Euro Moto Supersport • Neu
Euro Moto Nürburgring: Geiger greift mit Doppelsieg in Richtung SSP-Titel
Bei den Rennen am Nürburgring gingen beide Siege an Ruben Bijman. Sein Teamkollge Stepan Zuda muss in Hockenheim tapfer um den Titel kämpfen. Pokal für Kitzbichler.
Ruben Bijman (Freudenberg RoRa Paligo Racing) hat seine Pole Position auf dem Nürburgring in einen Sieg verwandelt. Der Niederländer setzte sich im ersten Rennen der EURO MOTO Sportbike gegen Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) durch. Gerade einmal 0,045 Sekunden trennten die beiden beim Überqueren der Ziellinie. Meisterschaftsführer Stepan Zuda (Freudenberg RoRa Paligo Racing) machte das Podium als Dritter komplett.
Dabei erwischte zunächst Zuda den besten Start. Der Tscheche bog als Spitzenreiter in die erste Runde ein, Kitzbichler folgte vor Mika Siebdrath (Freudenberg RoRa Paligo Racing) und Bijman. Lange ließ der Polesetter allerdings nicht auf sich warten. Bereits nach zwei Runden hatte sich Bijman auf Rang 2 vorgearbeitet, eine Runde später übernahm er die Führung. Von da an blieb der Niederländer felsenfest an der Spitze. Kitzbichler setzte sich dahinter auf Rang 2 fest, gefolgt von Stepan Zuda.
Entschieden war der Sieg damit aber noch lange nicht. Kitzbichler blieb über die gesamte Distanz in Schlagdistanz und nahm Bijman bis zum Schluss in die Mangel. Der wiederum wusste ganz genau, dass hinter ihm jemand auf seine Chance lauerte. «Ich habe die ganze Zeit ein Motorrad hinter mir gehört und deshalb versucht, immer so spät wie möglich zu bremsen. So habe ich es geschafft, vorne zu bleiben und keinen Platz für einen Angriff zu lassen. Am Ende hat es gereicht und ich konnte das Rennen für mich entscheiden», erklärte Bijman. Kitzbichler musste sich nach 13 Runden um gerade einmal 0.045 Sekunden geschlagen geben, konnte dem zweiten Platz aber trotzdem einiges abgewinnen.
Zuda entschied sich dagegen bewusst gegen unnötiges Risiko. Nach seinem Sturz im Qualifying am Freitag brachte der Spitzenreiter Rang 3 sicher nach Hause und sammelte weitere 16 Punkte. Im Ziel fehlten ihm 1,393 Sekunden auf Bijman. «Ich bin mit den Punkten und Platz 3 vollkommen zufrieden. Ich war heute nicht am Limit, hatte aber das Gefühl, dass ich sehr schnell dort gewesen wäre, sobald ich mehr gepusht hätte. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen. Die Pace war heute einfach nicht da. Jetzt müssen wir uns anschauen, woran das lag«, erklärte Zuda.
Dahinter fuhr Siebdrath ein konstant starkes Rennen auf Rang vier. Tom Kuil (RT Motorsports) komplettierte die Top fünf. Um die Positionen dahinter ging es deutlich enger zu. Alexander Weizel (Weizel Racing Team) setzte sich auf Rang sechs durch, nur eine Tausendstelsekunde dahinter folgte Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben). Jay Jay den Hoed (Team SWPN), Ty Henriksen (Nordic Vikings) und Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) komplettierten die ersten Zehn.
Ruben BIJMAN (#17/NL), Triumph Daytona 660
Tobias KITZBICHLER (#38/A), Aprilia RS660
Stepan ZUDA (#23/CZ), Triumph Daytona 660
Mika SIEBDRATH (#98/D), Triumph Daytona 660
Tom KUIL (#55/NL), Triumph Daytona 660
Alexander WEIZEL (#22/D), Aprilia RS660
Julian VAN KALKEREN (#34/NL), Triumph Daytona 660
Jay Jay DEN HOED (#44/NL), Yamaha YZF R7
Ty HENRIKSEN (#46/DK), Aprilia RS660
Kiyano VEIJER (#53/NL), Triumph Daytona 660
Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
Rick KOOISTRA (#20/NL), Triumph Daytona 660
Lucas SØRENSEN (#18/DK), Aprilia RS660
Lucy MICHEL (#G16/D), Yamaha YZF R7
Ruben Bijman (Freudenberg RORA PALIGO Racing) war der Mann des Wochenendes am Nürburgring. Nach seinem hauchdünnen Erfolg am Samstag legte der Niederländer am Sonntag nach und machte den Doppelsieg perfekt. Nach turbulenten ersten Runden setzte sich Bijman deutlich ab und gewann mit 4,671 Sekunden Vorsprung vor Tom Kuil (RT Motorsports). Der Meisterschaftsführende Stepan Zuda (Freudenberg RORA PALIGO Racing) komplettierte das Podium.
