Formel-1-Star Lewis Hamilton bestätigt: Ferrari setzt Flip-Flop-Flügel ein
In Bahrain überraschte das Ferrari-Team die Beobachter und Gegner mit seinem drehbaren Heckflügel. Der sogenannte Flip-Flop-Flügel soll nun beim Sprint-Wochenende in Shanghai zum Einsatz kommen.
Zumindest im ersten und einzigen freien Training in Shanghai werden die Fans und Gegner von Ferrari den drehbaren Heckflügel wiedersehen, mit dem der älteste Rennstall der Welt bei den zweiten Testfahrten in Bahrain für hochgezogene Augenbrauen gesorgt hatte. Der Trick ist einfach und genial: Ein Element des Flügels lässt sich nicht nur flachstellen, sondern auf den Kopf stellen – damit lässt sich der Luftwiderstand auf den Geraden weiter verringern.
Wie gross der Vorteil ist, lässt sich noch nicht sagen, denn Lewis Hamilton fuhr nur fünf Runden mit dem Flip-Flop-Flügel, dann sorgte ein Problem für eine mehrstündige Pause bei den Roten. Die Gegner fragten gleich bei der FIA nach, ob der Heckflügel legal sei und Technikdirektor Nikolas Tombazis bestätigte: «Es gibt keine maximale Weite für die Öffnung des Spalts zwischen Heckflügel-Hauptblatt und oberem Element mehr. Wir wollten den Teams mehr kreative Freiheit lassen, und aus unserer Sicht ist die Ferrari-Lösung in Ordnung.»
Lewis Hamilton: «Für mich ist es der Flip-Flop-Flügel»
In Melbourne war der innovative Heckflügel dennoch nicht im Einsatz, das soll sich nun ändern, wie Lewis Hamilton verraten hat. «Eigentlich hätte er später kommen sollen, aber das Team hat hart gearbeitet, um ihn weiterzuentwickeln, sodass wir ihn hier haben können, dafür bin ich sehr dankbar.»
Ferrari setzt alles daran, um die Lücke zu Spitzenreiter Mercedes zu schliessen. In Australien kamen die roten Renner hinter den Autos der Sternmarke ins Ziel. Beide Fahrer und auch Teamchef Fred Vasseur betonten, dass Mercedes einen Vorsprung hat, den man möglichst schnell wettmachen wolle.
«Es ist grossartig, dass das Team so kämpft, im Werk zuhause geben alle Gas und leisten Überstunden, um Upgrades ans Auto zu bringen, denn darum geht es. Im vergangenen Jahr habe ich noch nicht das volle Potenzial des Teams miterleben dürfen, denn der Fokus lag bereits auf dem diesjährigen Auto. Ich weiss nicht, ob der Heckflügel einen offiziellen Namen hat. Jemand nannte ihn Macarena-Flügel. Keine Ahnung, warum! Für mich ist es der Flip-Flop-Flügel», fügte der siebenfache Champion an.
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