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Kimi Antonelli nach historischem Monza-Sieg: «Das war furchterregend»

Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli hat eine 60-jährige Durststrecke beendet und als erster Italiener seit Ludovico Scarfiotti den Grand Prix im Königlichen Park von Monza für sich entschieden.

Formel 1

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Am Ende flossen viele Tränen im Königlichen Park. Denn Kimi Antonelli konnte sein Heimspiel gewinnen. Der WM-Leader schaffte es im Mercedes von Startplatz 19 aus zum Sieg und erreichte damit, was 60 Jahre lang kein Landsmann geschafft hatte – ein Ferrari-Sieg auf dem Highspeed-Kurs von Monza.

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Antonelli schwärmte nach dem Rennen: «Unglaublich, ich habe nicht daran geglaubt, trotz der Strafen hier stehen zu können. Aber wir haben es geschafft und ich bin wirklich sehr, sehr glücklich!» Auf seinen kurzen Ausritt im Kiesbett angesprochen, den er vor dem entscheidenden Überholmanöver an seinem Teamkollegen unternommen hatte, um die Führung endgültig zu übernehmen, erklärte er: «Das war ziemlich furchterregend, denn da ging es geradeaus. Ich dachte schon, dass ich damit meine Chance vertan habe, aber zum Glück hatten wir das Tempo, um nach vorne zu kommen.»

So lief das Rennen:

In Monza gab es am Rennsonntag schon vor dem Start eine Premiere: Zum ersten Mal in seiner Karriere führte Pierre Gasly das Feld in der Aufwärmrunde an. Der Franzose aus dem Alpine-Team hatte sich mit einem starken Auftritt und etwas Glück die Pole zum Italien-GP gesichert. Es war die erste GP-Pole in seiner Formel-1-Karriere, die 2017 beim Toro Rosso Team (heute Visa Cash App Racing Bulls) ihren Anfang genommen hat.

Kaum waren die Lichter der Startampel aus, wurde es spannend. Gasly konnte die Führung auf den ersten Metern gegen seinen Nebenmann George Russell verteidigen, dahinter kamen sich die Ferrari-Stars Charles Leclerc und Lewis Hamilton im Streit um die dritte Position sehr nahe, wobei der Monegasse seinen Teamkollegen ins Kiesbett drängte.

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Der siebenfache Champion verlor daraufhin seinen ganzen Grip und wurde durchgereicht, die Regelhüter notierten sich die Szene, sahen aber letztlich von einer näheren Untersuchung ab. An der Spitze schaffte es Russell zum Ende der ersten Runde an Gasly vorbei und war damit der neue Spitzenreiter. Auch Leclerc schien zunächst am Alpine-Renner vorbeiziehen zu können, doch vor der zweiten Schikane schaffte es Gasly wieder am roten Renner vorbei.

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Herbe Enttäuschung für die Tifosi

Für Leclerc kam es noch viel schlimmer, der 28-jährige Ferrari-Star wurde daraufhin von Oscar Piastri im McLaren unter Druck gesetzt. Der neunfache GP-Sieger stieg hart in die Eisen, geriet auf die weisse Linie, die die Streckengrenze markiert, und drehte sich mit viel Speed von der Piste. Der Ferrari des Rennfahrers aus Monte Carlo ratterte in der Parabolica durchs Kiesbett und schlug in die Reifenstapel ein. Nico Rosberg urteilte: «Das ist ganz einfach,

Nachdem die Rennleitung zunächst das Safety-Car auf die Bahn geschickt hatte, wurde das Rennen unterbrochen, um den Schaden an der Streckenbegrenzung zu reparieren. Die Reihenfolge vor der roten Flagge lautete: Russell vor Gasly, Max Verstappen, Franco Colapinto, Piastri, Lando Norris, Arvid Lindblad, Lewis Hamilton, Ollie Bearman, Esteban Ocon, Gabriel Bortoleto, Kimi Antonelli, Nico Hülkenberg, Yuki Tsunoda, Liam Lawson, Carlos Sainz, Sergio Pérez, Alex Albon, Valtteri Bottas, Lance Stroll und Fernando Alonso.

Die Zwangspause dauerte eine knappe halbe Stunde, dann ging es mit einem stehenden Start weiter. Noch vor dem Restart teilte Ferrari mit, dass Leclerc nach einem kurzen Besuch im Medical Center Entwarnung geben konnte. Er blieb beim heftigen Einschlag zum Glück unverletzt.

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Der Rest des Feldes machte sich auf, um in der Startaufstellung einen stehenden Start zu absolvieren. Doch weil Lawson-Ersatz Tsunoda sich nicht richtig in seiner Startposition aufstellte, wurde eine weitere Formationsrunde absolviert. Danach gab es endlich den Restart und Russell verteidigte an der Spitze die Führung. Hinter ihm wurde Verstappen von Colapinto überholt und damit auf Platz 4 verwiesen, allerdings bretterte der Argentinier kurz darauf in der Lesmo-Passage durchs Kiesbett und fiel damit wieder weit zurück.