Zunächst sah allerdings alles nach einem starken Rennen von Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) aus. Von Startplatz 3 schoss der Österreicher direkt an die Spitze. Dahinter ging es ordentlich zur Sache und die Reihenfolge wurde mehrfach durcheinandergewirbelt. Kitzbichler fiel zwischenzeitlich zurück, kämpfte sich aber innerhalb weniger Runden wieder an die Spitze. In Runde 5 folgte dann der Rückschlag: In Führung liegend stürzte der Österreicher und war damit aus dem Kampf um den Sieg.
Damit war der Weg für Bijman frei. «Am Anfang war es wegen der vielen Kämpfe nicht so einfach. Ich habe versucht, mich aus dem ganzen Tumult herauszuhalten. Als Tobias dann gestürzt ist, habe ich noch einmal eine Schippe draufgelegt und Gas gegeben. Danach bin ich einfach meinen Rhythmus bis zum Schluss gefahren.» Und das mit Erfolg. Bijman setzte sich Runde für Runde weiter ab und fuhr in 1:30,782 Minuten auch die schnellste Rennrunde aller Fahrer, die das Rennen beendeten. Im Ziel hatte er sich einen für die Sportbike Klasse ungewöhnlich deutlichen Vorsprung von 4,671 Sekunden herausgefahren.
Hinter Bijman lieferte Kuil ebenfalls eine starke Vorstellung ab. Schon am Samstag hatte der Niederländer mit Platz 5 sein bis dahin bestes Saisonergebnis eingefahren. Einen Tag später setzte er noch einen drauf und brachte Rang 2 ins Ziel. Wie viel ihm dieses Ergebnis bedeutete, zeigte sich kurz vor der Siegerehrung. Seine Mutter, die an diesem Wochenende nicht am Nürburgring dabei sein konnte, rief ihn unter Freudentränen an, erzählte er im Sieger-Interview. «Es ist toll, endlich wieder auf dem Podium zu stehen. Das zeigt, dass wir uns Schritt für Schritt entwickeln und immer weiter verbessern. Natürlich wollen wir irgendwann auch Ruben einfangen. Dieses Gefühl nehmen wir jetzt mit nach Hockenheim und dort versuchen wir, genauso weiterzumachen», sagte Kuil in bester Laune.
Auch hinter der Spitze war einiges los. Mika Siebdrath erwischte keinen optimalen Start, zeigte sich aber gut aufgelegt in der Verfolgergruppe und machte Druck auf seinen Teamkollegen Stepan Zuda. Gleichzeitig machte Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben) hinter Siebdrath Druck. In den letzten Runden versucht Siebdrath sich den Meisterschaftsführenden zu schnappen, doch Zuda konterte und holte sich Rang 3 zurück. Am Ende wurde Siebdrath Vierter, van Kalkeren folgte nur 0,028 Sekunden dahinter auf Rang fünf. Stepan Zuda war erleichtert. «Ich hatte ein bisschen erwartet, dass ich hier am Nürburgring vielleicht nicht ganz so stark sein würde. Donnerstag und Freitag waren zwar sehr gut, aber ich war an diesem Wochenende einfach nicht zu 100 Prozent auf der Höhe. Das liegt auch noch an meiner Handverletzung, die ich mir bei meinem Gaststart in der Weltmeisterschaft zugezogen habe. Deshalb bin ich froh, trotzdem zwei Podiumsplätze eingefahren und wichtige Punkte mitgenommen zu haben. Jetzt liegt der volle Fokus auf Hockenheim und darauf, die Saison dort für mich zu entscheiden», sagte der Tscheche vor der Siegerehrung.
Ruben BIJMAN (#17/NL), Triumph Daytona 660
Tom KUIL (#55/NL), Triumph Daytona 660
Stepan ZUDA (#23/CZ), Triumph Daytona 660
Mika SIEBDRATH (#98/D), Triumph Daytona 660
Julian VAN KALKEREN (#34/NL), Triumph Daytona 660
Alexander WEIZEL (#22/D), Aprilia RS660
Kiyano VEIJER (#53/NL), Triumph Daytona 660
Ty HENRIKSEN (#46/DK), Aprilia RS660
Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
Jay Jay DEN HOED (#44/NL), Yamaha YZF R7
Rick KOOISTRA (#20/NL), Triumph Daytona 660
Lucas SØRENSEN (#18/DK), Aprilia RS660
Lucy MICHEL (#G16/D), Yamaha YZF R7
Tobias KITZBICHLER (#38/A), Aprilia RS660
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.