George Russell (Mercedes/4.) zu Verstappen: «Ich wäre schockiert»
Spielt Mercedes-Fahrer George Russell beim WM-Finale von Abu Dhabi das Zünglein an der Waage? Der Engländer sagt nach seiner viertschnellsten Zeit im Abschlusstraining: «Max braucht mich da vorne.»
Clever, clever von George Russell. Der Mercedes-Fahrer liess seine Mannschaft vor den entscheidenden Runden in der spannenden Quali von Abu Dhabi wissen: «Schaut, dass ich unmittelbar hinter Max Verstappen auf die Bahn komme, dann bekomme ich vielleicht einen schönen Windschatten.»
Der Plan war gut, die Ausführung nicht so einfach, weil Verstappen an diesem Samstag auf dem Yas Marina Circuit verflixt schnell unterwegs war.
Russell wird das Finale vom vierten Startplatz in Angriff nehmen, hinter Max Verstappen, Lando Norris und Oscar Piastri, hinter jenen drei Fahrern also, die noch Chancen auf den Fahrer-WM-Titel haben.
In Q2 war George sogar der schnellste Mann, aber er machte sich keine Illusionen: «Ich lag nur vor den anderen Piloten, weil die mit gebrauchten weichen Reifen gefahren waren. Ich wusste – wenn die Gegner frische Reifen aufziehen, dann werden sie um zwei bis drei Zehntel zulegen.»
Wie sieht George das Finale? «Unter normalen Bedingungen werde ich mich da nicht einmischen können. Dazu sind Max und die McLaren einfach zu schnell.»
«Aber ich wäre echt schockiert, wenn Max da einfach in Führung geht und Norris dahinter einen einfachen Podestplatz schenkt. Da gibt es gewiss andere Möglichkeiten.»
«Letztlich ist es so, und das galt schon vor der Quali: Max braucht jemanden wie mich oder Charles, der sich da tüchtig einmischt.»
«P4 ist kein übler Startplatz, und ich bin überzeugt davon, wir werden am Sonntag reichlich Action erleben.»
Keiner der WM-Anwärter sollte glauben, dass Russell übertriebene Rücksicht nimmt: «Das ist für mich ein Rennen wie jedes andere, mit dem Ziel, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Aber jeder, der mich kennt, der weiss auch – ich gehe nie in einen Grand Prix mit dem Gedanken, dass ich volles Risiko eingehe und etwas Dummes mache auf der Rennstrecke. Abu Dhabi ist letztlich nur eines von 24 Rennen, und das ist für mich die einzig richtige Einstellung.»
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