Charles Leclerc: «Weiss, dass ich damit ein Aussenseiter im F1-Feld bin»
Während einige der aktuellen GP-Piloten die Auswirkungen der neuen Formel-1-Regeln auf die Arbeit am Steuer kritisieren, sagt Ferrari-Star Charles Leclerc: «Da war ich schon immer anderer Meinung.»
Die Formel 1 hat in diesem Jahr ein neues Kapitel aufgeschlagen, die umfassenden Regeländerungen haben nicht nur Auswirkungen auf die GP-Renner und deren Antriebseinheiten, sondern auch auf die Art und Weise, wie die Piloten am Steuer arbeiten müssen. Das hat schon viel deutliche Kritik hervorgebracht – und die Verantwortlichen des Sports haben reagiert und das Regelwerk in der rennfreien Zeit nach dem Japan-GP angepasst.
Das Grundproblem, dass die Fahrer auf gewissen Strecken stellenweise vom Gas gehen müssen, um das Energie-Management zu optimieren, bleibt aber bestehen. Deshalb hielt Max Verstappen auch nach dem Miami-GP fest: «Man muss immer noch an einigen Stellen langsamer fahren, um dann schneller zu sein. So sollte es nicht sein. Es ist immer noch nicht so, wie ich es gerne hätte.»
Der Red Bull Racing-Star hatte die neue Formel 1 während der Testfahrten auch als «Formel E auf Steroiden» und die erforderliche Fahrweise mit dem Video-Game «Mario Kart« verglichen. Doch nicht alle teilen die Kritik des vierfachen Champions.
Da wäre etwa Ferrari-Star Charles Leclerc. Der Monegasse räumt zwar angesichts der jüngsten Anpassungen der Regeln ein: «Die Zweikämpfe haben sich nicht gross verändert. Im Qualifying gab s ein paar Änderungen. Aber die Regeln bleiben die Regeln. Wir können nicht mitten im Jahr alles umwerfen. Aber es war ein Schritt in die richtige Richtung, das Fahren fühlt sich etwas natürlicher an.»
Die Kritik, dass das Rennfahren in der Formel 1 schlecht sei, teilt der 28-Jährige aber nicht: «Da war ich schon immer ein bisschen anderer Meinung. Ich weiss, dass ich damit ein bisschen ein Aussenseiter im F1-Feld bin, aber ich hatte das Gefühl, dass zumindest bei den Zweikämpfen, die ich mit den Jungs vor mir hatte, das Überholen eigentlich richtig gut funktioniert – wenn man es mit Autos zu tun hat, deren System dem eigenen ähnlich ist.»
«Es ist ein bisschen strategischer als im letzten Jahr, aber auch im vergangenen Jahr gab es dabei strategische Überlegungen mit dem DRS. Wenn man an einer bestimmten Stelle überholen wollte, ging es darum, ob man das DRS nutzen konnte oder nicht, und ob du dich danach absetzen kannst. Ich glaube also nicht, dass sich daran irgendetwas wesentlich geändert hat. Sicherlich liegt der Fokus auf dem Qualifying, und es ist richtig, dass das so ist», erklärt der achtfache GP-Sieger.
Das heisst aber nicht, dass die Regeln nicht weiter verbessert werden können, stellt Leclerc klar: «Natürlich muss man weiter dran feilen, es gibt sicher Möglichkeiten, das Ganze besser zu gestalten und weiter zu optimieren. Was man am Steuer tun muss, fühlt sich nicht immer natürlich an, deshalb gibt es noch einiges zu verbessern.»
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