehmen müssen. Für seinen Teamkollegen Lewis Hamilton gestaltete sich der Sprint deutlich schwieriger, der siebenfache Weltmeister fuhr als Siebter los und kam auch auf dieser Position ins Ziel.
Die Ferrari-Ingenieure schafften es, den roten Renner für das GP-Qualifying so abzustimmen, dass der Rekord-GP-Sieger glücklicher damit war. Er blieb in der Hatz um die Startaufstellung zum Hauptrennen denn auch der schnellere der beiden Ferrari-Piloten. 64 Tausendstel trennten ihn von seinem Stallgefährten aus Monaco, der sich in der Zeitenliste gleich hinter ihm einreihte.
Allerdings reichte es nur für die Plätze 5 und 6, die Pole-Zeit verpasste Hamilton um mehr als drei Zehntel, Leclerc war sogar knapp vier Zehntel von der Bestzeit entfernt, die Lando Norris im McLaren aufgestellt hatte. Teamchef Fred Vasseur gestand denn auch unumwunden: «Ganz ehrlich, wir blicken mit gemischten Gefühlen auf das GP-Qualifying zurück, denn ich bin etwas enttäuscht mit unserer Performance. Angesichts des Tempos, das wir im Sprint-Qualifying und im darauffolgenden Sprint hatten, hätte ich eine etwas bessere Platzierung erwartet.»
«Aber es war eine schwierige Session», räumte der Franzose ein. «Wir waren immer am Limit und der einsetzende Regen hat das Ganze am Ende noch einmal zusätzlich erschwert. Vielleicht hätten wir einen besseren Job machen können», seufzte er, betonte aber gleichzeitig auch: «Das Rennen steht noch an und wir haben einen frischen Reifensatz gespart, was natürlich ein Vorteil ist.»
Auf die Frage, wer die Hauptgegner von Ferrari sein werden, scherzte der Ingenieur: «Die Anderen. Es ist wirklich schwierig, eine Voraussage zu treffen, denn selbst zwischen den Teamkollegen haben wir grosse Leistungsunterschiede gesehen.» Er weiss, was die grossen Herausforderungen im 72-Runden-Rennen sein werden: «Der Start wird sicherlich schwierig und auch die Strategiewahl ist knifflig», erklärte er.
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