Max Verstappen übernimmt kurz die Führung

Viel besser lief es für Hamilton und Antonelli. Der siebenfache Champion schaffte es von Position 8 auf Platz 5, der WM-Leader arbeitete sich von Position 12 auf Platz 6 vor. Einen Positionsgewinn verbuchte auch Verstappen, der Gasly überholte und damit zweiter war. Für Spannung sorgte auch Titelverteidiger Norris, indem er Antonelli in der achten Rennrunde angriff. Der Brite schaffte es aber nicht, am Mercedes-Star vorbeizuziehen.

Ganz vorne jagte Verstappen Spitzenreiter Russell, den er nicht davonziehen liess, während Hamilton die Tifosi jubeln liess, weil er an Gasly vorbeizog und damit Dritter war. Während die Regelhüter eine Untersuchung gegen Tsunoda ankündigten hallte wieder Jubel durch den Königlichen Park. Denn in Umlauf 12 schaffte es Verstappen an Russell vorbei an die Spitze. Weiter hinten geriet Hamilton unter Druck, und musste sich gleich zwei Mal beugen: Erst schaffte es Piastri am Rekord-GP-Sieger vorbei, dann überholte auch Antonelli den Briten.

Verstappen sammelte nur wenige Führungskilometer, danach schaffte es Russell in Runde 17 wieder am Red Bull Racing-Star vorbei. Kurz zuvor hatte Hamilton einen Ausritt neben die Strecke unternommen. Während Verstappen am Funk von einem Problem berichtete, schaffte es Antonelli an ihm vorbei und war damit Zweiter, kurz darauf übernahm er die Spitzenposition von seinem Teamkollegen Russell.

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Lance Strolls stellt seinen Aston Martin ab

In den folgenden Runden konnten sich die Mercedes-Piloten etwas von Verstappen absetzen, danach wechselten sie sich mehrmals an der Spitze ab. Auch Piastri und Hamilton wechselten mehrmals die Positionen, der Australier und der Brite kämpften um den vierten Platz.

Am anderen Ende des Feldes stellte Stroll seinen Aston Martin an der Strecke ab, damit löste er eine virtuelle Safety-Car-Phase aus, die mehrere Piloten zum Reifenwechsel nutzten. Dazu gehörten sowohl Antonelli als auch Verstappen, die un Runde 28 abbogen und in 2,7 sec abgefertigt wurden. Vor Stroll hatte Fernando Alonso bereits sein Rennen vorzeitig beendet.

Antonelli verlor auf den mittelharten Reifen keine Zeit und zog gleich an Gasly vorbei. Zwei Runden später schaffte er es, auch Weltmeister Norris zu überholen. Auch Verstappen arbeitete sich zunächst an Gasly vorbei und nahm dann Norris ins Visier, den er eine Runde nach dem jungen Italiener überholte. Der Nächste, der dran war, überholt zu werden, war Hamilton. Und als sich der Altmeister vertat, sah sein Mercedes-Nachfolger Antonelli die Chance gekommen und zog vorbei.

Russell musste kurz zittern, weil er unter Verdacht stand, die Regeln für die gelben Flaggen missachtet zu haben, doch die Regelhüter sahen von einer Strafe ab.Während der Brite vor Antonelli führte, übernahm hinter dem Mercedes-Duo Verstappen in Runde 43 den dritten Platz, indem er an Piastri vorbeizog.

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In den letzten Runden sorgte die Aufholjagd des später gestoppten Antonelli auf seinen Teamkollegen für Spannung. Russell wurde gewarnt, dass der 20-Jährige ihn kurz vor dem Fallen der Zielflagge würde einholen können. Antonelli griff in Runde 48 an, geriet aber ins Kiesbett. Kurz zuvor hatte sich Norris seinen Teamkollegen Piastri geschnappt und war damit als Vierter unterwegs.

In Runde 50 klappte es mit dem Manöver am eigenen Teamkollegen und Antonelli übernahm die Führung. Auch das McLaren-Duo schenkte sich nichts und Norris ratterte durchs Grün beim Zweikampf. Kurz vor Schluss kam er an Piastri vorbei und war damit Vierter. An der Spitze änderte sich nichts mehr, Antonelli gewann sein Heimrennen vor Russell und Verstappen.

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Fahrer
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Team
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte

01

12

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

53

1:51:15,281

1:23,504

25

02

63

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

53

+3,857

1:24,390

18

03

3

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

53

+14,718

1:24,242

15

04

1

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

53

+19,056

1:24,864

12

05

81

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

53

+19,253

1:25,125

10

06

44

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

53

+24,655

1:25,300

8

07

10

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

53

+27,351

1:24,927

6

08

41

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

53

+45,136

1:26,028

4

09

43

Franco Colapinto

BWT Alpine Formula One Team

Franco Colapinto

BWT Alpine Formula One Team

53

+47,353

1:24,933

2

10

22

Yuki Tsunoda

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

Yuki Tsunoda

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

53

+58,187

1:26,320

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