Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies: Mit mehr Risiko zum Erfolg
Red Bull Racing kämpfte in Kanada mit Problemen. Dennoch schaffte es Max Verstappen aufs GP-Podest. Das liegt nicht zuletzt an der Bereitschaft, Risiken einzugehen, wie Teamchef Laurent Mekies betont.
Das Rennwochenende in Montreal gestaltete sich für das Red Bull Racing Team zunächst schwierig. Max Verstappen und Isack Hadjar kamen im Sprint-Qualifying zwar in die Top-10, mussten das dritte Mini-Rennen des Jahres aber von der vierten Startreihe in Angriff nehmen. Im Sprint schaffte es mit dem vierfachen Champion immerhin ein Auto in die Punkte – allerdings nur knapp, der Niederländer wurde Siebter.
Auch im GP-Qualifying lief es letztlich nicht viel besser, denn alles es darauf ankam, schaffte Verstappen nur die sechstschnellste Rundenzeit, sein Stallgefährte aus Frankreich reihte sich direkt hinter ihm ein. Im Rennen lief es dann besser als erwartet. Das Duo profitierte von den Ausfällen von Mercedes-Pilot George Russell und Weltmeister Lando Norris aus dem McLaren-Team. Verstappen feierte als Dritter seinen ersten Podestplatz in diesem Jahr, Hadjar kreuzte die Ziellinie als Fünfter.
Laurent Mekies: Wer Risike eingeht, lernt Neues dazu
Teamchef Laurent Mekies erklärte nach dem Fallen der Zielflagge am Rennsonntag: «Das Wochenende lief nicht so reibungslos wie die vorangegangene WM-Runde in Miami. Aber sobald wir merken, dass Max und Isack nicht in der Lage sind, ans Limit zu gehen, nehmen wir Risiken in Kauf. Das haben wir im vergangenen Jahr schon gemacht, tatsächlich lief das schon in den letzten paar Jahren so.»
«Und auch in Kanada sind wir Risiken eingegangen. Sobald wir also eine solche Situation vorfinden, probieren wir verschiedene Dinge aus. Wir stehen erst am Anfang der Saison mit den neuen Autos. Deshalb müssen wir verschiedene Dinge wagen, um die Leistung zu verbessern, auch wenn das manchmal kostspielig sein kann. Denn dadurch können wir dazulernen», erläuterte der Franzose, der auch betonte: Keiner könne wissen, wie weit man davon entfernt sei, das Potenzial des Autos auszuschöpfen.
Und Mekies gestand: «Es ist sehr schwierig, den Fahrern ein Auto zu geben, mit dem sie glücklich sind. Max war am Samstag sehr unzufrieden mit dem Auto. Und Isack hat zwar ein gutes Rennen gezeigt, trotzdem hatte er das Gefühl, dass er viel besser hätte abschneiden können. Für uns heisst das, dass wir weiterhin mehr herausfinden und weitere Risiken eingehen müssen, auch wenn das schmerzlich sein kann. Wir müssen weiterhin neue Wege beschreiten.»
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